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18. Februar 2009
Freund Hein.
Kategorie: Erlebtes
Oft werde ich gefragt ob es mich nicht belastet, mit so vielen Schwerstkranken und Sterbenden zu arbeiten.
Nein, tut es nicht. Im Gegenteil.
Ich beziehe viel positive Energie gerade aus dieser Arbeit. Mag sein, daß das seltsam klingt. Doch ist die Sterbebegleitung eine der anspruchsvollsten und auch erfüllendsten Aufgaben in der Pflege.
Die meisten finden im Team ein, zwei Bezugspersonen, und zumeist sind diese dann auch gleichzeitig die Bezugspersonen für die Angehörigen. Trifft es mich, dann bin ich Vertrauensperson für die Betroffenen. Das Verhältnis bleibt zwar professionell, wird aber dabei sehr intensiv.
Wenn es mir gelingt, jemandem auf seinem schweren Weg eine gute Stütze zu sein, dann bin ich glücklich und zufrieden. Und ich denke, mir gelingt es recht gut, im richtigen Augenblick die richtigen Worte zu finden- oder auch zu schweigen. Und unaufdringlich Präsenz zu zeigen und das Gefühl zu vermitteln, nicht alleine gelassen zu werden.
Ich betrachte den Tod nicht als Gegner.
[ 22 Uhr 03 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]

