Archiv.
02. Februar 2009
Praktikumsbericht
Kategorie: Erlebtes
Ich habe mein Praktikum so etwa mit 15 gemacht, also 1987. Die für mich erreichbaren Krankenhäuser waren entweder mit Praktikanten ausgelastet, oder man mußte mindestens 16 sein. Und ausgerechnet in der besterreichbarsten Klinik (gegenüber) war mein Vater Chefarzt und Ärztlicher Direktor. Lieber nicht.
Computer war natürlich auch irre interessant. Also landete ich im Universitätsrechenzentrum.
Über die damaligen Geräte würdet Ihr heute nur noch staunen.
Eine Woche war ich bei den Operatoren. Meine Tätigkeit: zweimal täglich die (Nadel)drucker leeren, die Drucke sortieren und in Fächer zu verteilen. Ansonsten in meinem Kellerraum auf Monitore starren und warten, bis etwas piept. Dann erschienen zwei Zahlen auf dem Monitor, und ich suchte das mit der ersten Zahl numerierte Magnetband aus dem Archiv und legte es in die mit der zweiten Zahl bezeichneten Bandmaschine.
Eine ganze Woche! Eine sehr spannende und lehrreiche Beschäftigung.
Danach kam ich die zweite Woche zu den Programmieren, baute mir einen Rechner (damals noch mit schwarz-grün-Monitor) auf und setzte mich davor uns überließ mich meinem Schicksal.
Gelegentlich versuchte ich meinen zur Praktikumsmappe gehörenden Fragebogen vollzukriegen, indem ich die Angestellten dort befragte. Ich bekam natürlich ausschließlich hilfreiche Antworten.
Der Praktikumsbericht wurde als der drittschlechteste der Klasse bewertet. Und ich hatte erstmal die Nase voll von Computern.
[ 15 Uhr 18 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]

