Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Archiv.

18. Mai 2009

Ein Klavier, ein Klavier!

Kategorie: Vernetzt

Ich bin soeben vom Dienst heimgekommen. Und finde ein Päckchen von Amazon im Briefkasten. Sieht so aus, als habe jemand meinen Amazon-Wunschzettel entdeckt. Paßt fast perfekt, schließlich habe ich bald Geburtstag!

Herinnen war dies:
Geschenk: Judas Priest- British Steel

Hallo Ulf, ein kleiner Gruß von einer noch unbekannten Blogleserin. Bin durch Zufall auf dein Blog gestoßen und habe mich glatt festgelesen (derzeit bei 1/2008 ) Auf diesem Wege: TOP! Weiter so und alles Gute! Liebe Grüße, Claudia L.

Vielen, vielen Dank, Claudia! Was meinst Du, wieviel Auftrieb mir das gibt!

[ 21 Uhr 28 ] - [ 9 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]

Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 5: Die Psychologie des Zombies

Kategorie: Literarisch ( Kritik des nackten Wahnsinns )

Zombies sind die wohl unverstandendsten Kreaturen der Gesellschaft.
Und sie werden ausgegrenzt. Doch haben sie das überhaupt verdient?

Ein Zombie ist ein Untoter, quasi eine lebende Leiche, die sich anscheinend ausschließlich darüber fortpflanzt, indem er einen "normalen" Menschen beißt, welcherdann üblicherweise alsbald verstirbt, um kurz darauf wieder als Zombie zum Leben zu erwachen. Naja, was eben "Leben" bei einer eigentlich toten Kreatur so heißt. Und hat sofort einen unbändigen Hunger, der nur durch frisches Menschenfleisch gestillt werden kann. Dies führt zu einer massiven Ablehnung insbesondere durch die zu Fressenden, aber auch durch die übrigen Menschen, die entweder flüchten oder aber den armen, hungernden Zombie durch Kopfschuß endgültig töten. Dies kann laut den meisten zur Forschung gesehenen Zombiefilmen nur durch die Zerstörung des Gehirns verstehen, was eigentlich logisch ist, denn der Rest ist ja eh schon tot.

Hier beginnt das Unverständnis, sich zu offenbaren. Menschen fressen alle möglichen Tiere, Zombies fressen eben Menschen. Dies sollte man eigentlich tolerieren. Jeder soll, so Friedrich der Große, nach seiner Façon seelig werden.

Daß Zombies, anders als sich die meisten Menschen vorstellen, keine hirn- und seelenlosen Menschenfresser sind, sondern durchaus Gefühle haben, wird besonders deutlich in Romeros Werk "Day of the Dead", in welchem ein liebevoll von den anderen Überlebenden "Dr. Frankenstein" genannter Wissenschaftler einen Zombie erforscht und verborgene Fähigkeiten in diesem weckt. Er stößt jedoch auf wenig Gegenliebe damit, da er ihn mit frischem Fleisch füttert, ohne dessen Lieferanten vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Als "Dr. Frankenstein" ermordet wird, bricht sein Schützling aus und rächt ihn- nicht indem er die Täter einfach anfällt, sondern dazu eine Pistole (!) gebraucht und anschließend militärisch salutiert.

Auch in dem Film "Land of the Dead", ebenfalls aus der Filmwerkstatt des Zombieexperten George A. Romero, wird an mehreren Stellen ersichtlich, daß Zombies durchaus zu gewissen intelektuellen Leistungen fähig sind, indem sie Lösungsmöglichkeiten entwickeln, um ihr Ziel, die Stadt der Überlebenden, zu erreichen, und außerdem miteinander kommunizieren, wenn auch unartikuliert. Letzteres liegt möglicherweise daran, daß die Stimmbänder zügig verwesen.

Allen Zombies ist außerdem eines gemein: Sie wirken auf mich unheimlich deprimiert. Aber wie soll man auch gut gelaunt sein, wenn man ausgestoßen wird? Hier sollte eine Lösung gefunden werden, zum Beispiel in Psychotherapien (Verhaltenstherapie). Die Zombies müssen lernen, mit ihrer Situation zurechtzukommen und zudem ihr Verhalten etwas an die Gesellschaftlichen Normen anzupassen. Durch dieses Entgegenkommen könnte das Eis gebrochen werden.
In Integrationskursen könnten kulturelle Eigenarten der Gesellschaft erlernt werden, z.B. der Gebrauch von Messer und Gabel bei Verzehr eines Menschen, der diese Kultiviertheit sicherlich sehr begrüßen würde.

[ 05 Uhr 20 ] - [ 7 Kommentare ] - [ 3 Träckbäcks ]