03.03.2010
Ältere Dame hat kein Geld fürs Theater - bitte spenden!
errinnert ihr euch noch an die zeichentrickserie herr rossi ?
naja vor ein paar wochen habe ich zdf länderspiegel geschaut im tv sie hatten dort einen spannenden bericht über altersarmut und die schwierigkeiten die sich damit für die alten leutchen ergeben
eine dame ist mir dort besonders aufgefallen eine nette ältere frau aus hamburg
ihr sehnlichster wunsch ist es einmal wieder ins theater zu gehen sie ist jedoch nicht in der lage sich eine karte zu leisten weil ihr einkommen dies einfach nicht zulässt
Schreibt Olli.
Er würde ihr dies gerne ermöglichen und sammelt mangels eigenen Reichtums Spenden.
Und zwar klickt Ihr auf diesen auf diesen Button:
(Nicht auf meinen ganz unten)
[ Den Rest lesen ]
10:59:50 -
[ Ulf ] -
[ Noch kein Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
25.02.2010
Brot und Spiele: Big B(r)other.
Als diese komische Sendung "Big Brother" neu war, schaute ich mir das einmal an, denn alle sprachen davon. Damals war ich noch in der Lage, Unterschichtenfernsehen zu empfangen. Ich wunderte mich sehr, wie man regelmäßig freiwillig erträgt, einem Haufen ungebildeter Idioten dabei zuzugucken, wie sie langweiliges dummes Zeug labern. Nach der Sendung hatte ich das Gefühl, mein Intelligenzquotient sei stark gesunken dadurch.
Was mich verblüfft ist, daß dieses Format zum einen nach über zehn Jahren noch nicht kaputt ist und immer noch Leute genug übrig sind, die nicht daran gestorben sind.
Und vor allem: Daß ungeheuer viele Menschen darüber bloggen, die ich ansonsten für intelligent halte. Die sich aber dennoch recht ausgiebig damit zu beschäftigen scheinen. Mir ist meine Zeit zu kostbar, ich knutsche lieber mein geliebtes Krokofantilein als mich dem römischen panem et circenses zu widmen und mich von den wichtigen Dingen des Lebens abzulenken.
Warum sollte ich irgendwelchen Birnenpflückern beim Überwachtwerden zusehen? Big Brother ist ohnehin Alltag.
tags: big brother bother langeweile stasi überwachung intelligenz intelligenzquotient unterschichtenfernsehen brot spiele panem circenses
10:56:20 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 1 ]
<- Guter Artikel? Klick!
21.02.2010
Ich bin ein harter Bube.
Ich begann mich eigentlich erst mit 11 oder 12 für Musik zu interessieren. Schuld daran waren die Beatles. Eigentlich zwar Chuck Berry, denn von ihm stammt das Stück "Rock'n'Roll Music", das mich damals so elektrisierte. Ich blieb erstmal bei den Fab Four, deren tendenzell heftigeren Stücke mich schon immer am meisten reizten. Auch als ich mein Spektrum erweiterte, kamen immer auch härtere Töne hinzu, bis ich dann erst auf die Einstürzenden Neubauten und dann auf Metallica stieß. Nebenher jedoch erweiterte sich meine Platten- und Notensammlung um klassische Gitarrenmusik und da immer mehr Musik der Renaissance. Diese wilde Mischung verstörte viele.
Gegen 1997 war JöTö Zivi auf meiner Station, der zumindest damals ein Brutalmetaller war und mich mit CDs von Emperor, Demilich und Deicide versorgte. Dieses Material höre ich jedoch nicht täglich.
Gelegentlich spielte ich zwar in Bands wie El Johann (Abiband mit punkig verdorbenenen Oldies - Lead Guitar), Entrain (Pop, Bass) und Scheißhausterror (Grindcore, Gitarre). Aber eigentlich spielte ich immer klassische Gitarre. Und gründete irgendwann ein Ensemble für Renaissancemusik, welches etliche Jahre bestand.
Wie paßt das zusammen?
Irgendwie ist das doch alles einfach- MUSIK!
tags: musik metal demilich grindcore pop beatles klassik gitarre metallica renaissance
16:39:48 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
04.02.2010
Zumindest scheint Pocher zu wissen, wie man fickt.
Ich habe Herrn Oliver Pocher ein paar Mal gesehen. Einmal aus Versehen im Fernsehen und einmal absichtlich auf Youtube einen Fernsehmitschnitt, wo er sich mit einem kleinen dicken Typen vor laufender Kamera bis zum Umfallen um die Wette abgeschädelt hat.
Ich bin erstaunt, wie viel Erfolg man ohne jegliches Talent und ohne jeglichen Witz als sogenannter Komiker haben kann. Er ist einfach nur doof. Naja, er ist in die Zeugen Jehovas geboren worden, das erklärt einiges.
Aber immerhin scheint er zu wissen, was er wohin stecken muß, um sich fortzupflanzen. Ich habe tatsächlich schon erwachsene Menschen kennenlernen dürfen, die nicht einmal das wußten und sich dann ziemlich gewundert haben, wie Kindermachen geht. Heraus kommt das Baby ja dann quasi von selbst, und dann bekommt es je nach Bildungsstand der Eltern einen mehr oder minder erträglichen Namen, mit dem es fortan zurechtkommen muß. Wenn die Eltern Meyer-Pocher-Wölden dann ihre nach ostdeutschem Bildungsprekariat oder irgendwelchem Viehzeug klingende Nayla Alessandra zu sich rufen, dürften sich wohl etliche gassigehende Hündinnen mit angesprochen fühlen.
Das arme Kind.
tags: oliver pocher sandy meyer wölden nayla alessandra doof comedy ficken
09:03:52 -
[ Ulf ] -
[ 8 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
23.01.2010
Tanz der Teufel! Teil II: Abgetanzt.
Das Hotel Splendid hatte eine Bar- die wir sogar vor einem halben Jahr schon einmal besucht hatten! Dort gab es einen singenden Unterhalter namens Valentine mit einem Klavier und einer elektronischen Musikergänzungskiste. Wir saßen an einem sehr internationalen Tisch: Ein eingewanderter Österreicher mit seiner eingewanderten persischen Freundin, eine ausgewanderte echte Schweizerin und ein deutscher Deutscher und hatten eine Menge Spaß, vor allem, weil wir beobachten konnten, wie drei ziemlich aufgebrezelte "Damen" sich von einem offensichtlich wohlhabenden alten Knacker aushalten ließen. Die beiden jungen Mädels sagten nichts, während die ältere, die ganz offensichtlich nicht verwandt mit ihnen war, mit dem Greis parlierte. Die Zusammenstellung sah ziemlich nach Professionalität aus. Ich hoffe nur, der arme Alte hat nicht auf einem der Mädels einen Herzinfarkt bekommen.
Irgendwann trauten wir uns dann was: Weder mein geliebtes Krokofantilein noch ich konnten bisher tanzen. Sie ging zur Bar mit einem Zettel mit unserem Musikwunsch: My Way von Frank Sinatra und ließ es mit einem Glas Orang-Utan-Saft Valentine servieren. Ich weiß, eigentlich nimmt man dafür Bier, aber wenn Valentine trockener Alkoholiker ist? Nicht gut.
Und trauten uns sogar tatsächlich zu tanzen. Vielleicht nicht sehr gut, doch es hat Spaß gemacht. Spät in der Nacht gingen wir an der Telephonanlage vorbei über die abgewetzte Treppe ins Bett.
tags: hotel splendid zürich schweiz bar alleinunterhalter tanzen
21:41:17 -
[ Ulf ] -
[ Noch kein Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
13.01.2010
Böse Buben und Muttersöhnchen.
Ich amüsiere mich ja gerne über böse Buben. Zum Beispiel Sido, der mit seinem "Arschficksong" eine ähnliche Zielgruppe bedient wie einst die Ärzte mit ihrer Platte "Ab 18" und vor allem dem Lied "Geschwisterliebe". Vorpubertäre Texte über irgendwelche mit einem Tabu belegten Sexpraktiken, die am liebsten von vorpubertären Jungs gehört werden.
Als ich mal wieder in der Klapse war (Anfang 2007) wollte ein zwanzigjähriger Mitpatient unbedingt auf MTV Sidos neuesten Schrott Hit nicht verpassen... Ich frug ihn, ob das nicht Musik sei, mit der kleine Jungs ihre Muttis erschrecken. Diese Frage verstand er jedoch nicht richtig.
Bushido ist auch so einer. Eine Praktikantin, deren Freund bei einer Konzertorganiserungsfirma schaffte, berichtete, daß dieser ziemlich doof sei und vor allem sein Image pflege, unter anderem indem er über die Groupies die gesamte Besatzung des Tourbusses rutschen ließe. Angeblich jedenfalls. Wers glauben mag...
Seine Fans lieben ihn anscheinend dafür, weil das so schön unanständig ist. Dabei wohnt der Bösewicht sogar noch bei Mutti!
Wieviel Grips die Fans im Schädel haben, sieht man bei Pepino.
Mal schaun, wann die ersten Deppen die Kommentare hier zumüllen
tags: musik rap hip-hop sido paul würdig bushido gangsta porno muttersöhnchen geschwisterliebe arschficksong Anis Mohamed Youssef Ferchichi
10:37:36 -
[ Ulf ] -
[ 12 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
23.12.2009
Scheißmucke! Ohrenkrebs!
Ich habe dieses Scheißstück schon immer gehaßt: Bobby McFerrin (wer auch immer das für ein Heini das ist, der solch bekloppte Lieder verbricht) sein Scheißterwerk:
Duuuuu Du du du du du Du du du du du
Don't wörri, bi häppi
Aaaaaaaaaaaaaaaaaargh! So ein Bockmist! Erzähl dat mal nem Depressiven! Sei nich frustig, sei fröhlich! Büärks. Und dieses völlig behämmerte Gedudel dazu! Widerlich!
Als dieser Schrott aktuell war, versuchte ausgerechnet mein Klassen-Erzfeind (na, wer denn sonst) mir diesen Fröhlichkeitsterrorismus auch noch schackhaft zu machen: "Der hat das alles GANZ alleine gemacht! Alle Stimmen selbst eingespielt!" - als wenn das irgendetwas daran besser machen würde.
Es lebe der Ohrenkrebs!

tags: bobby mcferrin kultur musik fröhlichkeitsterrorismus erbrechen worry happy
21:53:51 -
[ Ulf ] -
[ 3 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
14.12.2009
Verungeglompfen.
Verunglimpfen ist ein schönes Wort, stellten wir gerade fest. Nur- kann man auch verglimpfen ohne un? Oder nur glimpfen?
Deutsche Sprache, schwere Sprache.
[ Den Rest lesen ]
00:42:07 -
[ Ulf ] -
[ 2 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
16.11.2009
2012: Davon geht die Welt nicht unter....
Seit diesem Wochenende füllt Roland Emmerich wieder die Kinosäle mit Vernichtung. Was ein häßlicher Mann aus Braunau am Inn mit seinen Kumpels vor siebzig Jahren in der Realität nicht vollenden konnte, tut er immer wieder und wieder auf der Leinwand: Er läßt die Welt untergehen. Alle Jahre wieder. Die Ursachen sind verschieden. Diesmal ist es der Maya-Kalender, der 2012 zu Ende geht, weshalb die Welt dann auch das Gleiche tut. Seltsam nur, daß andere Kalender jedes Jahr am 31.12. zu Ende gehen und die Welt trotzdem noch steht. Naja, das Kalenderende ist für mich, seit ich meine Termine elektronisch verwalte, auch kein Untergang mehr.
Was diese teutonische Zerstörungswut verursacht, die der Stuttgarter Emmerich mit schwäbischer Gründlichkeit in Szene setzt, will ich lieber nicht wissen. Mein Vater sagt immer, wer nicht durch Positives auffallen kann, fällt eben dadurch auf, daß er etwas kaputtmacht.
Ich werde 2012 nicht sehen. Ich brauche mein Gehirn noch.
tags: film filmkritik roland emmerich 2012 weltuntergang maya
21:14:00 -
[ Ulf ] -
[ 4 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
05.11.2009
Die elende Legende von Beowulf.
Vor etlichen Monaten, in einem Anfall von Wahnsinn, überkam mich die Idee, mal zu gucken, was denn nun Hollywood aus dem Stoff der altangelsächsischen Beowulf-Legende gemacht hat.Immerhin haben sich dafür Leute hergegeben wie Anthony Hopkins und John Malkovich. Aber auch diese konnten nicht verhindern, das selbst meine unkühnsten Erwartungen unterboten wurden.
Das ganze war sehr düster. Aber nicht das war deprimierend, sondern daß der gesamte Film nach Spielkonsole aussah (X-Box oder sowas, ich kenne mich da nicht so aus). Dem wäre die Grafik angemessen gewesen, nicht aber einem Film, in den ich eintauchen will. Auch Angelina Jolie oder wie die Tante da heißt, die ständig irgendwoher Kinder kriegt, wird durch Animation nicht erotischer.
Die Story wird ziemlich verflacht und damit eventuell an das anspruchslose Brot-und-Filme-Publikum angepaßt, welches vielleicht doch im Stande ist, sich mit derartiger Sagenklitterung zu unterhalten.
Am besten am Film hat mir jedoch gefallen, daß er irgendwann zu Ende war.
tags: film filmkritik beowulf legende sage
10:35:54 -
[ Ulf ] -
[ 3 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
27.07.2009
Filmkritik: The Eye
The Eye (=Das Auge) ist ein als Horrorfilm verkauftes typisch amerikanisches Machwerk von etwa eineinhalb Stunden Spielzeit, deren erste halbe Stunde schon derart langweilig vor sich hinplätschert, daß einem die Lust am Sehen vergeht. Dabei will der Film wohl eher anders die Lust am sehen verderben, nämlich weggruseln, was jedoch trotz diverser Schockeffekte statt subtileren Grusels nicht so recht geschieht.
Zu Beginn erhängt sich eine junge Frau, dabei erscheint eine Fratze. Dann passiert erstmal nicht viel, außer daß sich eine blinde Geigerin (gespielt von Jessica Alba, einer makellosen und daher langweiligen Schönheit) sich auf eine Hornhauttransplantation vorbereitet. Also die Hornhaut am Auge jetzt, nicht die an den Füßen, für letztere wäre ich ein erstklassiger Spender. Alsbald hat sie Visionen, die sie schockieren. Mich aber nicht, ich wußte, daß sowas kommen würde, vergleichbare Geschichten habe ich schon in Kindergruselbüchern gelesen. Allem Anschein nach sind es die Geister von Toten oder so. Nicht wirklich neu, die Idee. Aber ermüdend zu sehen. Natürlich hängt dies bestimmt mit der Transplantation zusammen, und die Spenderleiche oder Hinterbliebene werden gesucht. Eventuell könnte sie verflucht sein. Jedenfalls erwarte ich hier nur noch typischen McGrusel. Daher mache ich mich eher nicht die Mühe, den Kram zuende zu erleiden.
Ansonsten: Fortsetzung folgt, wenn ich mich mal wirklich langweilen will.
tags: horror horrorfilm jessica alba the-eye
05:41:00 -
[ Ulf ] -
[ Noch kein Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
20.07.2009
Hänschens kleiner Ödipus
Hänschen klein ging allein
in die weite Welt hinein.
Stock und Hut, steht ihm gut,
ist gar wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
da besinnt sich das Kind,
läuft nach Haus geschwind.
Die Mutter läßt ihren Sohn nicht von Rockes Zipfel. Unselbständig soll er bleiben, und als braves Mamakind folgt er ihrem eigensüchtigen Geflenne. Anstatt daß sie ihn, wie es nun einmal so sein sollte, zu einem selbständigen Manne heranreifen läßt, ödipussiert sie ihn nach kräften. Vermutlich wird er auch als erwachsener Mann noch immer in der Besucherritze an Mamas Busen schlafen. Daß derart schwer verdaulicher und deprimierender Stoff als Kinderlied eingesetzt wird, ist nahezu unglaublich. Die Kinder können damit, solange sie nicht die Sagen der Griechen und die Schriften Siegmund Freuds verinnerlicht haben, doch nichts rechtes beginnen und sind hoffnungslos überfordert!
Lieder, die den Ödipuskomplex betrachten halte ich nicht wirklich für kindgerecht.
tags: hänschen klein oedipus ödipus
04:47:00 -
[ Ulf ] -
[ 7 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
09.07.2009
Buddelt ihn doch einfach ein!
Wenn ein Mensch stirbt, ist das üblicherweise traurig für die Angehörigen. Bei Mr Jackson plärrt nun aber die ganze Welt, als habe sie ihren Vater verloren, während seine minderjährige Tochter vor die Kamera gezerrt und gezwungen wird, vor aller Welt zu trauern anstatt im Familienkreis, den das eher etwas angegeht.
Sie kann nichts dafür, daß ihr Alter ein durchgeknallter Paradiesvogel war.
Außerdem nervt dieses Getue um die Leiche eines Musikers. Tot ist tot. Ab in die Kiste und Deckel drauf.
tags: michael jackson jacko
07:10:00 -
[ Ulf ] -
[ 11 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
06.07.2009
Ein Zombie hing am Glockenseil (uncut)
Hinter diesem vielversprechenden Titel verbirgt sich ein Film, der sogar beinahe gruselig beginnt. Ein Pater erhängt sich in einer mehr oder minder verfluchten Stadt am Arsch der Welt (also Amerikas). Dann geschehen seltsame, unheimliche Dinge und Todesfälle, die zum Teil angenehm drastisch sind. Zum Beispiel bewirkt dieser nunmehr ziemlich verfluchte Pater, daß eine junge Dame, die eigentlich nur mal eben mit ihrem Freund im Auto poppen wollte, von ihrem Gedärm recht überzeugend verlassen wird, was ihrer Gesundheit natürlich wenig förderlich ist. Gelegentlich kommen auch Gehirne zum Einsatz. Nebenher hat in einer Séance eine junge Maid eine Vision von eben dem Friedhof samt Pater und einigen Zombies, an dem die Dinge begannen. Außerdem wird sie im Schockzustand für tot gehalten und beinahe begraben. Dies spricht nicht gerade dafür, daß der den Tod feststellende Arzt sorgfältig gearbeitet hat. Sie gurkt anschließend mit einem etwas ungepflegten Journalisten durch die Pampa, um diesen Ort namens Dunwich, der natürlich nirgendwo verzeichnet ist (Google Earth gabs damals ja noch nicht), aufzufinden und dort vor Allerseelen, das natürlch ziemlich bald ist, das Übel zu bekämpfen, weil da zun sich sonst die Tore zur Hölle öffnen und so. Hilfe bekommen sie von einem Priester aus der Nähe dieses Kaffs, der praktischerweise auch weiß, daß Dunwich auf den Ruinen der Hexenstadt Salem erbaut ist. Ich finde, das erklärt einiges. Ich weiß nur nicht, was.
Etwas getrübt wird der Einduck von den Zombies durch ihren Zustand: Die Untoten, die alle erstmal nicht länger als zwei Tage tot bzw. untot sind, befinden sich zumeist in einem für dieses Alter ungewöhnlichen Gammelfleischzustand. Naja, die Amis sind eben immer etwas schneller. Was Leichenwürmer sein sollen, ist mir auch nicht ganz klar. Jedenfalls werden die beiden mittlerweile vereinigten Stoßtrupps von Zombiebekämpfern, der oben erwähnte und ein einheimischer, zur Begrüßung aus unbekannter Quelle mit solchen bombardiert. Sie erinnern mich am ehesten an Mehlwürmer. Aber die Szene ist schon mal ganz nett.
Hinzu kommt noch ein Junge, der nach dem Verlust seiner gesamten Familie durch die Zombies (die derart grausig vertümmelt sind, daß sie nicht im Film gezeigt werden, vernutlich, weil das Budget nicht für noch mehr Schlachtabfälle gereicht hat) sich schon nach wenigen Stunden recht untraumatisiert zeigt. Er trägt aber nicht wesentlich zur Handlung bei, so daß ich finde, er hätte auch den Zombies zum Opfer fallen können.
Danach wird es ein wenig sehr unrealistisch. Naja, wirklich realistisch kann ein Zombiefilm ja nicht sein. Jedenfalls artet der Film zum Ende hin aus in eine Mischung aus McDonalds-Grusel wie bei Stephen King und Geheimgangromantik á la „Fünf Freunde“.
Jedenfalls suchen die vier Erretter der Welt in spe das Grab des erhängten Priesters. Dieses befindet sich natürlich in einer Familiengruft. Deckel runter und hinein ins Jagdvergnügen. Dafür, daß der Typ da erst vor wenigen Tagen hineinverfrachtet wurde, sind dort eindrucksvoll viele Spinnweben. Das Fach des Gesuchten ist schnell gefunden und wird geöffnet mit einer Brechstange, die praktischerweise in der Gruft herumliegt. Angesichts der Bedeutung dieses Instruments für die restliche Handlung würde ich empfehlen, jede Gruft mit geeignetem Werkzeug auszustatten. Natürlich liegt der Priester nicht drin, denn die Rückwand, die in ein blytoneskes Geheimgangsystem (vermutlich Salem! *grusel *) führt. Dort hängen von seltsamen Kräften vor dem Auseinanderfallen bewahrte (die Spinnweben allein würden die Knochen nicht zusammenhalten) Skelette an der Decke. Unterwegs in die Katakomben wird noch eine mittlerweile verzombiete Kameradin vermittels der Brechstange endgültig abgemurkst. Immer mehr Zombies, die im Gegensatz zu den Neuzombies vergleichsweise frisch aussehen, folgen den Rettern der Welt in spe, bis sie natürlich auf den eher draculistisch anmutenden Priester treffen. Dieser, obgleich älter als die in Dunwich wirkenden Zombies, wirkt vergleichsweise frisch. Er versucht wieder seine Gedärm-aus-dem-Mund-Masche an der weiblichen Retterin der Welt in spe, kommt damit jedoch nicht sehr weit, weil der Oberzombiebekämpfer ihm eine wiedermals praktischerweise herumliegende Zaunlatte (oder sowas) ins Gekröse rammt. Dabei entsteht ein ziemlich großes Loch ohne interessanten Inhalt, wobei der offenbar selbstentzündliche Priester nach Art der Vampire zu brennen beginnt. Die übrigen Zombies brennen aus Solidarität zu ihrem Führer gleich mit, wobei sie seltsam hölzern wirken. Problem gelöst, Ende doof.
Prädikat: stellenweise unterhaltsam.
tags: zombie zombiefilm glockenseil film kritik filmkritik
06:04:00 -
[ Ulf ] -
[ 1 Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
26.06.2009
Michael Jackson ist tot.
Und es ist mir scheißegal.
[ Den Rest lesen ]
03:56:36 -
[ Ulf ] -
[ 7 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
Blogroll
- ad absurdum
- ahoi polloi --- ein füllhorn voller fühlhörner
- Alex Kempe - Das harte Leben eines gestressten Familienvaters
- Als wir Olme aßen
- Angry Sascha is angry.
- Atomlabor Wuppertal
- Bananajoe
- Bestatterweblog
- Björns Brutzelbude
- Blog:Read
- BlogZicke
- Bobby Fletcher - Support The Underground
- Closing Time at 6 a.m.
- der sac
- Die Kunst zu leben - oder der Versuch ein wunderbarer Mensch zu sein !
- Die Welt der medizinischen Blogs
- DRAGANA POWER
- Drgeldgier
- Düstere Grenze Blog
- EsoBlog- ein kritisches Weblog rund um Esoterik
- Finns Blog
- GoodCare.de (DBfK Nordwest)
- Grimminalbullizei
- Herr Pfleger
- Hombertho
- INTensivling
- Jens Stratmann
- Kackblog
- Knastgeschichten
- Krangewarefahrer - Geschichten aus dem Rettungsdienst - Alltag
- Kranke Schwester
- Krankenhaus(b)engel
- Leben. Universum. Rest
- Linux und Ich
- Logorrhoe - web-rettung.de
- Lonesome Walker
- Magdeblog
- Maobes Phantastische Welten
- me, myself and I...
- Medizynicus
- Monsterdoc
- Mordsblog (Claudia und Dirch)
- my life (Dennis)
- Nachrichten aus Absurdistan
- nachtschwester
- Nadine Kempe
- Oldblog
- ollis blog
- Pepilog
- Pflegeblogger
- Pharmama's Blog - zu lesen einmal täglich
- Podknast: Wie es wirklich ist
- Psychomuell.de
- rescue blog
- Shambala
- Sheng Fui - Viel älter und wirkungsvoller als Feng Shui
- Special Agent Gibbs
- Swami Durchananda
- Togoblog aus Bremerhaven
- Twitter Krokofantilein (krokofantilein)
- Twitter Ulf (ulf_der_freak)
- Zick-Zack-Zecke







































