| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 |
02.09.2010
Weißt Du was? Ich bleib jetzt einfach hier.
Eigentlich war alles ganz spontan. Eigentlich war alles total durchgeknallt. Eigentlich hätte das alles gar nicht so funktionieren können dürfen.
Meine Liebste wohnte noch in Winterthur/CH, als sie bei mir Urlaub machen wollend am 30. August um 21:04 Uhr im Hauptbahnhof zu Münster eintraf.
Kennengelernt hatten wir uns im Depressions-Selbsthilfeforum depri.ch. Schnell faßten wir Vertrauen zueinander und freundeten uns sozusagen an. Ich hatte Photos von mir eingestellt, und ich wollte nun auch mal sehen, wie mein Lieblings-Forenmitglied aussieht.
"Ich habe kein Bild von mir und meine Digitalkamera ist kaputt, außerdem hasse ich, photographiert zu werden. Aber in diesem und jenem Thread ist ein Bild von mir, da kannst Du gucken!", schrieb sie.
Ich erwiderte, daß ich nicht wirklich das Bedürfnis und die Geduld hätte, mich durch mehrere hundert Seiten von Beiträgen durchzuarbeiten. Ich müsse dann wohl bei ihr vorbeifahren.
Ein paar Tage später: Warum eigentlich nicht? Ich hatte noch einige Tage Urlaub. Ich hatte noch genug Geld. Ich hatte noch Lust, ein paar Tage zu verreisen. Ich machte Nägel mit Köpfen und kündigte mich für den 1. Mai an. Im Schlafwagen reiste ich nach Winterthur zu jemandem, den ich nur aus einem Forum kannte und den ich noch nie gesehen hatte.
In der dritten Nacht lag ihr Kopf in meinem Arm. Ich dachte mir noch nicht viel dabei.
Beim Abschied flossen Tränen. Ich dachte mir noch nicht viel dabei.
Bei Skype und im Forum bekam ich von ihr viele Bussi-Smilies. Ich dachte mir noch nicht viel dabei.
Bis ihr am 13. Juni endlich der Geduldsfaden riß und sie mir die Pistole auf die Brust setzte.
Ich brauchte Bedenkzeit. 24 Stunden. Das konnte doch nichts werden. Fernbeziehung. Kenne sie kaum. Kenne sie ausgerechnet aus dem Internet. Beide psychisch krank. Völlig verschiedene Hintergründe.
Ich sagte zu. Und fuhr seitdem ständig in die Schweiz zu meiner Liebsten. Bis sie dann mal Urlaub bekam. und an jenem 30. August 2009 um 21:05 eintraf.
Nach dem Frühstück am 2. September sagte sie:
"weißt Du was? Ich bleib jetzt einfach hier."
Und so geschah es.
tags: liebe, verliebt, ehe, winterthur, schweiz, münster, westfalen, deutschland, einwanderung, auswanderung, spontan, depression, adhs, selbsthilfe, forum, selbsthilfeforum, internet,
05:07:51 -
[ Ulf ] -
[ 3 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
17.08.2010
A. und der Schmerz des Erwachsenwerdens.
A. hatte einen seltsamen Namen und saß in der Klasse neben mir. Wir "gingen" nicht miteinander, wir waren nicht verliebt oder sonst etwas, aber wir hingen, wie man das heute so nennt, viel miteinander ab. In unserem Dunstkreis waren noch ein paar Mädels und sehr wenige Jungs, die meisten anderen waren eher Rabauken. Es war die Zeit, da wir Playmobil, Lego und Puppen in der Schublade und die unschuldigen Spiele der Kindheit sein ließen und statt dessen miteinander Tee tranken und diskutierten furchtbar erwachsen über alles mögliche und unmögliche, vor allem Politik, wie wir sie verstanden (nämlich gar nicht) und Tierschutz.
Wir gründeten eine Art Frauenbefreiungsbewegung mit dem Slogan Wlunu GfJuM, was da hieß: Wir lassen uns nicht unterdrücken - Gleichberechtigung für Jungen und Mädchen und auf unserer Handfläche stand. Wie die Unterdrückung aussah und wie die Gleichberechtigung aussehen sollte, das wußten wir selbst nicht so genau. Aber wir kämpften dafür!
Wir brachten eine Art Klassenzeitung heraus, deren Chefredakteur ich gemäß dem Peter-Prinzip war.
Wir zelteten auf einem Grundstück hinter unserer Schule - heute ist zwischen dieser und Allendorf alles bebaut, und die Stelle finde ich nicht mehr. Dort versuchten wir auch, aus einem wassergefüllten Erdloch etwas zu machen, was wir für ein Feuchtbiotop hielten. Immerhin gediehen wenigstens Mückenlarven darin.
Wie gerne würde ich A. mit dem ungewöhnlichen Vornamen noch einmal treffen, mit ihr über alte Zeiten plaudern und mich mit ihr über das, was wir erwachsen fanden totlachen, weil das damals doch naiv und unschuldig und unbeschwert war im Vergleich zu dem, was später kam, als wir wirklich erwachsen zu werden begannen.
Doch das geht nicht. Vor einigen Jahren erfuhr ich leider, daß sie eine Psychose ausgebrütet und sich das Leben genommen hatte.
tags: schule, spielzeug, spiele, tee, heranwachsen, pubertät, adoleszenz, psychose, suizid,
16:20:50 -
[ Ulf ] -
[ Noch kein Kommentar ] [ Trackbacks: 1 ]
<- Guter Artikel? Klick!
08.08.2010
Dadaistischer Esoterik-Jazz.
Ich war noch jung (ja, sogar ich war das einmal!) und gerade in der Oberstufe. Den Kopf hatte ich, wie in diesem Alter üblich, voller Flausen, und ich war ungeheuer kreativ. Glaubte ich jedenfalls damals und plante mit zwei Mädels zwei Jahrgänge unter mir mal wieder ein noch vor dem Start scheiterndes Projekt: Eine Jazz-Combo.
Kreativ, wie wir waren, erfanden wir auch gleich eine neue Stilrichtung. Be Bop und Free Jazz und so gabs ja schon. Also erfanden wir, da ich damals total auf Dada stand, den dadaistischen Esoterik-Jazz. Allerdings war das Problem das gleiche wie bei meinem ersten Projekt Penisneid: Wie soll so etwas nur klingen? Zumal sich auch niemand von uns wirklich jemals mit Esoterik beschäftigt hatte. Und ich war zwar recht gut dabei mit Klassischer Gitarre, aber Jazz hörte ich zwar gerne, hatte ihn aber nie zu spielen gelernt, und wirklich musikalisch war ich auch nicht.
So wurde auch daraus mal wieder nichts. Vielleicht war das auch besser für die Welt.
tags: dada, esoterik, jazz, combo, band, projekt, musik, bebop,
20:07:56 -
[ Ulf ] -
[ Noch kein Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
18.06.2010
18. Juni 1985
Dreizehn Jahre war ich alt, als ich mit meinen Eltern von Gießen nach Münster übersiedelte. Heute vor 25 Jahren. Meiner Ankunft hier wird auch gebührend gedacht:
tags: gießen, giessen, münster, westfalen, umzug, gedenken, glocken, läuten, geläut, paulusdom,
00:08:00 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
10.06.2010
Die Kunst, Lehrer zu ärgern: Konzertierte Aktion.
Ich war DAMALS, als ich noch jung UND schön war (heute bin ich nur noch UND), nicht unbedingt ein Lausbub (schon damals eher depressiv), hatte aber gelegentlich die Neigung, mir unliebsame Pauker zu piesacken. Ich ließ mich für den Lateinunterricht im Schrank einsperren, bewaffnet mit einem Furzkissen. Ich verbarrikadierte (vor Latein natürlich) mit Hilfe meiner Kameraden die Klassentür. Ich manipulierte den Kreidekasten an der Tafel (vor Latein natürlich), daß er herunterfiel. Ich schrieb unverschämte Klausuren.
Der größtangelegte Streich jedoch wurde nicht von mir ausgeheckt. Drei nahegelegene Schulen, drei etwa hundert SchülerInnen starke Jahrgangsstufen. Schlaungymnasium (meins), Ratsgymnasium, Schillergymnasium standen kurz vorm Abitur. Und machten einen Zirkeltausch: Schlaun zum Rats, Rats zum Schiller, Schiller zum Schlaun. Die Rezeption bei den LehrerInnen war gemischt. Ich hatte eine Einheit Italienisch, nachdem die erste Verstörung gewichen war. Der Chemielehrer hingegen versuchte zu flüchten, ließ sich aber mit etwas Überzeugungsarbeit dazu bewegen, einige bunte Substanzen in die Luft zu jagen.
Insgesamt dominierten bei den Lehrerkollegien Entsetzen und Belustigung.
Ich habe die Schule gehaßt.
Doch manchmal war sie auch recht lustig.
tags: schule, streich, schülerstreich, abi, abitur, abistreich, abiturstreich, lehrer, pauker, penne, jahrgangsstufe, lausbub,
19:25:59 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
06.04.2010
Der "gute Onkel" mit dem grünen Hut.
Damals, in den Siebzigern, konnte man noch auf der Straße spielen in unserem mittelhessischen Provinzstädchen. Erst recht in unserem noch ruhigeren Vorort. Wir mußten nicht immer und überall hin begleitet werden. Wir waren im nahegelegenen Wald zu Hause.
Ich war etwa vier, fünf Jahre alt und auf dem Weg zu meiner Babysitterin Susanne, die einmal um die Ecke und dann ein paar Minuten die Straße rauf wohnte. Selbstverständlich allein, so selbständig war ich schon, hier war schließlich schon ein Taschendiebstahl genug für eine Schlagzeile.
Ich war gerade um die Ecke gebogen, als mich der böse Wolf ein Mann ansprach. Das einzige, was ich noch erinnere, war der dunkelgrüner Hut, den er trug, und daß er mir sein Kasperletheater zeigen wollte.
Richtig durchschaut habe ich das zwar nicht, aber erstens war ich zuverlässig und hielt mich an Abmachungen. Zudem mochte ich Susanne und ging sehr gern zu ihr. Und ein echtes Bedürfnis nach Schimpfe hatte ich auch nicht.
Zum Glück.
tags: kinderschänder, entführung, onkel, hut, missbrauch, vergewaltigung, triebtäter, pädophil,
08:47:25 -
[ Ulf ] -
[ 1 Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
27.03.2010
Junior. Erinnerungen werden wach.
Mittlerweile bin ich ja Stammgast in der Apotheke. Bevor ich behandelt wurde wegen meiner Depression. Als ich Kind war, gab der Herr Apotheker mir immer ein kleines Heftchen mit, welches Junior hieß und besser war als das Ding für Erwachsene, die Apotheken-Umschau. Ich habe immer gern die Junior gelesen, auch wenn ich selten in die Apotheke kam. Manchmal brachten mir andere eines mit. Da war sogar mal ein Artikel über den Film ALIEN drin, der heute einer meiner Lieblingsfilme ist. Damals, etwa mit neune, fand ich ihn interessant.
Später verschwand das aus meinem Gedächnis.
Gestern war ich, wie jeden Monat, Pillen kaufen. Erschreckend, wenn ich feststellen muß, daß ich zweihundert Tabletten und Kapseln pro Monat aufesse. Da lag es auf dem Tresen. Und ich durfte sogar eines mitnehmen, trotzdem ich erwachsen bin. Vielleicht wegen der kindlichen Freude in meinen Augen.

tags: junior, junior-heft, apotheke, apothekenumschau, zeitschrift, kind, kindheitserinnerung, kindheit, nostalgie,
08:04:44 -
[ Ulf ] -
[ 8 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
23.03.2010
Und auch ich fiel herein auf den persönlichen Finanzoptimierer.
Das Telephon klingelte, und es meldete sich ein Detlef P., daß er meine Finanzen optimieren wolle. Wie immer damals, vor vielen vielen Jahren (etwa 1996), reagierte ich allergisch auf unerbetene Telephonkontakte. Halt, sagte er. Er habe meine Nummer von C., einer Mitauszubildenden von mir. Diese rief ich an, sie war zufrieden mit ihm, und so ließ ich das Pferd in die Feste von Troja. Mir und meiner damaligen Partnerin verhieß er eine rosige Zukunft, wenn wir dieses und jenes abschließen würden, und wir ließen uns blenden von dem Salbadern des Agenten des Allgemeinen Wirtschaftsdienstes AWD. Natürlich könne man für die Anlagen nicht garantieren, aber sie seien sehr sicher. Und zehn weitere Telephonnummern hätte er gerne von uns zwecks Akquise. Schneeballsystem... Ich durchschaute ihn zwar damals noch nicht, aber Nummern bekam er dennoch keine von uns.
Und immer wieder hatte er neue, ziemlich sichere (zumindest für ihn und seine Provision) Geschäfte für uns.
Die sicheren Anlagen gingen ALLE langsam, aber sicher den Bach runter. Fazit: Mehrere Tausend Euro Verlust. Und als meine nunmehr Ex ihn bat, ihr beim Auseinanderdifferenzieren der Anlagen wegen der Trennung zu helfen, da erwies er sich jedoch als nicht mehr so nützlich.
Manchmal versucht er mich noch, auf dem Mobilen zu erwischen. Ich gehe nicht ran. Manchmal ist was auf der Mailbox. Er faselt dann etwas von interessanten Angeboten.
Zum Löschen drücken Sie die Zwei.
tags: awd, allgemeiner, wirtschaftsdienst, finanzdienstleister, schneeballsystem, finanzoptimierer, betrug,
09:20:35 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 1 ]
<- Guter Artikel? Klick!
18.03.2010
Ich war auch schon Buchbinder Wanninger.
Im Mai 2003 fuhr ich zum Marathon nach Wien. Und wenn ich schon dahin fuhr, wollte ich auch in die Oper. Ich wählte die Entführung aus dem Serail von Mozart und wollte das Online-Bestellformular für die Bestellung nutzen. Aber welche Kategorie ich wählte und wie ich auch herumklickte, irgendwie gab es niemals eine Erfolgsmeldung. Doch wurde auch eine Nummer für telephonische Bestellungen angezeigt und ich biß wegen der damals noch nicht wirklich günstigen Auslandstarife die Zähne zusammen und wählte.
Theaterbetriebe Wien, Soundso, Grüß Gott, was kann ich für Sie tun?
Ich hätte gerne zwei Karten für die Entführung aus dem Serail am soundsovielten Mai.
Ja, warten Sie, da muß ich sie verbinden...
**krrrkskrrrscht*
Theaterbetriebe Wien, Soundso, Grüß Gott, was kann ich für Sie tun?
Ich hätte gerne zwei Karten für die Entführung aus dem Serail am soundsovielten Mai.
Ja, warten Sie, da muß ich sie mit der Kassa verbinden...
**krrrkskrrrscht*
Staatsoper Wien, Soundso, Grüß Gott, was kann ich für Sie tun?
Ich hätte gerne zwei Karten für die Entführung aus dem Serail am soundsovielten Mai.
Ja, warten Sie, hier ist die Staatsoper, das läuft aber in der Volksoper, da muß ich sie verbinden...
**krrrkskrrrscht*
Volksoper Wien, Soundso, Grüß Gott, was kann ich für Sie tun?
Ich hätte gerne zwei Karten für die Entführung aus dem Serail am soundsovielten Mai.
Ja, warten Sie, da muß ich sie verbinden...
**krrrkskrrrscht*
Theaterbetriebe Wien, Soundso, Grüß Gott, was kann ich für Sie tun?
Ich hätte gerne zwei Karten für die Entführung aus dem Serail am soundsovielten Mai.
Ja, das geht, da müßten Sie uns ein Fax schicken...
In Wirklichkeit wurde ich übrigens noch viel öfter hin und her verbunden. Zwanzig Minuten, um herauszufinden, daß man trotz anderslautender Angaben auf der Homepage NICHT per Mail oder Telephon bestellen kann, sondern nur per Fax.
Irgendwie kam ich mir vor wie der Buchbinder Wanninger des unsterblichen Karl Valentin...
tags: wien, staatsoper, karl, valentin, buchbinder, wanninger, telefon, verbinden,
11:22:20 -
[ Ulf ] -
[ 1 Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
16.03.2010
Geliebtes Gewürm!
Als ich etwa dreizehn war, organisierte ich mir meine ersten eigenen Haustiere. Ich tat sie liebevoll in ein altes, kleines Aquarium mit Erde.
Regenwürmer.

Damit war ich in der Klasse ein Unikat. Ich hatte das abgefahrenste Haustier von allen, und alle starrten wie gebannt auf den erdgefüllten Glaskasten. Natürlich sah man sie niemals. Sie gruben sich ja durch die Erde. Aber sie waren da drin. Das zählte.
Später, als ich ihrer überdrüssig geworden war, verwendete ich sie, um den neuangelegten Komposthaufen im Garten in Gang zu bringen. Den enterdeten Behälter bewohnten irgendwann meine Stabschrecken, welche wiederum in meiner Ausbildungsklasse DIE Sensation waren.
Einmal war die Abdeckung meines Terrariums verrutscht. Mein ganzes Zimmerchen krabbelte. Ich hatte viel zu tun, um sie alle wieder einzusammeln. Kommt mir jetzt bloß nicht wieder damit, ich hätte den Staubsauger nehmen sollen!
Nach etlichen Jahren krepierten sie alle an irgendetwas. Gespritzt waren die Blätter jedenfalls nicht. Vielleicht wars die Heuschreckengrippe H2O2. Jedenfalls waren sie irgendwann alle tot. Danach hatte ich keine Tierchen mehr. Nicht einmal Läuse.
Vielleicht sollte ich als nächstes Maden nehmen.
tags: würmer, regenwürmer, heuschrecken, stabschrecken, stabheuschrecken, haustier, terrarium,
05:08:45 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
02.02.2010
"Warum haben Sie keinen Rotwein? Ich bezahle mit Kreditkarte!"
Eine umwerfende Logik hatte das Ehepaar Großkotz, wie meine Tante und ich die beiden nannten, die mit unserer Studienreisegruppe Nordindien besuchten. Sie traten auf, als gehörte ihnen die Welt, weil sie Geld und eine Kreditkarte hatten. Der Typus Mensch, dessen Niveau nicht mit dem Vermögen mitgewachsen ist. Ein Weltmeister übrigens im Angeben mit seinen Reisen.
Sie tranken abends grundsätzlich Rotwein, was sie augenscheinlich für edel hielten. Was das genau für eine Plörre war, merkten sie hingegen nicht.
In einem Hotel jedoch war der Rote ausgegangen. "Why don't you have dry red wine? I'll pay with credit card!" erboste sich Herr Großkotz lautstark, während der Ober vergebens versuchte, ihm zu erklären, daß wo nichts ist auch nichts verkauft werden kann.
Uns war peinlich, zur selben Gruppe zu gehören. Allerdings gab es in Kathmandu doch noch erfreuliches zu erleben mit ihm. Denn er hatte eine gewaltige und ungeheuer teure Videokamera, mit der er überwiegend unsere luxuriösen Hotels filmte und währenddessen kommentierte. Er stand im Hof des Nepalesischen Palastes und drehte sich langsam um die eigene Achse, um das Panorama zu filmen. Und dann guckte er in Zeitlupe an sich herunter auf seine Füße, die meine Tante und ich grinsend schon lange betrachteten.
Kuhfladen. Mittendrin.
tags: reise, indien, nepal, kathmandu, grosskotz, angeber, wein, kreditkarte, kuhfladen, video,
10:21:37 -
[ Ulf ] -
[ 3 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
19.01.2010
Ich bin verstrahlt.
2003 war ich gerade in der Vorbereitung für den Berlinmarathon. Da trat mein bester Freund (von dem ich ja neulich erwähnte, daß er Nuklearmediziner ist) an mich heran. Er brauchte mich für wissenschaftliche Experimente!
Das einzig schlimme daran war: Keinen Kaffee vorher. Den durfte ich dann nachher im Aufenthaltsraum mit die anderen Strahlendokters und den Radiologieassistentinnen zu mir nehmen. Leider schmeckte er nicht gut.
Er holte mich am Osteingang des Zentralklinikums ab, weil klar war, daß ich von alleine niemals den Atombunker finden würde. Immer tiefer stiegen wir in die Untergeschosse des haßgeliebten Wahrzeichens Münsters hinab. Hinter tausenden von Stahltüren empfing mich ein Höllenlärm: Dort wurde unmgebaut. Und alles war aus Beton. Er hatte mir wegen der Dauer der Untersuchung einen Walkman mitzunehmen geraten, doch dies wäre wohl sinnlos gewesen. Drum stellte ich mir vor, ich sei auf einem Konzert der Einstürzenden Neubauten. Er legte mir einen venösen Zugang. Dann kam ich in die Röhre eines Positronenemissionscomputertomographen. Durch einen Schlauch war ich mit dem Teilchenbeschleuniger eine Etage tiefer verbunden, von wo radioaktiv markiertes Wasser in mich strömte. Gelegentlich bekam ich Eisbeutel auf die Arme, ansonsten pennte ich trotz des Lärms. Nach einer Stunde war es vorbei, und ich wurde geweckt. Und bekam endlich Kaffee, nachdem wir aus dem Bunker heraus waren.
Danach gab es erstmal 16.000 Meter Intervalltraining für mich.
Meine Meßergebnisse liegen in irgendeiner Schublade. Mein Freund hatte sie mir erklärt, auch was das für eine Studie war. Ich habs vergessen. Ich werde alt.
tags: atom, nuklear, nuklearmedizin, strahlen, strahlenheilkunde, medizinische, studie, wissenschaft, bunker, atombunker,
07:07:24 -
[ Ulf ] -
[ 6 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
30.12.2009
Freud rockt Penisneid.
Meine erste Band, die ich in den Achtzigern gründete, hieß Penisneid (ich war ja auch mal jung...) und existierte nie. Ich gründete sie mit meinem besten Freund. Und gleichzeitig schufen wir einen neuen Musikstil: Freud-Rock. Jedoch hatten wir überhaupt keine Ahnung, wie das klingen sollte, woran das Projekt dann auch scheiterte. Außerdem fehlten noch geeignete Musiker.
Immerhin hatten wir für die erste Platte schon einen Titel: Masturbationsprophylaxe.
Das wäre bestimmt ein Riesenhit geworden. Wenn wir ihn je geschrieben hätten.
tags: musik, band, siegmund, freud, rock, rockt, penisneid, masturbation,
22:43:48 -
[ Ulf ] -
[ 1 Kommentar ] [ Trackbacks: 1 ]
<- Guter Artikel? Klick!
26.12.2009
Gesegnete Reise. Gesegnetes Paar.
Juli 2009. Ein trauriges Krokofantilein und ein zotteliger Freak finden mühsam einen Platz im Zug von Winterthur nach Zürich, wo der Nachtzug wartet. Gegenüber sitzt ein Paar in den besten Jahren, etwa Mitte vierzig.
Ich mußte damals mein geliebtes Krokofantilein sehr trösten, denn immer wieder flossen Abschiedstränen. Der Nachtzug wartete auf mich und sollte mich in die Heimat bringen, und sie mußte zurückbleiben. Da sprach uns der Mann an, daß wir so schön verliebt seien. Und dann auf die Tränen. Ich verstand damals weniger Schwiizerdüütsch als heute und bekam nur wenig mit, aber irgendetwas erzählte er von Gottes großem Plan und unserem Platz darin. -Oha, ein Evangelikaler, dachte ich.- Und auch mit uns habe er großes vor und sie beide würde für uns beten, daß wir eine Lösung fänden, daß wir zusammenbleiben können, es gebe immer eine Lösung, und Gott und so weiter.
Naja, auch wenn wir nicht unbedingt einen Vertrag mit Gott haben, irgendwie tröstete uns das doch. Wir waren wildfremden Menschen anscheinend nicht scheißegal.
In Zürich stiegen wir dann aus und verloren die beiden schon im Zug aus den Augen. Doch prallten wir auf dem Bahnsteig wieder mit ihnen zusammen. Er legte uns beiden die Arme um die Schultern und sprach noch etwas. Soweit ich verstand einen Segen.
Irgendwie nett.
tags: krokofantilein, freak, liebe, fernbeziehung, reise, winterthur, zürich, münster, gott, segen,
06:45:00 -
[ Ulf ] -
[ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
15.12.2009
wir haben kein Schampoo zu Hause
Klein Krokofantilein, nicht älter als sechs Jahre alt,
ging bei den Nachbarn klingeln:“guten Tag . Darf ich bei Ihnen meine Haare waschen? Wir haben kein Schampoo zu Hause“
und genau das selbe hab ich mit dem WC gemacht.
Klein Krokofantilein wieder mal besonders kreativ in Märchen erzählen ging zu den Nachbarn
„hallo kann ich bei Ihnen aufs WC? Wir haben zu Hause keines“
und zur strafe hatte ich 10 Jahre WIRKLICH DAS WC IM TREPPENHAUS....
tags: Schampoo,, Nachbarn,, WC,,
06:39:00 -
[ Krokofantilein ] -
[ 4 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
<- Guter Artikel? Klick!
Blogroll
- Achter
- ahoi polloi --- ein füllhorn voller fühlhörner
- Alex Kempe - Das harte Leben eines gestressten Familienvaters
- Als wir Olme aßen
- Angry Sascha is angry.
- Astrodicticum Simplex
- Atomlabor Wuppertal
- Baezol 2.0
- Bananajoe
- Bestatterweblog
- Björns Brutzelbude
- Blog:Read
- BlogZicke
- Bobby Fletcher - Support The Underground
- ChinaFans Blog
- Closing Time at 6 am
- Connys Weblog
- der sac
- Die Kunst zu leben - oder der Versuch ein wunderbarer Mensch zu sein !
- Dr. Fun und Dr. Spasut
- Dulsberg Nord
- Düstere Grenze Blog
- EsoBlog- ein kritisches Weblog rund um Esoterik
- esoterikwatch.org
- Finns Blog
- Gilly's Playground
- GoodCare.de (DBfK Nordwest)
- HappyBuddha1975
- Herr Pfleger
- Hezig
- Hombertho
- Ich bin Ines.
- Impactsuspect
- Kackblog.
- Kaffeefreunde
- Kidmed
- Krangewarefahrer - Geschichten aus dem Rettungsdienst - Alltag
- Kranke Schwester
- kritisch gedacht
- KRR - angereichert
- Leben. Universum. Rest
- Linux und Ich
- Logorrhoe - web-rettung.de
- Lonesome Walker
- Magdeblog
- Malte Welding
- Maobes Phantastische Welten
- Martin Röder
- me, myself and I...
- Mit piratigen Grüßen
- Monsterdoc
- Mordsblog (Claudia und Dirch)
- nachtschwester
- Nadine Kempe
- Noahs Sicht der Dinge
- Null-Null-Bryx - Quod sit transistorum !
- Oldblog
- Pepilog
- Pflegeblogger
- Pharmama's Blog - zu lesen einmal täglich
- Podknast: Wie es wirklich ist
- Psychomuell.de
- RatioBlog
- raul.de » Mein Leben, mein Blog
- rausguckers Blog
- rescue blog
- Shambala
- Sheng Fui - Viel älter und wirkungsvoller als Feng Shui
- Special Agent Gibbs
- Stefan Niggemeier
- Togoblog
- ui.
- VS-Geheim
- Wahnwogen
- Wirbelwebber: Alles was sich so ansammelt...
- YiGG-Blog
- Zeitblick
- Zick-Zack-Zecke
- zoellner.tk





























