26. Januar 2012
Stöckchen.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Nein, kein Blog-Stöckchen. Vielmehr ein richtiges, aus Holz.
Ich habe ja so gut wie gar keine Ahnung von Hundeerziehung. Ein wenig habe ich aus Tiere suchen ein Zuhause und manches mal so aufgeschnappt. Desto stolzer bin ich darauf, daß Bruno schon fast apportiert. Nachdem er vor einigen Wochen so weit war, daß er den Stock brachte und mir fast präsentierte, ihn dann aber ums verrecken nicht hergab und sich gebärdete wie ein Tier, so bekomme ich ihn mittlerweile unter Androhung von Leckereien und geduldigem Kommandieren so weit, daß er tatsächlich den Stock irgendwann fallen läßt und sich auf den Arsch setzt, so daß ich den Stock nehmen kann, während er gedanklich sichtlich daran herumlaboriert, die Prioritäten richtig zu setzen.
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[ 11 Uhr 58 ] - [ 7 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
23. Januar 2012
Erhebung des Wundstatus.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Nachdem Bruno vor einigen Tagen offensichtlich in eine Scherbe getreten war, ließ er sich schon tags darauf nichts mehr anmerken und sprang wie bekloppt (also wie immer) mit anderen Hunden herum.
Nun wollten wir uns gestern eigentlich
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[ 12 Uhr 11 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
18. Januar 2012
Blutflecken vor der Wohnungstür.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Passiert war es bei Brunos Nachmittagsbespaßung. Er hatte den Stock gebracht, genau wie immer, und versucht, ihn zu verteidigen und aufzufressen, genau wie immer. Gequiekt oder sonst etwas auffälliges hatte er nicht, so daß ich dachte, daß ich mich beim Werfen geratscht hatte und das Blut daher stamme.
Nö. War nicht der Fall.
Aus der Schnute kam auch nichts, doch die linke Vorderpfote blutete wie Sau. Schmerzte allerdings scheinbar nicht wirklich, zumindest lief er noch ein ganzes Stück normal neben mir her, als ich mich mit ihm auf den Heimweg machte, um mir die Sache genauer zu begucken. Ob er zum Doc mußte oder nicht. Allerdings tat er irgendwann das, was Hunde dann zu tun- Wunden lecken!
An der Pfote zu schlabbern und gleichzeitig zu Laufen is nich, nur entschied er sich für Schlabbern und machte nicht mehr mit.
Ich bin kein Hundeexperte, deshalb war ich zunächst etwas besorgt. Aber egal wie, das Vieh mußte erstmal nach Hause, egal wie es dann weitergehen sollte.
Dreißig Kilo Hundefleisch haben
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[ 08 Uhr 36 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
14. Januar 2012
Zerfressen.
Kategorie: Erlebtes
Scheinbar ruhig und friedlich trottete Bruno hinter uns her, als wir heimgingen des abends. Bis er munter wurde und vom Hafer gestochen herumhüpfte, so daß ich ihn ein wenig kürzer nehmen wollte doch- ich hielt nur ein ausgefranstes kurzes Ende in der Hand.
Er hatte es tatsächlich fertiggebracht, die Leine unbemerkt durchzukauen. Das war etwas neues, denn sonst konnte ich ihn immer zuppeln fühlen.
Nun, der Mensch muß sparen und zudem habe ich keine große Lust, das nächste Fachgeschäft für Hundeleinen aufzusuchen. Nun muß er sich eben damit bescheiden, daß seine geflickte Leine so aussieht, als habe sie irgeneine fiese Krankheit.
Selbst in Schuld drin. Bätsch!
[ 05 Uhr 25 ] - [ 8 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
11. Januar 2012
Die allerletzte Reise.
Kategorie: Erlebtes
Die Nachbarin der älteren Dame*1 erzählte der Hausgemeinschaft, sie führe in Urlaub nach wasweißich. So wunderte sich niemand und machte sich keiner Sorgen, sie nicht zu sehen und zu hören, bis nach etwa sechs Wochen der Briefkasten überquoll, daß man diese sechs Wochen bemerkte und übereinkam, daß sechs Wochen eine ungewöhnlich lange Abwesenheit seien für die Nachbarin.

Natürlich fielen dem MitmieterInnen sofort die vielen schrecklichen Geschichten ein. Man klingelte mehrfach. Man schnupperte. Nichts. So blieb nur die Polizei, welcher besagte ältere Dame öffnete, daß die Beamten über ihren Balkon linsen konnten. Sie sahen nicht viel, die Fenster waren gut verrammelt in diesem Sommer. Gefiel den Mannen in Grün aber erst recht nicht.
Sie knackten das Schloß der Nachbarwohnung. Tür auf- und sofort wieder zu.
„Sie gehen besser wieder in ihre Wohnung“, sprach einer der noch grüner gewordenen Polizisten, ehe sie sich ihrem Schicksal fügten und taten, was sie tun mußten, nämlich dort hineingehen, um zwischen Unmengen von getier und wenig erfreulichen Düften festzustellen, daß die Nachbarin der älteren Dame nicht in den Urlaub gefahren war, sondern -offensichtlich freiwillig- die letzte Reise angetreten hatte.
Später wurden sämtlicher Putz und sämtlicher Estrich herausgeklopft, um die Wohnung wieder benutzbar zu machen.
Es war ein sehr heißer Sommer gewesen.
- Anm. 1: die mir berichtende ältere Dame ist mir persönlich sehr verbunden, doch leider mittlerweile verstorben.
[ 10 Uhr 41 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
02. Januar 2012
Wenn das Blut spritzt.
Kategorie: Erlebtes , Psycho?!?
V. und ich hatten uns in Hamm getroffen. Fast zeitgleich waren wir eingetroffen auf demselben Bahnsteig, ungeplant, um denselben Zug zu nehmen, der uns nach Koblenz bringen sollte, ein Stück weiter nach Saarbrücken, wo wir beide zur Reha/Belastungserprobung waren.
So hatten wir uns als Gesellschaft, während der ICE mehr und mehr
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[ 08 Uhr 11 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
17. Dezember 2011
Fernsehen. Ich. Ketzerstammtisch.
Kategorie: Erlebtes
Der IBKA hat auch in Münster einen „Ketzerstammtisch“*1, wo sich Konfessionslose und Atheisten recht zwanglos treffen. Die einen gehen zur Kirche, ich gehe eben dorthin.
Letztes Mal war sogar das Fernsehen da:
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[ 11 Uhr 13 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
04. Dezember 2011
Der Kampfhund an sich.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Bruno ist nicht gerade eine Fußhupe, das stimmt, und einen schmalen Schädel hat er auch nicht. Nicht selten denken Menschen, er sein ein Kampfhund. Dabei gibt's hier nur noch selten Hundekämpfe. Daß man nicht wissen kann, wie lieb Bruno ist, das ist eins. Deshalb aber grundsätzlich das Gegenteil anzunehmen ist etwas anderes.

„Der beißt nicht, der ist ganz lieb!“ - Praktisch immer bekommt man die Antwort, das sagten alle. Und wird damit eigentlich sogar der Lüge bezichtigt, denn die Aussage wird ja als falsch hingestellt. Das ist nicht fair!
Zur Not sollte man Bruno mal richtig angucken. Und sich vielleicht auch über Hunde informieren.
Nun haben in jüngerer Zeit viele Menschen Bruno ausgerechnet für einen Pitbull-Terrier gehalten*1. Woher diese Erkenntnis kommen mag ist meiner Liebsten und mir absolut schleierhaft. Dann könne man ihn auch für einen Dackel halten. Die Ähnlichkeit ist wirklich sehr begrenzt, außerdem ist Bruno größer.
Überhaupt- warum glauben alle immer, Bruno sei ein Kampfhund, wenn sie ihn noch nicht einmal richtig beguckt haben? Und sehen, daß dieses Vieh so aggressiv ist wie ein Eichhörnchen?
Und Kampfhund- damit wird alles gemeint sein, was es irgendwie auf die Rasseliste mit angeblich gefährlichen Hunderassen geschafft haben. Natürlich, ich kann mich auch daran erinnern, daß die Hunde meines Werklehrers die Freundin seiner Tochter zerfleischt haben. Nur- Schäferhunde sind da auch nicht drauf.
Natürlich sind Kraft und Ausdauer entscheidend, wenn gebissen wird. Doch wenn ich mich an meine Zeit als aktiver Marathoni erinnere- bei meinen Trainingsläufen waren massig gelistete Hundsviecher unterwegs. Bullterrier, Staffordshire-Terrier und andere, ohne Leine, ohne Maulkorb und ohne jegliches Interesse an mir. Angegriffen wurde ich grundsätzlich nur von rattengroßen Nuttenfiffies mit erheblicher Aggressivität.
Die, die unter dem Stigma der Kampfhundeliste unterwegs waren, waren lammfromm. Ebenso wie der Mischling aus allen verbotenen Rassen, auf den ich unvorsichtig zuging und ihn unverhofft streichelte. Er freute sich und wedelte.
Schubladen halt.
- Anm. 1: Bruno enthält ungefähr so viel Pitbull wie ich. Er besteht aus drei Vierteln Appenzeller Sennhund und einem Viertel Rhodesian Ridgeback.
[ 17 Uhr 41 ] - [ 7 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
13. November 2011
Banga.
Kategorie: Erlebtes
Das Grauen des Sommers 1990 hatte einen Namen: Banga.
Mein bester Freund und ich waren mit dem Interrail-Ticket gerade in Straßburg gelandet. Es war Sommer. Es war heiß. Wir waren jung. Wir hatten Durst. Der schmuddelige Supermarkt war nicht klimatisiert, das war damals noch nicht so häufig. Wir kauften irgendetwas eßbares, wahrscheinlich wie meistens auf dieser Tour Bounty. Da waren auch Getränke, eigentlich unser Hauptziel. Ich griff eine Flasche fantaesken Aussehens und gewaltigen Volumens.

Banga. Banga stand darauf, als Name dieser Brause. Mühsam entzifferten wir die seltsame Aufschrift mittels eines Frazösischwörterbuches. Man könne an der Flasche sowas abknibbeln vom Etikett, das wären dann jeweils soundsoviel „Points Banga“. Für eine gewisse Menge dieser „Points Banga“ könne man irgendwelche lächerlichen Plastikfiguren als Strafe bekommen. Naja, da stand sowas wie Prämie, aber die sahen echt Scheiße aus.
Wemauchimmerseidank waren wir weder auf „Points Banga“ scharf noch auf diese scheußlichen Plastikdingse. Deshalb kauften wir nämlich nicht den ganzen Laden leer wegen dieser Brausepunkte.
Das Zeug schmeckte entsetzlich.
Nach verfaulten künstlichen Kokosnüssen, verfaulten künstlichen Bananen und künstlichen verfaulten Orangen.
Nur eins ist noch schlimmer als Banga: WARMES Banga.
Es war Sommer.
[ 15 Uhr 17 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
06. November 2011
Beschissenes Mittagessen und anale Freuden.
Kategorie: Erlebtes
Alten Menschen ist, scheint es, nichts wichtigeres im Leben als Scheiße. Jedenfalls dreht sich sämtliche Vorabendserienwerbung ums Thema Abseilfähigkeit und redet das den unbedarften Guckern ein.

Dies wird oft zur Obsession, und wenn die MenschInnen durch jahrelangen unnötigen Mißbrauch von Darmbeschleunigern ihren Darm endgültig im Arsch haben, dann läuft nichts mehr. Das Denken der Betroffenen, welches sich ohnehin seit Jahren schon um nichts anderes dreht, wird nun auch zur Plage für die Mitwelt.
Der Herr war schon etwas länger in Rente und hatte entsprechend lange Zeit gehabt, sich mit diesem Thema ausgiebig auseinanderzusetzen und seinen Darm auszuleiern. Er sprach den ganzen langen Tag von nichts anderem als seinem Stuhlgang, beziehungsweise seinem Nicht-Stuhlgang. Dieser mußte nun langsam wirklich raus. Die üblichen Mittel wie Natriumpicosulfat oder Bisacodyl waren schon lange vor seiner diesmaligen Hospitalisierung ausgereizt gewesen.
Da half nur noch Gewalt.
Ich war schon kurze Zeit nach meinem Examen berühmt für meine erfolgreichen Einläufe bei schweren Fällen, auch unser Oberarzt holte sich schon mal Rezepte von mir. Ich schnappte meinen Azubi, schnappte mir den Irrigator, schnappte mir einen Nachtstuhl*1, rührte eine gruselige Powermischung zusammen und schritt zur Tat, einen Hebe-Senk-Einlauf zu machen.
Ein Hebe-Senk-Einlauf ist ein Einlauf, bei dem die Flüssigkeit mehrmals herein- und herausgelaufen lassen wird aus dem Dickdarm, was ihn besonders reizt. Auf ging es also, ans Werk!

Kaum angefangen hofften wir, daß draußen niemand vorbeiging, denn die Massivholztür würde das garantiert nicht aushalten. Es klang extrem obszön, wie er stöhnte und immer wieder rief: „Jaaa! Jaaa! Mach ich das gut so?“ - Und als dann auf dem Stuhl das Würstchen hervorlugte: „Jaaa, Jaaa! Schwester! Ich komme!“
Wenn es nicht so traurig gewesen wäre. Aber wir hätten dennoch beinahe gelacht.
Doch dauerte das zweifelhafte Vergnügen noch lange, womit sich das bis mittags hinzog. Neinnein, wir sollten ihm das Essen ruhig bringen.
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, doch das fand sogar ich ein wenig stark. Mittagessen beim Kacken. Weia.
- Anm. 1: Ein Nachtstuhl ist sozusagen ein fahrbares Klo
[ 09 Uhr 59 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
27. Oktober 2011
Krumme Zunge.
Kategorie: Erlebtes
Ich spreche das „S“ nicht richtig aus. Den S-ähnlichen Zischlaut generiere ich nur auf der rechten Kauleiste. Versuche ich mich an einem „richtigen“ S, dann kommt ein grausliches Geräusch heraus. Das war schon immer so. Im Kindergarten hat es niemanden interessiert, nur später, mit wachsender schöpferisch-destruktiver Kraft meiner Altersgenossen (nur der Jungs!) wurde ich gelegentlich damit gepiesackt. Nur- wer mich fertigmachen wollte wurde recht schnell von einer Horde Mädchen verdroschen. So verlief sich das, und irgendwann wurde nur ich noch gelegentlich gutartig gefoppt.
Während die Piesackerei nachließ, versuchten mich meine KlassenkameradInnen zu „therapieren“. „Susi sag mal saure Sahne“ und so. Natürlich erfolglos. Mein S klingt immer noch unverändert anders. Wie das meines besten Freundes auch. Und niemandem fällt es mehr auf, außer mir, wenn ein Mikrophon gnadenlos überzeichnet.
Dennoch kam ich mir bis vor wenigen Jahren doof damit vor und wollte eS weg haben. Doch mangels Krankheitswert hätte die Kasse nichts übernommen, was teuer geworden wäre. Bis ich dann eines Tages eine Patientin hatte, die als Beruf Logopädin angab. Perfekt. Kann man was dran machen? Natürlich, aber wieso? Das ist doch nicht schlimm, eine persönliche Note dazu und im Übrigen völlig normal.
Seitdem habe ich mich nie mehr darum gekümmert. Warum auch? Ist doch normal. Eigentlich hatte ich nie wirklich Nachteile dadurch.
[ 10 Uhr 23 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
21. Oktober 2011
Hundeliebe.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Ich hatte ja letztens schon erwähnt, daß Bruno weniger dumm ist, als ich dachte. Er ist einfach nicht raffiniert, aber ein wenig Grütze hat er durchaus. Und Charme.

Mittlerweile hat er nicht nur heraus, daß ich Ollis Stellvertreter bin als Leitwolf, sondern auch, daß das bedeutet, daß er auch beim Vizewolf zu gehorchen hat. Während ich gelernt habe, wie man Leitwolf ist, sich in den Hund hereindenkt. Bin ich nicht verfügbar, hört er auch auf meine Liebste. Wenn ich da bin nicht mehr. Wenn Olli dann kommt, sind wir beide ziemlich abgemeldet, dann gehorcht er fast nur ihm.
Da er mittlerweile auch uns gehorcht, lassen wir ihn auch abseits befahrener Straßen von der Leine. Hier in der Gegend ist eine kaum befahrene Güterbahnlinie, entlang derer ein Weg zu Wald und ähnlichem führt. Dort hüpft er dann durch die Gegend und kackt ins Gebüsch, entfernt sich aber nie mehr als dreißig, vierzig Meter von uns.
Jedenfalls bei kaninchenfreier Strecke. Und wenn andere Hunde in Sicht sind, benimmt er sich zwar nicht gerade schlecht, aber hören tut er auch nicht mehr. Aber kommt einE RadfahrerIn, dann kann ich ihn rufen, und er kommt (falls kein Kaninchen, wie gesagt). Und setzt sich mir vor die Füße und ist brav. Ließe ich ihn herumlaufen, würde er vertrottelthaftigerweise ins Rad laufen. Aber er gehorcht ja.
Was mich aber so wirklich erstaunt hat: So vertrottelt wie er auch ist, manches, was er mitbekommt ist doch spannender, als ich gedacht hätte.
Ich hole mangels Arbeit meine Liebste vom Bus, wenn sie von der Arbeit kommt. Und Bruno kommt natürlich mit, wenn wir ihn zum Hüten haben. Und er erfaßt die Situation: Wir beide an der Bushaltestelle warten, Frauchen ist nicht da. Er kann offensichtlich auch einen Bus von anderen großen Fahrzeugen unterscheiden, denn nur Busse interessieren ihn dann. Dann guckt er! Und wenn der Bus sich der Parkposition nähert, dann flitzt sein Blick von Tür zu Tür- bis er meine Liebste, lange vor mir und bevor der Bus hält, erspäht und fixiert. Dann weiß ich, wo ich hin muß und spanne die Muskeln an, denn dann will er zu ihr! Er liebt sie abgöttisch. Ich übrigens auch.

Was ich noch nicht heraus habe, ob er auch erkennen kann, welche Linie der Bus hat, an dieser Stelle hält nur die 6.
Was auf mich dann wieder absonderlich wirkt: Sein Umgang mit menschlichen Bedürfnissen.Daß er uns auf den Lokus folgt hatte ich ja beschrieben. Allerdings kuschelt er sich mittlerweile nicht mehr nur an mich heran, sondern steckt meist sein Stähli seine Schnauze durch die Beinöffnung meiner Plinte. Meist durch die linke. Und seit heute scheint er mir beim Ausziehen helfen zu wollen. Oder er will nur die Unterhose klauen, weil er da seinen Fetisch hat. Würde ich ihm zutrauen. Staunbarer Hund.
[ 20 Uhr 57 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Es kann ja nicht immer glattgehen.
Kategorie: Erlebtes , Meine unqualifizierte Meinung , Psycho?!?
Nun schwamm ich auf einer Welle des Erfolgs, nachdem der Mittwoch schon sehr vielversprechend war und ich gestern ein Vorstellungsgespräch hatte. Allerdings bin ich kein sehr ausdauernder und kräftiger Schwimmer, auch im nicht-übertragenen Sinne, weshalb ich irgendwann dann doch wieder etwas Mühe bekomme.

Das Vorstellungsgespräch (bei einer Zeitarbeitsfirma) war prima. Ich danke sämtlichen DaumendrückerInnen! Ich hatte mich schon gewundert, überhaupt eingeladen worden zu sein, weil ich in der Bewerbung nichts wirklich ausgelassen hatte. Und ich ging dorthin und präsentierte mich so, wie ich bin, denn ich will ja ehrlich sein (auch wenn das manchmal zum Nachteil gereichen kann). Und die gute Frau (sehr nett übrigens, wir hatten richtig Spaß!) hätte mich direkt nehmen wollen. Fand meine Ehrlichkeit prima. Am liebsten sofort anfangen, ich werde gebraucht. Irgendwelches Zeugs in Kartons zu packen für nicht so wahnsinnig viel Geld klingt zwar nicht so toll, wäre aber besser als gar nichts.
Nur- da steht ja noch eine Rehamaßnahme aus... Und das könnte eventuell, je nach Zeitpunkt, die Einstellung beeinträchtigen. Betriebswirtschaftlich gesehen ist das nachvollziehbar. Mitten im Weihnachtsgeschäft. Der menschliche Aspekt, naja. Immerhin kommt man mir auch entgegen, denn wenn ich anfangen kann, müßte ich, wie gewünscht, erst Dienstag loslegen, und wenn ich weiß, wann ich hindarf zur Reha, dann würde gegebenenfalls Montag der Vertrag unterzeichnet, und sie käme nach Münster dafür, damit ich nicht wieder nach Rheine muß. Nicht schlecht!
Also Kontaktaufnahme mit der Rehaklinik (Ich hatte schon im Vorstellungsgespräch versucht, da anzurufen. Ging nur niemand ans Telephon, lange lange Zeit). Nun erwischte ich natürlich nur einen Anrufbeantworter, den ich wirr volltextete, weshalb ich noch eine Mail mit etwas mehr Struktur hinterherjagte. Denn das Fax wollte irgendwie nicht.

Heute bekam ich dann erst eine Mail, Mitte Dezember ginge es los, dann einen Anruf, es lägen gar keine Unterlagen der Rentenversicherung für mich vor. Ich solle das dann mit Berlin klären. Kein Problem, ich rief die angegebene Rufnummer an. Drölfzig Mal. Versuchte, Faxen zu machen- ohne Erfolg. Gestern abend hatte ich ein Upgrade von Ubuntu gemacht, und seit Version 11 ist es eine Katastrophe, das Zeug für mich bedien- und benutzbar zu bekommen. Gnarpf. Ich konfigurierte und installierte wie bekloppt, verschickte zwischendrin den ganzen Text nochmal per Mail, bis ich entnervt meiner Liebsten ihrem Computer das Faxen lehrte. Das nervt auch. Ubuntu war mal perfekt für mich. Seufz.
Von dort aus ging das Fax dann auch weg, nur wahrscheinlich erst nach Feierabend, natürlich ist Freitag, und bis die Mail an der richtigen Stelle landen tut...
Und nun?
Hänge ich in der Luft. Bekomme ich den Job? Was wird mit der Reha?
Mal gucken, was das mit mir armen Psycho macht.
Aber was auch immer kommen mag: Was zählt, ist mein kleines Leben mit meiner Liebsten. Was sonst.
[ 15 Uhr 41 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
19. Oktober 2011
Ein guter Start in die Woche!
Kategorie: Erlebtes , Psycho?!?
Jedenfalls, wenn diese am Mittwoch anfangen würde.

Vorhin konnte eine unangenehme Sache bereinigt werden, und alle Beteiligten sind zufrieden damit. Und nun klingelte das Telephon für ein erstes Vorstellungsgespräch. Gleich morgen.
Auch wenn ich den Job nicht bekommen sollte, wäre das für mich erstmal weniger schlimm. Entscheidend ist: Es geschieht etwas.
Ich habe keine Ahnung, wohin mein Weg mich führen mag, aber solange ich ihn nicht alleine gehen muß ist das zweitrangig. Irgendwo werde ich irgendwie ankommen. Vielleicht.
[ 12 Uhr 56 ] - [ 5 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
17. Oktober 2011
Dummer Hund.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Unser Teilzeithund Bruno ist bekanntlich ein wenig dumm. Aber lieb. Und verfressen. Und dumm. Und immer im Weg. Und lieb. Und dumm. Naja, manchmal dumm vielleicht... denn:

Ein paar Sachen hat er schon heraus. Er bekommt mit, wenn wir vorhaben, mit ihm nach draußen zu gehen. Vor allem, wenn entsprechende Sätze fallen. Wenn kurz hintereinander Bruno und raus (auch als Wortbestandteil) fallen, dann beginnt er, sich zu freuen, ummezusäckele und alles mögliche umherzutragen, vorzugsweise Sandalen oder Unterhosen.
Er kapiert immer, wenn einer überhaupt herausgehen will und möchte mit, wobei er immer furchtbar traurig ist, wenn er daheimbleiben muß. Aber erstmal freut er sich- dumm, weil es nicht immer rausgeht, wenn ich den Müll runterbringe. Dumm? Immerhin, wenn es wirklich losgeht, dann freut er sich richtig. Ganz anders. Er merkt den Unterschied also schon irgendwie, ob man sich nur so anzieht oder ob er wirklich ausgeführt wird.
Die Erziehung, die wir ihm noch zusätzlich zu Ollis laissez-faire haben angedeihen lassen, ist vielleicht eher eine Art Konditionierung. Er stürmt nicht mehr grundsätzlich zur Tür heraus- probiert es aber hin und wieder, um uns zu testen. Er fängt auch an, unten auf der großen, schwarzen Fußmatte ohne Kommando „sitz“ zu machen, überhaupt brauchen wir mittlerweile viel weniger Kommandos. Und doch- er ist immer noch Hund genug, um es zu versuchen. Ob er noch gehorchen muß. Wieviel er noch gehorchen muß. Ob er in der Hierarchie aufsteigen kann. Doch dann kommt der LeitUlf und bringt ihn zur Raison. Wenn ich sage, er soll auf seinen Platz gehen (bei uns eine häßliche orangene Decke), dann geht er dort auch hin- egal, wo diese Decke gerade herumliegt. Allerdings- gelegentlich geht er dann woanders hin, sich zu legen. Dann knurrt der LeitUlf ihn böse an, und er geht zu seiner Decke. Und legt sich davor.
Liegt er endlich drauf, ist eine Weile Ruhe.
Eigentlich ist schon Verlaß auf ihn, er weiß, was er nicht darf.
Zumindest, solange man hinguckt.
[ 11 Uhr 04 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
