02. Januar 2012
Am besten die Gesundheitsversorgung ganz abschaffen, aber die Kassen lassen!
Kategorie: Satire
Das Gesundheitswesen ist zu teuer, befindet Krankenkassenbonze Christoph Straub und fordert noch weniger Krankenkäuser und noch weniger stationäre Behandlung.
„Wir leisten uns Strukturen, die größer und teurer sind als in anderen Ländern.“

Tja. Genau. Deshalb muß sich die Verwaltung ja auch mit einem jämmerlichen Viertel der Einnahmen begnügen, was eindeutig zu wenig ist. Die Angestellten auch in der Verwaltung der Krankenkassen wollen bezahlt werden, und die Chefs hätten sicherlich gerne seinen Mercedes S500 und nicht einen popeligen kleineren, wenn sie schon so bescheiden sein s/w/ollen, auf den Maybach zu verzichten.
Durch konsequenten Abbau der gesamten Gesundheitsversorgung bei gleichzeitiger Anhebung der Beiträge bestünde jedoch erhebliches Potential, den Versorgungsapparat weiter auszubauen.
Also: Baut ab, baut auf!
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[ 12 Uhr 10 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
18. Dezember 2011
Im Land der Eisernen Lady.
Die „Eiserne Lady“ herrschte einst über das Land der Teetrinker und Regenschirmbesitzer. So war damals, von 1979 bis 1990, Metall im britischen Parlament. Gerade zur besten Sendezeit der Eisernen Jungfrauen witzigerweise.
Seltsam also, daß man einem Politiker die Tragung eines Fan-T-Shirts von Iron Maiden im Parlament untersagt. Denn zumindest sind Jungfrauen doch unbefleckt, und da Margaret Thatcher sich mit Erfolg fortgepflanzt hat, wird sie dabei zumindest ihre Unschuld verloren gehabt haben und sich erbsündig befleckt ins Parlament wählen lassen.
Da müßte doch zumindest ein T-Shirt harmlos sein?
[ 16 Uhr 22 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
26. Oktober 2011
Nach Rudolf Steiner sind reinrassig arische halbe Neger grau.
Kategorie: Satire , Meine unqualifizierte Meinung
Dass Rudolf Steiner samt seiner zusammenhalluzinierten Anthroposophie nicht wenige Anhänger hat, ist zwar tragisch, aber angesichts ähnlich absurder irrationaler Überzeugungssysteme wie Religionen nicht weiter verwunderlich. Und genau wie bei diesen werden nicht zu moderner Ethik passende Äußerungen entweder relativiert, umgedeutet oder schlicht ignoriert.

„Neulich bin ich in Basel in eine Buchhandlung gekommen, da fand ich das neueste Programm dessen, was gedruckt wird: ein Negerroman, wie überhaupt jetzt Neger allmählich in die Zivilisation von Europa hereinkommen! Es werden überall Negertänze aufgeführt, Negertänze gehüpft. Aber wir haben ja sogar schon diesen Negerroman. Er ist urlangweilig, greulich langweilig, aber die Leute verschlingen ihn. Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können - wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt zu werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistiges Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden.“*1 (Quelle)
Mulatten sind also grau. Ich habe zwar schon viele graue Menschen gesehen, aber diese waren meistens mehr oder weniger tot oder zumindest gerade ohnmächtig. Mag sein, dass die graue Farbe seiner hellsichtig „geschauten“ Ergüsse der damals verbreiteteren Schwarz-Weiß-Fotografie geschuldet ist, so dass Rudolf Steiner zwar hell sah, aber nicht bunt. Jedenfalls bekommt man das Bild nicht aus dem Kopf von durch das Lesen von „Onkel Toms Hütte“ vorzeitig ergraut geborenen Mischlingen trotz reinrassig arischer Eltern.
In dieser besten Tradition durften sogar schon bekennende Rechtsextreme wie in der Schweiz Bernhard Schaub an Waldorfschulen (hätte Waldorf sich doch auf Salat beschränkt!) unterrichten.
Also, liebe werdende arische Muttis, keine Negerromane lesen, keine Negermusik hören, sondern lieber Euren Namen tanzen, sonst bekommt Ihr schreckliche graue halbe Negerbabies mit Mulattenhaaren!
- Anm. 1: Rudolf Steiner: „Über Gesundheit und Krankheit“, Gesamtausgabe Bd. Nr. 348, Rudolf Steiner Verlag, Dornach / Schweiz, 1976, Seite 185. Onlineversion - unteres Drittel
[ 18 Uhr 21 ] - [ 8 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
23. Oktober 2011
Gottlosigkeitslästerung muß bestraft werden!
Kategorie: Satire
Vielleicht sollte ich mal Anzeige erstatten.

Denn nach dem §166 StGB*1 (auch als Gotteslästerungsparagraph bekannt) sehe ich Atheismus als Weltanschauung und als solche ebenso wie die Religionen von diesem Paragraphen geschützt. Pseudo-geschützt, denn niemand schützt den Atheisten wirklich! Die Gesamtheit der Atheisten wird wieder und wieder aufs übelste beschimpft und beleidigt, daß der Paragraph doch eigentlich greifen sollte! Wer sich dazu bekennt, nicht zu glauben*2, der bekommt vor allem im sozialen Bereich schnell Probleme. Vor allem mit dem Arbeitgeber, aber auch Beziehungsgeflechte sind oft Glaubenssache.
Und ich fühle mich beschimpft und belästigt, wenn Horden von Missionaren behaupten, meine Ansichten seien FALSCH! Ohne das Gegenteil beweisen zu können! Und sie verfolgen Dich, denn die meisten Religionen, die hierzulande relevant sind, haben einen ausgesprochenen Zwang, Atheisten mit ihren Sprüchen*3 und als verdammungswürdig zu beleidigen.
Gleiches Recht für alle!
Nicht nur Gotteslästerung ist zu bestrafen, Herr Stoiber, sondern auch die Lästerung der Gottlosigkeit! :-P
- Anm. 1: § 166: Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen: Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften [§ 11 Abs. 3] den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
- Anm. 2: ist ja kein Verschulden, wenn keine Religion zu überzeugen vermag! Sondern deren Problem. Und kein Wunder bei dem Geschwafel!
- Anm. 3: Bei diesem Text des Papstes ist sehr „interessant“ vor allem Absatz 21. „Die Haltung der Kirche zum Atheismus“ mit Absonderungen wie „Du hast uns auf dich hin gemacht, o Herr“ - soll heißen, uns auf Dich drauf gekackt? WÄÄÄÄK!
[ 17 Uhr 23 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
06. Oktober 2011
Wie man engagiertere Politiker bekommen könnte als Guttenberg und Koch-Mehrin:
Kategorie: Satire
Die vergangenen Monate haben wieder einmal gezeigt, wie wenig engagiert unsere PolitikierInnen sind. Nicht einmal beim Abschreiben geben sie sich richtig Mühe. So kommt es denn auch heraus. Und viele sitzen nicht einmal dumm herum, sondern gar nicht.

Die Kelten in Irland hatten zwar keine Demokratie, sondern Könige. Ziemlich viele Könige in ziemlich vielen kleinen Königreichlein. Der jeweils in Gebrauch seiende Herrscher wurde gut gepflegt, doch irgendwann wars denn auch mal gut gewesen. Ein neuer kam dran, doch mußte erst der Vorgänger vom Thron. Statt einer teuren Rente für das güldene Riechorgan wurde er anscheinend ziemlich genüßlich ins Jenseits gequält, ehe sein Leichnam im Moor versinken durfte*1.
Würden wir diese Sitte ebenso einführen*2, dann würden sicherlich nur noch Menschen zu diesem Job antreten, denen des Volkes Wohl derart am Herzen liegt, daß sie diese Qualen gerne auf sich nehmen werden. Denn dann wäre Eigennutz und Machtgier kein Motiv mehr, denn ist die Zeit abgelaufen, dann kommt unweigerlich der Tod, nachdem erst so schöne Sachen passieren wie das Abschneiden der Brustwarzen, traditionell keltisch natürlich. Also mit ohne Betäubung.
Das Amt mit dem Leben bezahlen zu müssen würde gewiß die meisten zwielichtigen Figuren abhalten, Entscheidungsträgerzu werden.
Das ist doch mal eine prima Idee!
- Anm. 1: Für den Link sei Dank gesagt Big Al!
- Anm. 2: mit dem Moor müßten wir uns dann aber etwas einfallen lassen, die sind ja fast alle trockengetorft
[ 21 Uhr 46 ] - [ 9 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Kampfhunde in Gremmendorf.
Kategorie: Satire
Ich weiß nicht, ob sie auf der Liste der angeblich gefährlichen Hunderassen stehen, aber sie gehören da drauf! Wenn schon nicht als Rasse (welche auch immer das sein mag), dann doch als Einzeltäter. Zumindest die beiden hellbraunen.

Wenn ich das gottlob eingezäunte Grundstück erreiche, schießen drei Hunde wie Neutrinos aus dem Nichts hervor, das Gesicht von einer offensichtlich unbeschreiblichen Wut verzerrt zu einer Fratze, die einen bei entsprechender Veranlagung an Zerberus, den Höllenhund, denken läßt. Haßerfüllt verfolgen sie mit gebleckten völlig verängstigte PassantInnen, die betend die Hände falten, daß der zwei Meter hohe Zaun auch wirklich ausreichend hoch ist. Doch ich erwarte voll Schrecken den Tag, an dem die Killerhunde den Maschendrahtzaun einfach durchbeißen.
Sie könnten harmlos sein, wenn nicht ihre Aggressivität das Raubtier hervorblitzen ließe. Dabei sind zweie von Ihnen (so aussehend wie auf dem Bild) zusammen nur so groß wie ein durchschnittlicher Laib Brot, nur daß der niemals jemandem die Kehle durchbeißen würde, was ich diesen mutierten Nuttenfiffis durchaus zutrauen würde. Wen sie könnten, würden sie bei passender Gelegenheit gewiß den Piranhas gleich den Unglücklichen in kürzester Zeit ratzekahl auffressen!

Dabei ist der größere der Hunde, ein schwarzer Cocker, eigentlich eher friedlicher Natur. Denn liegt er, ohne die beiden Rädelsführer, alleine am Zaune rum, gibt er sich eher desinteressiert.
Es wird der Gruppenzwang sein, den diese Köter-Gang auf ihn ausübt. Daß er Dinge tut, die seiner wahren Natur widersprechen. Er wird von den beiden Broten gemobbt, ich wette! Sie zwingen ihn, mitzumachen. Sonst fressen sie ihm das Futter weg. Oder so.
Ich habe keine andere Wahl. Ich muß an ihnen vorbei, denn sonst gibt es keinen weg nach irgendwohin. Ich fühle mich bedroht. Denn der Tag wird kommen, an dem der Zaun bricht und damit Tod und Verderben erst Gremmendorf, dann Münster und die ganze Welt heimsuchen!
[ 08 Uhr 19 ] - [ 7 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
03. Oktober 2011
Kaiser Ulf I. von Deutschland reloaded.
Kategorie: Satire
Geliebtes Volk jedweder Art und Farbe und Abstammung,
Angesichts der immer kritischer werdenden Lage der Nation sehe ich mich genötigt, mich wieder als Kaiser ins Gespräch zu bringen. Die fehlende Reaktion der Frau Merkel samt ihrem überflüssigen oligarchen Gefolge im vergangenen Jahr war zu erwarten gewesen. Dieses Gelumpe in Bundes- und Landtagen wäre (verständlicher- und unmoralischerweise) niemals bereit, selbst die billigsten (und immer noch zu gut) bezahlten Sessel und Bureaus zu räumen, auf großzügigste Renten, Übergangs- und Wasweißichfürgelder zu verzichten wie auch auf die vielen schönen Beziehungen zu Wirtschaft und Kirche, bei denen zusätzlich prima abgestaubt werden kann. Man sieht die ganze Welt (zumindest in der richtigen Bank), zumindest bekommt man ein dickes Auto samt Chauviffeur zur Verfügung gestellt. Und man darf tun und lassen und beleidigen, was man will, ohne dafür bestraft zu werden.
Können muß man, wie der Fall der unsäglichen Koch-Mehrin zeigt, ziemlich gar nichts dafür.
Das muß anders werden. Und ich baue auf Euch, liebe Mitmenschen! Denn ich will Euer Kaiser sein! Der Staat und damit ich selbst wird wieder für den Bürger da sein, nicht umgekehrt. Ihr sollt kein Stimmvieh mehr sein, welches lediglich wählen kann, wer in den nächsten Jahren die höchsten Bezüge und die attraktivsten Posten bekommt. Ihr sollt Euere Steuern bezahlen nicht für die Fütterung der Reichen und Mächtigen, egal wer die Milliarden verballert hat und wie derzeit Griechenland deswegen aus der Scheiße statt zur Verantwortung gezogen wird.
Ihr sollt arbeiten dürfen, ohne ausgebeutet und versklavt zu werden. Die Zeit soll nicht mehr Eure Feindin sondern Freundin sein! Nicht nur Arbeit, vor allem Leben muß sich wieder lohnen!
Ich werde abschaffen:
* Angst
* Haß
* Feindschaft
* Extremismus
* Unterdrückung
* Geld
Und sorgen für:
* Eine richtige und verständliche Verfassung
* Verständlichere Texte in vereinfachten Gesetzen, die für alle Menschen gleichermaßen gelten und angewendet werden
* die Schwachen und Bedürftigen
* Bildung, die diese Bezeichnung verdient und Kreativität und Wissen statt Blödsinn vermittelt
* strengste Trennung von Staat und Kirche, Abschaffung sämtlicher kirchlicher Privilegien
* Speiseeis als Grundnahrungsmittel
* Gleichheit aller Menschen (außer mir natürlich)
* Staatliche Förderung der Kasperletheater
* Selbstverwaltung, soweit es vernünftig machbar ist
Ihr seid das Volk!
Ich bin Euer Kaiser!
Ich werde Euch beschützen!
[ 19 Uhr 52 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
01. Oktober 2011
Sehr geehrte Frau Koch-Mehrin,
Kategorie: Satire
da ich wegen mangelnder Eignung zu irgendetwas sozusagen ein Kollege von Ihnen bin und ohnehin gerade auf Jobsuche bewerbe ich mich bei Ihnen als Assistent. Sollten Sie doch keinen brauchen, weil Sie ausnahmsweise doch mal etwas tun sollten für Ihre tausenden von Euro*1 im Monat, dann lassen Sie mich doch an Ihrem Erfolgsmodell teilhaben, ohne Leistung reich zu werden, indem man für etwas bezahlt wird, das man gar nicht macht.
Wenn Sie seit 2009 Geld bekommen für einen nachweislich unengagiert nachgekommenen Auftrag im Europaparlament, dann wäre das doch der perfekte Job für Asoziale ohne Arbeitsmoral.
Sollte eine Doktorarbeit zusammenzuguttenbergen erforderlich sein, werde ich dies gerne versuchen. Denn Arbeit ist Scheiße!
Mit freundlichen Grüßen
Ulf, der Freak
- Anm. 1: Tausende Euro: Die bekommt als Abgeordnete brutto etwa 8.000 Euro. Dazu eine Kostenpauschale von ca. 4.300 Euro. Für eine Leistungsträgerin (als F.D.P.-OhneGlied) sicherlich voll angemessen für die viele Leistung. Quelle: Telepolis
[ 10 Uhr 14 ] - [ 5 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
21. September 2011
Wir brauchen auch spaghettimonsterliche Schulen!
Kategorie: Satire , Meine unqualifizierte Meinung
Ich war auf einem staatlichen Gymnasium in Münster, vom Herzug 1985 bis zum Abitur 1991. Staatlich, nicht kirchlich, doch was hing in jedem Raum? Ein Kruzifix! Warum auch immer. Doch damals stellte niemand das in Frage. Warum hängt der Staat, der Religionsfreiheit im Grundgesetz verankert hat, nur das Symbol einer einzigen Religion an einer nichtreligiösen Schule auf? Keinen Davidsstern, kein sonstwas.
Die Kirchen unterhalten etliche staatlich anerkannte und teilfinanzierte Schulen, darunter sind sogar welche, die den Kreationismus lehren. Der sollte nun wirklich ausreichend widerlegt sein. Dennoch kassieren diese Schulen, die den SchülerInnen ein abhängiges Weltbild eintrichtern, sie teilweise zum Besuch des Schulgottestdienstes unter Androhung des Rauswurfs verpflichten, staatliche Gelder.

Wenn christliche Schulen und staatliche Schulen mit christlichen Symbolen möglich sind, dann fordere ich dazu auf,
1.: Schulen der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters zu gründen
2.: An staatlichen Schulen neben das Kruzifix pastafarische Symbole zu pappen
3.: Natürlich diese Schulen vom Staat Deutschland gleich wie die nichtstaatlichen und kirchlichen Schulen zu 50% finanzieren zu lassen.
Das wäre nur gerecht.
[ 17 Uhr 58 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
19. September 2011
Mein neues Geschäftsmodell: Event-Henker.
Kategorie: Satire
Wir saßen zusammen auf der Terasse, die sich wegen des Bestatterweblogs Treffenden samt Bestatter Tom selbst. Des Bestatters Geschäft ist der Tod, ich brauche Arbeit und kenne mich aus mit dem menschlichen Körper, so wäre es doch am besten, mich umzuschulen zum Henker. Quasi als Zulieferer für ihn und seine KollegInnen. „Rent-a-Henk“, meinte Tom.

Eigentlich ist diese Idee ausgezeichnet. Heute wird ja alles geliefert. Pizza, Pasta, Chinesen, Escort und Pflegedienste. Warum nicht ein Henker? Zwar haben wir in Deutschland (noch?) keine Todesstrafe mehr, aber vielleicht läßt sich das ändern, sonst hätte ich einen ruhigen Job. Außer wenn ich das selbständig als Gewerbe aufziehe. Dann werde ich nach Leistung bezahlt, und dann? Gut wäre ein Gesetz, wonach sich Kapitalverbrecher freiwillig für den Tod entscheiden können, wenn sie nicht dazu verurteilt werden, und nach welchem man sich auch ohne Verbrechen freiwillig hinrichten lassen kann. Sonst würde ich wohl verhungern. Und das wäre nicht so gut.
Damit sich die Hinrichtung auch lohnt, muß sie für den Betreffenden bezahlbar sein, sonst gibt es nicht genug davon. Daher werde ich das so machen wie früher, als ein öffentliches Happeningn auf dem Schaffott. Das Publikum muß natürlich auch zahlen, damit werden die Kosten so verteilt, daß es für alle bezahlbar wird und für mich lukrativ. Bandenwerbung muß sein, und RTL ist live dabei - und zahlt und wirbt auch noch für mich. Tom meint, man sollte das im Anschluß nach der Sendung „Raus aus den Schulden“ ausstrahlen, die es tatsächlich gebe. Wer nicht zahlt, wird gerädert oder gehäutet oder so.

Überhaupt, die Methode- man sollte so etwas analog zur Krankenkasse einführen, die Hinrichtungsversicherung. Je nachdem, was man zahlen kann, kann man sich mehr wünschen. Eine „Kassenhinrichtung“ bekommt nicht unbedingt das, was sie gerne hätte, sondern das, was am besten ins Programm des Tages paßt. Und wer ganz spezielle Wünsche hat wie Schwertenthauptung oder so, der muß halt drauflegen.
Da je nach Methode die Aktion selbst nicht immer lange dauert (Köpfen, Erhängen) ist ein unterhaltsames Rahmenprogramm wichtig, und die berühnte letzte Zigarette, für die ich bestimmt eine Sondergenehmigung erwirken kann.
Ein Schmankerl für hinzurichtende Priester (wegen gewisser Neigungen) wäre sicherlich die Kreuzigung, die als ebenso langwieriges wie spektakuläres Event eventuell über Tage hinweg für alle Beteiligten recht unterhaltsam wäre.
So würde ich denn sogar berühmt. Und würde auch auf Wrestling-Veranstaltungen auftreten (und umgekehrt natürlich auch), ein Fernsehstar mit eigener Sendung: „Raus aus dem Leben!“ und mit Bestattungshäusern kooperieren, die den Hinterbliebenen entsprechend günstige Angebote machen. Vielleicht steigen ja auch noch Bringdienste ein, die letzte Mahlzeit liefern. Erst kommt die Pizza, dann der Henker.
Nur will ich keine Maske tragen. Ein Star zeigt Gesicht. Und außerdem wäre mir das zu stickig.
Merchandisingartikel spülen auch gutes Geld in die Kassen, wie damals bei Star wars.
Leute, ich habe die Marktlücke. Ich werde reich! Alles eine Frage der Vermarktung.
[ 10 Uhr 31 ] - [ 5 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
17. September 2011
Der Fleischdrucker.
Kategorie: Satire , Vernetzt , Psycho?!?
*1Gestern haben wir den Grundstein gelegt, sozusagen den Grund gesteinigt, für Bahnbrüche in Medizin, Reisebranche und Computertechnik. Wir saßen zu mehreren bei Konni im „Roten Ochs“ und hatten gerade vorzüglich bereitete fränkische Kost verzehrt. So sprach einer das Lob aus, er könnte dieses Steak, so wie es gebraten und gebeilagt sei, jeden Tag essen, allein er wohne zu weit weg. Die abräumende Frau des Wirtes meinte, sie könne ihm das ja per Mail zuschicken.
Er: „Leider ist mein Fleischdrucker gerade nicht in Ordnung!“ - der Anlaß! Ich fragte mich, ob man es nach dem Drucken noch erwärmen müsse oder mit so etwas auch die Temperatur des Steaks mit übertragen und ausdrucken könne.
Nein, wir hatten weder Alkohol getrunken noch seltsame Kräuter geraucht, aber wir machten uns unsere Gedanken dazu. Der ursprüngliche Steakverzehrer ist vom binären Gewerbe. Derer hatten wir noch mehr am Tisch, und wir entwickelten eine Art ftp (Fleisch-Transfer-Protokoll), welches wir allerdings wegen der Gefahr, es mit dem File Transfer Protocol zu verwechseln (die Folgen wären nicht kalkulierbar!) in htp:// umbenannten. Human Transfer Protocol.
Ein Problem wäre zunächst die unglaubliche Datenmenge, die zwingend Kompression der Daten erfordert. Zum Beispiel wäre eigentlich das Erbgut einer einzigen Zelle ausreichend, da es in jeder gleich sein sollte. Ich bin ein Sicherheitsspieler und für eine gewisse Redundanz, da Gensätze auch Fehler enthalten können, die man mit ein paar Extra-DNS wieder ausgleichen könnte (funktioniert in der Natur auch so). Also nehmen wir drei bis vier Sätze Erbgut, die machen den Helmut Kohl der Daten auch nicht mehr fett.
Die nicht aktiv Beteiligten guckten verwirrt.
*2Einer von unserem bunten Haufen, seines Zeichens Biologe, kam gerade passend dazu und sah sich prompt und verstört von mir mit der Frage konfrontiert, wie so etwas von Biologensicht zu machen sei.
Als er begriffen hatte und sich etwas erholt wandte er ein, daß zwar das mit der DNS nicht ganz verkehrt sei, aber fast. Denn der Bauplan der Zellen wird nicht nur von Basenpaaren gesteuert, sondern auch noch von anderen Dingsbumsen, zum Beispiel Methylierungen, die da so Ein- und Ausschalter sind für Bereiche der DNA, ähnlich wie Jumper oder so, nur mehr, je nachdem, was die Zelle für eine werden oder sein soll. Augen sind quasi anders gejumpert als Ohrenschmalzproduktionszellen. Und das wäre dann der letztlich größere Datensatz.
Die „Abteilung Softwareentwicklung“ meinte, da Kompression ja durch das Zusammenfassung gleicher Teile der Datensätze geschehe, könnte man beispielsweise Finger und Zehen zusammenrechnen.
Die „Abteilung Protokollgestaltung und Sicherheit“ erwähnte besorgt zu erwartende Datenverluste, die zwar durch die in Netzwerken übliche erneute Anforderung des verlorenen Paketes behoben werden könnte, bei dem erwarteten Datenvolumen jedoch das Netz zum Ächzen brächte.
Paritätsbits und so? WTF? „Abteilung Softwareentwicklung“ wollte gleich mehr Daten als eigentlich vorhanden duch die Kabel jagen. Dann aber, so „Abteilung Nutzerfreundlichkeit, Praxisorientierung und Hirnfürze“, also ich, könnten schon bei minimalen Softwarefehlern beim Rendern in der Fleisch-Engine, seltsame Sachen geschehen, zum Beispiel zusätzliche Gesichtsbestandteile auf dem Rücken oder so oder sonstwo.
Die nicht aktiv Beteiligten wurden allmählich ein wenig unruhig.
Wenn man den Menschen erstmal auf dem Server hat, kann man ihn ja eigentlich beliebig oft herunterladen. Gar nicht so unpraktisch. Dann ginge das ja auch mit einzelnen Organen, womit dann der Spender gar nicht erst sterben müßte, sondern nur gescannt, und dann eine beliebige Menge Nieren, Lebern und so zur Verfügung stellen könnte. Ähnlich wie bei einem Softwareupdate fehlerhafter Programmkot ersetzt wird. Durch den Abgleich von vielen, sagen wir mal, Nieren würde man auch eine Fehlerbereinigte Universalniere errechnen können, oder?
Dann könnte man doch gleich die einzelnen Module zum Herunterladen bereitstellen und nur noch das Nötigste scannen.
Wobei sich dann die Menschen ähnlicher würden, immer ähnlicher. Und das, was man so als Geist bezeichnet? Erfahrungen und so? Die Verknüpungen im Gehirn wären ein ziemlicher Datenklotz. Doch stellten wir fest, daß die meisten Menschen eigentlich mit der Medulla oblongata schon ausreichend bedient wären. Also könnte man zumindest am Frontalhirn einiges einsparen und an Information entsprechend auch. Auffallen würde das bei den wenigsten Menschen. Womit wir wieder bei der Datenkompression wären.
Die nicht aktiv Beteiligten griffen nach dem Telephon, 110, 112, PsychKG? Lieber nicht. Genies hat man schon immer gerne für wahnsinnig erklärt.
[ 11 Uhr 32 ] - [ 9 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
31. August 2011
Randgruppenbashing: Emo-tionales.
Kategorie: Satire , Meine unqualifizierte Meinung , Kultur
Ich finde ja, Emos *1 bieten sich prima an, über sie zu lachen und so. Alleine schon deswegen, weil die immer herumheulen. Dann haben sie wenigstens einen anständigen Grund zum plärren und können sich auch sinnloserweise ritzen, das machen die nämlich alle gerne. Das muß man, um ein Emo zu sein, sonst gehört man nicht dazu. Leider wird dann die tiefschwarz gefärbte Gesichtsgardine naß, die das halbe Gesicht verdeckt.
Ein Emo bietet sich auch deshalb an, weil man selbst keinen kennt. Nicht mal jemanden, der einen kennt, der einen Emo kennt, kennt man*2 . Gibt keine Konflikte.
Cool ist echt etwas anderes. Allein diese Haare! Ich meine, wirklich vernünftig aussehen tut ohnehin nur $_EIGENE_FRISUR. Ohnehin ist jede Szene außer $_EIGENE_SZENE irgendwie albern, nicht war? Ich zum Beispiel bin cool. Nicht so weinerlich wie diese Waschlappen. Und außerdem verletzen wir Metaller lieber andere als uns selbst, weil, wir sind voll die brutalen Schläger. Das kommt von der Musik, die ist schon so brutal. Und die Texte erst! Und die Rückwärtsbotschaften! Nicht wahr, und so in Metallerkluft mit tiefschwarzer Sonnenbrille nachts unterwegs zu sein, das ist doch viel cooler als sich zu jammeriger Musik an den Armen herumzuschnippeln.
Oder?
- Anm. 1: ich meine aber nicht Emus! Also die Vögel, obwohl die auch lächerlich sind
- Anm. 2: Allerdings outete sich eine chronisch gut gelaunte Mitarbeiterin in der Sterilisationsabteilung, in der neulich hospitierte, als Emos. Lachte über die "WaanaBes", die sich mit Ritzen eher lächerlich machen in der eigentlichen Szene. Weil die nicht wüßten, daß man keine Borderlinestörung braucht um Emo zu sein und noch nicht mal begreifen würden, daß sie diese gar nicht hätten und Selbstverletzendes Verhalten weder cool ist noch in Wirklichkeit eine Art, sich auszudrücken... Übrigens war sie kupferrothaarig gefärbt.
[ 12 Uhr 58 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
26. August 2011
Fleischmusik.
Kategorie: Satire , KuliNarrisch , Kultur
Ein sehr ernstzunehmender Aufsatz über Zusammenhänge.
Heavy Metal und die meisten seiner Varianten sind Fleischmusik. Die musikalische Wildnis schreit geradezu nach grilliertem Steak. Natürlich nur richtig gebrutzelt, also noch halb roh, denn sonst merkt man ja nicht die Wildheit des Fleisches. Roh, ungeschliffen muß beides für den wahren Metalhead sein, das abgeschnittene Stück Tier und die Musik.
Denn das Steak ist rot vom Myoglobin. Myoglobin enthält Eisen. Eisen ist Metall. Und Metal ist Fleischmusik.
[ 12 Uhr 13 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
25. August 2011
Deu.
Kategorie: Satire , Vernetzt , Kultur
Angesichts der immer wieder aufflackernden Diskussionen um die Geschlechtlichkeit der Begriffe "Weblog" beziehungsweise "Blog" sehe ich mich genötigt, eine möglicherweise schlichtende Lösung anzubieten.
Die Bezeichnungen stammen aus dem Englischen, welches für Dinge nur einen Artikel kennt: "The". Alle Sachen sind somit sachlich, äh, sächlich und werden auch durch "it" für "es".
Demnach wäre, so finde ich persönlich, die Bezeichnung "Das Blog" die richtige. Ein Blick in den Duden hingegen stellt klar, daß man auch "Der Blog" sagen könne und dieses ebenso richtig sei. Wobei ich den Auskünfte des Dudens nicht mehr traue, seit dieser die deutsche Rechtschreibung abgeschafft hat.
Also gut. Damit hätten wir schon die beiden Möglichkeiten, um die schon seit Jahren gestritten wird. Jetzt werfe ich noch eine dritte in die Runde: Warum nicht "Die Blog"? Wenn schon einem englisch sächlichen Begriff Geschlechter zugewiesen können und schon immer wurden, warum nicht Blog weiblich machen? Immerhin sind Tagebücher eher Mädchensache
Nun denn, ich habe eine Lösung, die alle zufriedenstellen könnte: "Deu Blog". Wobei "Deu" weder männlich noch weiblich noch sächlich wäre. Die Gender-Debatte könnte dadurch vielleicht auch angeregt werden, aber dies nur am Rande.
Nimm "Deu", wenn Du nicht weiterweißt,
Nimm "Deu", wenn der Standard Dich anscheißt,
Nimm "Deu", Du wirst flexibler werden,
Nimm "Deu", bereichere die Erde(N)*1
- Anm. 1: das N wegen des Reimes
[ 13 Uhr 32 ] - [ 7 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
24. August 2011
Who the fuck put the UN in Unwetterwarnung?
Kategorie: Satire
Neenee, keine Angst, dies wird kein Wettermotzpost. Ich mecker ja nicht so über das Wetter, ich nehme es, wie es kommt. Was bleibt mir übrig? Was bringt's mir, mich zu grämen? Davon werden weder Wetter noch Stimmung fröhlicher.
Mich irritiert "Unwetter", also, nur das Wort jetzt, nicht das Geschehen als in der Regel Stürme mit Regen, Hagel, Schnee und so. Natürlich braucht ein Wetter, welches mit diversen, bestimmten Gefahren einhergeht, eine knappe Bezeichnung. Aber warum Unwetter?
Üblicherweise bedeutet die Vorsilbe "Un-", daß das Wort genau das Gegenteil von dem ist, was nach dem "Un-" kommt. Zum Beispiel ist ein Unhold alles andere als jemand holdes (wobei, da fällt mir ja auf, den Hold als Subjekt gibt es gar nicht! Aber das wäre ein anderes Kapitel), eine Untiefe ist eine flache und nicht tiefe Stelle im Wasser und unfair ist brav das Gegenteil zu fair ohne "Un-".
Aber das Unwetter ist eben nicht das Gegenteil von Wetter! Denn ein Unwetter ist einfach nur besonders schlechtes Wetter (falls es überhaupt schlechtes Wetter gibt). Was wäre denn das Gegenteil von Wetter? Am ehesten gar kein Wetter, wie zum Beispiel auf dem Mond, der mangels Atmosphäre kein Wetter haben kann. Aber nein, der unlogische Mensch brutzelte sich da wieder einen unlogischen Sonderweg und verwirrt mich. Eine Wetterwarnung würde doch dasselbe aussagen!
Zum Haare raufen, dieses Ungegenteil!
[ 11 Uhr 57 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
