Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Archiv.

30. Oktober 2011

Der klägliche Rest der Welt.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Ich habe das nur ein einziges Mal gesehen, aber nur so nebenher im Tagesraum in der Klapsmühle auf
Den Rest lesen ]

[ 15 Uhr 38 ] - [ Noch kein Kommentar ]

26. Oktober 2011

Macht Imperialistenbrause gewalttätig?

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Jedenfalls suggeriert die Überschrift*1 eines Artikels in der taz dies.
Symbolbild: Cola ist gefährlich!
Eine Studie amerikanischer Forscher habe jedenfalls eine Korrelation ergeben zwischen dem Konsum schwarzbrauner Zuckerlösung und der Neigung, zuzuschlagen. Der Professor: „Es war erschreckend für uns, als wir feststellten, wie klar die Verbindung war“. Was nicht festgestellt wurde, wie ziemlich zuletzt erwähnt wird, wenn jeder colahassende taz-Leser sein Hirn schon ausgeschaltet hat: Ist Cola-Konsum die Ursache, die Folge, die Begleiterscheinung oder was auch immer von Gewalt? Wie das zusammenhängt weiß also keiner. Insofern wäre diese Meldung keinen Zeitungsartikel wert, wenn er nicht so prima die Zielgruppe alternder Alternativlinge bedienen würde.

Viele Menschen mit ADHS trinken viel Kaffee und sonstige Koffeinlieferanten. Macht Koffein ADHS? Nein, umgekehrt. ADHSler trinken viel Koffein *2. Die Schlagzeile der taz müßte in diesem Fall jedoch konsequenterweise heißen: „Kaffeetrinker haben oft ADHS!“

Diese Schlagzeile und der ganze Artikel in der taz sind derart gestrickt, daß die LeserInnen voreilige Schlüsse ziehen können, ja ziehen müssen. Daraus könnte prima ein Mythos werden, wie die Spinne in der Yuccapalme und das Fleisch, das von der giftigen Cola zersetzt (was von mir widerlegt) wird.
Journalismus geht anders.

[ 13 Uhr 35 ] - [ 5 Kommentare ]

24. Oktober 2011

Fortschritt ist Zerstörung. Zivilisation der Ursprung der Barbarei.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Ja, richtig. Denn nur in der Zivilisation, im organisierten gesellschaftlichen Zusammenschluß, kann wahre Brutalität gedeihen. Schaut Euch die Tiere an: Fressen und gefressen werden, dafür wird schon getötet. Aber nur der Mensch, die Krone der Schöpfung*1, tötet seine Artgenossen ohne
Den Rest lesen ]

[ 18 Uhr 30 ] - [ Noch kein Kommentar ]

21. Oktober 2011

Es kann ja nicht immer glattgehen.

Kategorie: Erlebtes

Nun schwamm ich auf einer Welle des Erfolgs, nachdem der Mittwoch schon sehr vielversprechend war und ich gestern ein Vorstellungsgespräch hatte. Allerdings bin ich kein sehr ausdauernder und kräftiger Schwimmer, auch im nicht-übertragenen Sinne, weshalb ich

Den Rest lesen ]

[ 15 Uhr 41 ] - [ 4 Kommentare ]

16. Oktober 2011

Fast hätte ich meinen Geburtstag vergessen...

Kategorie: Psycho?!?

Mein vierter Geburtstag ist heute, und ich hätte es beinahe übersehen. Das ist ein gutes Zeichen, finde ich, denn es zeigt, daß der 16. Oktober 2007 in immer weitere Ferne rückt, immer weiter weg, immer weniger Bedeutung
Den Rest lesen ]

[ 17 Uhr 50 ] - [ 9 Kommentare ]

14. Oktober 2011

Keks-Katastrophe.

Kategorie: KuliNarrisch

Therapiekekse. Wie lange hatten wir keine Therapiekekse gebacken? Viereinhalb Jahre?

Als ich Olli (dem übrigens Brunohundi gehört) kennenlernte, kam er gerade zu mir auf die Stube der Depressions-Fachstation. Die kommenden Wochen teilten wir Zimmer, Dusche und Klo. Nein, das Bett nicht!

Nach einiger Zeit bekam ich Wochenendurlaub, genannt Belastungserprobung. Damit man das Leben draußen nicht verlernt.
Nun hatte ich von meiner damaligen Vorgesetzten ein Kochheft mitgebracht bekommen, da ich für meine Kochkünste bekannt war, auch bei denen, die noch nicht diesen zum Opfer gefallen waren.
Teigschüssel, ausgekratzt.
Darin war ein Rezept für Schokokekse, welches sich ebenso einfach wie lecker las. Und irgendetwas muß man ja machen zu Hause, also ich Kekse. Die ich natürlich bis zur Heimkehr Rückkehr in die Klapse zu zweit nie aufessen konnte. Ich nahm sie mit, und sie überlebten die Ankunft im Wohnzimmer nur eine Viertelstunde.

Der letzte Keks war noch nicht gekaut, da schreite man nach mehr! „Ulf, wann sorgst Du für Nachschub?“

Ich hatte das Rezept, ich hatte die Macht. Sie wollten Kekse? Also sollten sie auch etwas dafür tun! Und zwar alles, was ätzend ist:
1.: Geld einsammeln für Material (Allerdings nicht bei mir, dem Maitre!)
2.: Einkaufen. Und zwar genauestens nach meinen Vorgaben! Vanille, nicht Vanillin! Diese Schokolade, sonst keine!
3.: Nachher putzen! Die therapeutische Stationsküche sollte sauber zurückgelassen werden!

Eigentlich kommandierte ich die ganze Zeit nur herum, aber Kekse in dieser Menge zu erzeugen erfordert in der Tat eine gewisse Führungskompetenz.

Dies Gebäck erlangte Kultstatus auf der Station und schienen irgendwann auch als Indiz zu gelten für die Besserung meines Zustandes, denn ich war nun häufig aktiv. Zum Beispiel mit Anja*1, als sie spätnachmittags nach Schlafentzugstherapie ermüdet sich wachzuhalten Probleme bekam. Zur Wachheitserhaltung: gemeinsam Einkaufen, gemeinsam Kekse machen. Kekstherapie, sozusagen. Dieser Begriff hielt sich seitdem. Auch nach meiner Entlassung. Wir trafen uns zur Kekstherapie, zumindest wollten wir das. Übrig blieb Olli.

Gestern buken wir nun zum ersten Mal seit Jahren unsere Therapiekekse. Nur sind wir wohl ein wenig aus der Übung:
Verunglückte Therapiekekse, wie Pizza übers Backblech verteilt zerlaufen.

[ 18 Uhr 45 ] - [ Noch kein Kommentar ]

12. Oktober 2011

Google+: Ich darf wieder mitspielen!

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Aber will ich überhaupt noch?

Ende August wurde mein Google-Plus-Account ohne jegliche Vorwarnung „suspendiert“. Weder teilte man mir mit, was
Den Rest lesen ]

[ 21 Uhr 04 ] - [ 10 Kommentare ]

Ist Linux wirklich sicherer? #Bundestrojaner.

Kategorie: Vernetzt

Ich bin sehr überzeugt von Linux als Betriebssystem. Lange war ich auch überzeugt, es sei sicherer. Wobei ich mir mittlerweile weniger sicherer bin als früher. Sicher- die geringere Verbreitung sorgt natürlich auch für geringere Ausbreitung von Schädlingen, Malware. Das ist
Den Rest lesen ]

[ 11 Uhr 09 ] - [ 4 Kommentare ]

10. Oktober 2011

Verfressenes Mistvieh!

Kategorie: Erlebtes

Unser Teilzeithund Bruno hat zwar recht viele Freiheiten bei seinem Herrchen, ist aber trotzdem fast brav. Fast. Und solange man in Sichtweite ist. Er macht zwar keinen groben oder gar destruktiven Unfug, wenn er sich unbeobachtet wähnt. Meist geht es ums Fressen. Er weiß, daß er nicht in die Küche darf. Er würde das auch
Den Rest lesen ]

[ 11 Uhr 34 ] - [ 5 Kommentare ]

08. Oktober 2011

Kuchen: Apfelmandelyoghurtkuchen.

Kategorie: KuliNarrisch

Da wir seit unserem Umzug nach Gremmendorf wieder über eine lebenswerte Behausung verfügen samt richtiger Küche, kann ich auch wieder Kuchen backen.

Und als guter werdender Versuchsspießer mache
Den Rest lesen ]

[ 07 Uhr 54 ] - [ 3 Kommentare ]

07. Oktober 2011

Gene? Geil!

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Genmanipulierte dreiäugige Witzfigur.Ich meine nicht Gene Vincent*1, den Rock'n'Roll-Helden, der zwar auch geil ist. Ich meine die Erbsubstanz, ohne welche nichts leben würde*2, weil darin Bauplan und Software und so
Den Rest lesen ]

[ 18 Uhr 51 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Gleiche Rechte, gleiche Pflichten! Kein Sonderrecht für Quacksalber!

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Wer therapiert, muß seine Maßnahmen nachweisen. Das ist auch gut so- So kann man dann bei eventuellen Problemen besser nachvollziehen, was wann wie und ob es lege artis*1 oder überhaupt etwas gemacht wurde. Oder aber ein Fehler des Behandelnden vorliegt.

Auch für weitere Maßnahmen ist meist gut zu wissen, was passiert ist, um zu wissen, was schon alles erfolgreich oder -los war.
Grafik: Arzt und Heiler, diesmal etwas besser als sonst gelungen.
Ärzte müssen das.
Psychotherapeuten müssen das.
Pflegekräfte müssen das auch.
Ich mußte teilweise mehr dokumentieren als meine PatientInnen versorgen.
Nachweisen, was und daß ich gearbeitet hatte.

Heilpraktiker müssen das, irgendwarum*2 auch immer, nicht tun. Heilpraktiker haben ziemlich viele Sonderrechte. Sie brauchen zum Beispiel eigentlich gar keine Ausbildung*3. Die „staatliche Prüfung“ ist ein Witz*4, ob der erfolgreich Geprüfte nicht gemeingefährlich für die Volksgesundheit*5 ist.

Warum die HeilerInnen ihre vermeintliche Tätigkeit nicht nachvollziehbar dokumentieren müssen, ist mir ein Rätsel. Denn auch ein Pseudoheilkundler kann Fehler machen, schwerwiegende sogar, indem er etwas behandelt, was er nicht darf und sowieso nicht kann zum Beispiel. Dokumentiert könnte man dann feststellen, ob der Unheilkundige nicht doch eine Gefahr darstellt.

Deshalb habe ich kürzlich diese Petition unterzeichnet und möchte Euch bitten, dies ebenso zu tun. Wenn Ihr Anhänger von HeilpraktikerInnen sein solltet, dann betrachtet die Dokumentationspflicht als eine Maßnahme zur Qualitätssicherung und gegen schwarze Schafe.

Petition: Heilberufe - Dokumentationspflicht auch für Heilpraktiker vom 26.09.2011

[ 12 Uhr 55 ] - [ Noch kein Kommentar ]

03. Oktober 2011

Kaiser Ulf I. von Deutschland reloaded.

Kategorie:

Geliebtes Volk jedweder Art und Farbe und Abstammung,

Ulf, gekrönter Kaiser.Angesichts der immer kritischer werdenden Lage der Nation sehe ich mich genötigt, mich wieder als Kaiser ins Gespräch zu bringen. Die fehlende Reaktion der Frau Merkel samt ihrem überflüssigen oligarchen Gefolge im vergangenen Jahr war zu
Den Rest lesen ]

[ 19 Uhr 52 ] - [ 3 Kommentare ]

01. Oktober 2011

Pflegenotstand, gewollt.

Kategorie: Erlebtes

Der Pflegenotstand droht schon lange nicht mehr.

„(...), der Pflegenotstand ist seit vielen Jahren unser ständiger Begleiter. Pflegende kompensieren seit vielen Jahren das ständige Versagen der Politik. Nur um es deutlich zu diffferenzieren: In der Politik wird Pflegenotstand als Form des Personalmangels begriffen. Tatsächlich meint Pflegenotstand aber eine „innere Not“ der Pflegefachperson, welche in der Arbeitsrealität erkennt, dass sie nicht die Pflege praktizieren kann, welche eigentlich für den betreuten Menschen wichtig wäre. Das führt auf Dauer entweder zur „Erkaltung“ oder zum „Burnout“; in jedem Fall lässt sich die therapeutische Beziehung zum Patienten so nicht aufrecht erhalten.“ (Michael Huneke, DBfK, via GoodCare.de)
Die Pflege liegt tot im Krankenhausbett.
Schon lange werden Pflegekräfte gnadenlos verheizt. Kanonenfutter. Die Realität läßt viele KollegInnen verzweifeln, versagen und ausbrennen. Schöne Dinge lernt man in der Ausbildung. Doch wozu? Wie sollen die von der fallpauschalisierten Hektik des real existierenden Alltags gehetzten SchwesterInnen und Schwestern noch Maßnahmen wie Basale Stimulation, Kinästhetik und vieles mehr unterbringen? Selbst für ein pflegerisches Gespräch ist die Zeit recht mager, und im Hinterkopf tickt erbarmungslos das Zeiteisen und erinnert daran, was alles gerade liegenbleibt: Papierkram. Checklisten. Dokumentation. Ach ja, und andere PatientInnen ja auch noch so nebenbei.

Hauptsache, die Pflege ist billig. Billig um jeden Preis. PatientInnen, BewohnerInnen und KlientInnen zahlen ihn doppelt. Denn sie sind diejenigen, die dem Mangel nicht entfliehen können. Dem Mangel an Zuwendung, ja auch an lebenswichtiger Versorgung.

Jedes Mittel ist recht, Personal einzusparen und dies zu rechtfertigen mit angeblichen Finanzproblemen, die manches Mal nur schwer zu glauben sind angesichts der Dienstfahrzeuge der Direktion beispielsweise.
Und wirklich jedes Mittel. Die Sparwut ist zumindest bei den Altenheimen offenbar so weit gediehen, daß mindestens zwanzig Prozent dieser noch weniger Pflegekräfte beschäftigen als gesetzlich vorgeschrieben. Wobei die gesetzliche Vorschrift schon dürftig genug ist.

Kümmern tut sich anscheinend niemand so richtig darum. Vielleicht, weil die Kümmerlinge ihre Angehörigen dank ihrer großzügigen Bezüge besser unterbringen können? Keine Ahnung.
Das Personal wird verheizt. Die Kundschaft wird verheizt. Was zählt, ist der Gewinn. Der finanzielle, nicht der menschliche.


Dank an Big Al für den Link zum Welt.de-Artikel.

[ 19 Uhr 17 ] - [ 7 Kommentare ]

Sehr geehrte Frau Koch-Mehrin,

Kategorie:

Diese Karikatur von Silvana Koch-Mehrin ist zwar schlecht, aber im Gegensatz zu ihrer Doktorarbeit selbst gemacht.da ich wegen mangelnder Eignung zu irgendetwas sozusagen ein Kollege von Ihnen bin und ohnehin gerade auf Jobsuche bewerbe ich mich bei Ihnen als Assistent. Sollten Sie doch keinen brauchen, weil Sie ausnahmsweise doch mal etwas tun sollten für Ihre tausenden von Euro*1 im Monat, dann lassen Sie mich doch an Ihrem Erfolgsmodell teilhaben, ohne Leistung reich zu werden, indem man für etwas bezahlt wird, das man gar nicht macht.

Wenn Sie seit 2009 Geld bekommen für einen nachweislich unengagiert nachgekommenen Auftrag im Europaparlament, dann wäre das doch der perfekte Job für Asoziale ohne Arbeitsmoral.

Sollte eine Doktorarbeit zusammenzuguttenbergen erforderlich sein, werde ich dies gerne versuchen. Denn Arbeit ist Scheiße!

Mit freundlichen Grüßen

Ulf, der Freak

[ 10 Uhr 14 ] - [ 5 Kommentare ]

Ende des Beschäftigungsverhältnisses.

Kategorie: Erlebtes

Nun bin ich, nachdem ich so gut wie mein gesamtes Berufsleben in derselben Klinik verbracht hatte, die letzten Monate aber wegen Nichtmehreinsetzbarkeit vom Dienst freigestellt war, auch offiziell arbeitslos.

Psychisch krank, schwerbehindert, arbeitslos- fehlt eventuell noch etwas?

Mittlerweile sehe ich die Kündigung entspannter. Denn ich sehe selbst, daß ich für die Pflege nicht mehr tauge. Kein Groll mehr. Aber auch keine Angst mehr vor der Zukunft. Es wird schon gehen, irgendwie.

Und was kommt jetzt?

Zunächst bekomme ich sechs Wochen medizinisch-berufliche Rehabilitation in einem Spezialzentrum am Arsch der Welt in Saarbrücken. Man wird dort gucken, mich möglichst fit zu bekommen und außerdem, was man mit mir noch anzufangen ist.

Der Amtsarzt schließt für mich Hektik, Zeitdruck und sonstigen Streß absolut aus. Mit Stempel drauf. Ein Studium schaffe ich eh nicht, dafür bin ich zu blöde. Das macht die Orientierung sehr viel einfacher. So bleiben kaum Berufe übrig. biggrin Ich glaube, im Gesundheitswesen zu bleiben wäre nicht ganz verkehrt, so ginge mein Wissen nicht ganz verloren für andere. Was beratendes vielleicht. Mal sehen. Mehr weiß ich noch nicht. Einen Schritt nach dem anderen tun, so stolpere ich nicht so schnell.

[ 00 Uhr 01 ] - [ 6 Kommentare ]