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19. September 2010
Leichenschmaus ohne Leiche. Stimmung ohne Grabes im kastrierten Rindvieh.
Kategorie: Vernetzt
Undertaker Tom, dessen richtiger Name auch hier nicht genannt werden wird, wird von seiner Ehefrau Anke liebevoll "Bär" genannt und macht diesem Kosenamen alle Ehre. Groß, schwer, gemütlich trat er vor die auf der Terasse zusammenverotteten LeserInnen seines Bestatterweblogs. Und übernahm erstmal die Regie und zwang uns alle, per Vorstellungsrunde einander kennenzulernen. So lockerte sich das Befinden, und die diversen Bestatter, Zulieferer wie ich und irgendwie zufällig auf das Weblog gestoßenen Branchenfernen kamen dann doch mehr ins Gespräch.
Auffallend übrigens, daß wir Übergewichtigen deutlich in der Überzahl waren, aus manchem hätte man auch zwei machen können.
Der Wirt vom Roten Ochsen in Forchheim, Konni, hat sich seinen Meistertitel verdient. Er stopfte uns mit exzellenter, deftiger fränkischer Kost voll und briet, als ich mein Steak mit meinem sogenannten "irren Blick" blutig verlangte, eben dieses exakt so, wie ich es liebe: etwas angebraten und innen warm, aber roh. Und das bei sehr moderater Futtergebühr.
Und so wurden wir kurz nach dem Eintreffen des Oberbestatters mit Schäuferlä traktiert, perfekt gebrutzelt und wirklich selbstgemachten Knödeln und frischem Salat. Die anschließende Verdauungskippe zwecks Neutralisierung der deftigen Mahlzeit wurde ziemlich bald wieder durch Kaffee und Kuchen kompensiert. Und viele Gespräche und Kontakte entstanden, vor allem befreundete sich meine Liebste mit Peggy. Erstaulicherweise traf ich auch einige meiner Leser, die NICHT über Tom gekommen waren, sodern irgendwoher, wo ich ein einziges Mal kommentiert hatte.
Nach dem sehr unvegetarischen Abendessen (Bestatter haben mit dem Tod zu tun, also gibts auch tote Tiere) kam das Abendprogramm. Mit Lesungen besinnlicher und lustiger Art und auch Musik von Teilen der bestattophilen Gruppe "Finale", die in diesem Fall aus einem (wie könnte es anders sein) Bestatter namens Christian und seiner (seltsamerweise) schlanken Gattin bestand.
Zu früh war das alles vorbei. Doch die einen rief die Pflicht und die anderen der Friedhof.
Es war großartig. Konni ist ein erstklassiger Gastgeber, der auch sehr musikalisch ist (zu vorgerückter Stunde vor allem). Tom ist ein erstklassiger Gesprächspartner und Entertainer.
Danke an alle. ALLE.
[ 22 Uhr 10 ] - [ 13 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
Gute-Laune-Musik XC: Uh-ah-ah!
Kategorie: Gute-Laune-Musik
Dieses Stück verfolgte mich in meiner frühen Kindheit. Nicht zuletzt dieser Zombie, der es sang. Und der heute wesentlich weniger erschreckend (und jünger) aussieht: Benny Schnier.
Genialer Text.
Heut’ scheint die Sonne wieder wie gemalt
Und wie blankes Eis schimmert der Asphalt
Raus aus der Schule und dann rein in die Jeans
Die paar Hausaufgaben schaffen wir doch mit links
(Kehrreim
Skateboard – uh ah ah – Citysurfing – ah ah
Skateboard – uh ah ah – komm und fahr mal mit
Skateboard – uh ah ah – Asphaltrennen – ah ah
Skateboard – uh ah ah – ist der große Hit
Roadrunner-Joe, das ist ein ganzer heißer Freak
Er hat ein silbernes Brett mit Raketenantrieb
Lola und Fred kommen zusammen an
Auf einem Bügelbrett mit ‘ner Hupe dran
Kehrreim
Abends dann nach Sonnenuntergang
Sind die Straßen richtig leer
Und wir beide fahren ganz allein
Durch das weite Lichtermeer
Laß Deine Haare in der Brise weh’n
Daß die Mopedmacker ihre Augen verdreh’n
Leg Dich in jede Kurve, die Du kriegst
Streck die Arme aus und stell’ Dir vor, daß Du fliegst
[ 07 Uhr 15 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]

