23.12.2009
Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 6: Tötet den Weihnachtsmann!
Der Weihnachtsmann wird ja allgemein als dick dargestellt. Wohlgenährt. Im krassen Gegensatz zu den armen und hungernden Kindern, denen er christlicherweise auch gar nicht erst was bringt. Oder aber hat er eine Leberzirrhose? Mit ausgeprägtem Wasserbauch? Weil die Imperialisten ihn ja am Nordpol wohnen lassen mit seinen dämlichen Wichteln. Da ist es ja das ganze Jahr über ziemlich unwarm, und er säuft immer Schnaps, weil er so dämlich ist, das Märchen zu glauben, Alkohol wärme ihn.
Diese versoffene Witzfigur also traktiert die Kinder der reichen Welt mit Geschenken und droht ihnen aber auch mit roher Gewalt in Gestalt einer Rute. Doch bleibt diese Drohung leer, denn er darf sie heutzutage nicht mehr einsetzen, körperliche Gewalt gegen Kinder ist zum Glück gesetzlich verboten. Um die seelische kümmert sich keiner. Doch auch die Rute ist im Zuge maximaler Kommerzialisierung des angeblichen Wiegenfestes eines Religionsstifters wegrationalisiert, denn wirklich geschäftsfördernd ist das Instrument ehemaligen kindlichen Schreckens nicht.
Der fette Trunkenbold ist also von einer ehedem erzieherischen Maßnahme und Drohfigur zum brutalstmöglichen Konsummotor geworden. Das Fest der Liebe ist zu einem Fest des Geldes geworden, von Liebe ist da oft nicht viel übriggeblieben. Die Armen, die Hartz-IV-er, die Hungernden, Frierenden, Obdachlosen, Drittweltler und die Einsamen besucht der Weihnachtsmann nicht.
Weihnachten ist ungerecht.
Und der Weihnachtsmann ist das Symbol dieser Ungerechtigkeit.
Tötet ihn!
Schlitzt ihm seinen fetten Kapitalistenwanst auf!
tags: weihnachten weihnachtsmann kapitalismus reich geschenke rute christkind
07:33:00 -
[ Ulf ] -
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18.05.2009
Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 5: Die Psychologie des Zombies
Zombies sind die wohl unverstandendsten Kreaturen der Gesellschaft.
Und sie werden ausgegrenzt. Doch haben sie das überhaupt verdient?
Ein Zombie ist ein Untoter, quasi eine lebende Leiche, die sich anscheinend ausschließlich darüber fortpflanzt, indem er einen "normalen" Menschen beißt, welcherdann üblicherweise alsbald verstirbt, um kurz darauf wieder als Zombie zum Leben zu erwachen. Naja, was eben "Leben" bei einer eigentlich toten Kreatur so heißt. Und hat sofort einen unbändigen Hunger, der nur durch frisches Menschenfleisch gestillt werden kann. Dies führt zu einer massiven Ablehnung insbesondere durch die zu Fressenden, aber auch durch die übrigen Menschen, die entweder flüchten oder aber den armen, hungernden Zombie durch Kopfschuß endgültig töten. Dies kann laut den meisten zur Forschung gesehenen Zombiefilmen nur durch die Zerstörung des Gehirns verstehen, was eigentlich logisch ist, denn der Rest ist ja eh schon tot.
Hier beginnt das Unverständnis, sich zu offenbaren. Menschen fressen alle möglichen Tiere, Zombies fressen eben Menschen. Dies sollte man eigentlich tolerieren. Jeder soll, so Friedrich der Große, nach seiner Façon seelig werden.
Daß Zombies, anders als sich die meisten Menschen vorstellen, keine hirn- und seelenlosen Menschenfresser sind, sondern durchaus Gefühle haben, wird besonders deutlich in Romeros Werk "Day of the Dead", in welchem ein liebevoll von den anderen Überlebenden "Dr. Frankenstein" genannter Wissenschaftler einen Zombie erforscht und verborgene Fähigkeiten in diesem weckt. Er stößt jedoch auf wenig Gegenliebe damit, da er ihn mit frischem Fleisch füttert, ohne dessen Lieferanten vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Als "Dr. Frankenstein" ermordet wird, bricht sein Schützling aus und rächt ihn- nicht indem er die Täter einfach anfällt, sondern dazu eine Pistole (!) gebraucht und anschließend militärisch salutiert.
Auch in dem Film "Land of the Dead", ebenfalls aus der Filmwerkstatt des Zombieexperten George A. Romero, wird an mehreren Stellen ersichtlich, daß Zombies durchaus zu gewissen intelektuellen Leistungen fähig sind, indem sie Lösungsmöglichkeiten entwickeln, um ihr Ziel, die Stadt der Überlebenden, zu erreichen, und außerdem miteinander kommunizieren, wenn auch unartikuliert. Letzteres liegt möglicherweise daran, daß die Stimmbänder zügig verwesen.
Allen Zombies ist außerdem eines gemein: Sie wirken auf mich unheimlich deprimiert. Aber wie soll man auch gut gelaunt sein, wenn man ausgestoßen wird? Hier sollte eine Lösung gefunden werden, zum Beispiel in Psychotherapien (Verhaltenstherapie). Die Zombies müssen lernen, mit ihrer Situation zurechtzukommen und zudem ihr Verhalten etwas an die Gesellschaftlichen Normen anzupassen. Durch dieses Entgegenkommen könnte das Eis gebrochen werden.
In Integrationskursen könnten kulturelle Eigenarten der Gesellschaft erlernt werden, z.B. der Gebrauch von Messer und Gabel bei Verzehr eines Menschen, der diese Kultiviertheit sicherlich sehr begrüßen würde.
tags: zombie psychologie integration
05:20:00 -
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20.02.2008
Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 4: Das Lebensprinzip Dünndarmzotte
von Ulf Hundeiker
Das Lebensprinzip Dünndarmzotte beruht auf der Idee, derzeitige Existenzaxiome zu verwerfen und die wahre Freiheit besitzen zu können, mit dem Darm zu denken.
1.
Der Mensch ist nichts anderes als ein Tier: animal televisionis. Infolgedessen ist sein Leben primär auf Eigen- und Arterhalt ausgerichtet (erhalten im Sinne von "bewahren", nicht "bekommen" ), kurz und primitiv: fressen und ficken.
Zum Punkte Fressen gehört per se auch die Verdauung des Fraßes und die Aufnahme in den Körper. Dies geschieht vorwiegend im Dünndarm (Ileum), welcher, den Horizont durch Zotten erweiternd, das wahre Organ der Aufnahme und Verarbeitung ist für fleischliches.
Der Mensch ist nur durch seinen Darm. Insofern unterscheidet ihn nicht allzuviel vom gewöhnlichen Tier. Der Darm bestimmt sein gesamtes Sein: wie gut er verdaut, wann er ausscheiden muß und welche Krankheiten er durch ihn hat: Verstopfung, Blähungen, Durchfall. Sein Denken ist sein Darm, seine Zotten. Und die Ergebnisse sind entsprechend: Fruchtbar, dünn-eklig oder auch nur heiße Luft. Heiße Luft: häufig das Ergebnis elfenbeintürmener geistiger Masturbationen wie dieser hier.
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07:19:00 -
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19.02.2008
Kritik des nackten Wahnsinns (Kap. 3) in der Politik - oder gibt es eine Kleiderordnung im Bundestag?
von Friederike Hundeiker
Politiker kritisieren viel wenn der Tag lang ist, besonders in Wahlkampfzeiten. Die Frage ist nur, ob sie ihre Kritik auch in der Form des nackten Wahnsinns äußern, bzw. durch nackten Wahnsinn zum Ausdruck bringen oder auch nur bringen könnten. Meiner Meinung nach spricht vieles dagegen.
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07:12:00 -
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18.02.2008
Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 2: Versuch einer (Ver)Klärung der Welt vermittels Marzipanbroten
von Ulf Hundeiker
Herzlicher Dank gebührt Zoltán Böröcz, ohne dessen geduldiges Zuhören dieses Kapitel nicht möglich gewesen wäre.
Stellen wir uns nun vor: Es gibt nichts wirklich. Uns auch nicht. Es gibt nur Marzipanbrote1. Stellen wir uns weiter vor: diese Marzipanbrote haben alle die Eigenschaft "marzipanbrot".
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07:07:00 -
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17.02.2008
Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 1: Grundlagen zum Verständnis
von Ulf Hundeiker
Forderungen bestimmen unser Leben. Unser Leben, unser Da-sein ist eine Forderung, eine Behauptung ein Axiom. Wie wollten wir beweisen, daß wir da sind? Der geneigte Leser (so er denn existiert) mag dagegenhalten, daß wir ja denken, wahrnehmen und fühlen. Selbst schuld ist er.
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13:48:00 -
[ Ulf ] -
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