02.02.2010
"Warum haben Sie keinen Rotwein? Ich bezahle mit Kreditkarte!"
Eine umwerfende Logik hatte das Ehepaar Großkotz, wie meine Tante und ich die beiden nannten, die mit unserer Studienreisegruppe Nordindien besuchten. Sie traten auf, als gehörte ihnen die Welt, weil sie Geld und eine Kreditkarte hatten. Der Typus Mensch, dessen Niveau nicht mit dem Vermögen mitgewachsen ist. Ein Weltmeister übrigens im Angeben mit seinen Reisen.
Sie tranken abends grundsätzlich Rotwein, was sie augenscheinlich für edel hielten. Was das genau für eine Plörre war, merkten sie hingegen nicht.
In einem Hotel jedoch war der Rote ausgegangen. "Why don't you have dry red wine? I'll pay with credit card!" erboste sich Herr Großkotz lautstark, während der Ober vergebens versuchte, ihm zu erklären, daß wo nichts ist auch nichts verkauft werden kann.
Uns war peinlich, zur selben Gruppe zu gehören. Allerdings gab es in Kathmandu doch noch erfreuliches zu erleben mit ihm. Denn er hatte eine gewaltige und ungeheuer teure Videokamera, mit der er überwiegend unsere luxuriösen Hotels filmte und währenddessen kommentierte. Er stand im Hof des Nepalesischen Palastes und drehte sich langsam um die eigene Achse, um das Panorama zu filmen. Und dann guckte er in Zeitlupe an sich herunter auf seine Füße, die meine Tante und ich grinsend schon lange betrachteten.
Kuhfladen. Mittendrin.
tags: reise indien nepal kathmandu grosskotz angeber wein kreditkarte kuhfladen video
10:21:37 -
[ Ulf ] -
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19.01.2010
Ich bin verstrahlt.
2003 war ich gerade in der Vorbereitung für den Berlinmarathon. Da trat mein bester Freund (von dem ich ja neulich erwähnte, daß er Nuklearmediziner ist) an mich heran. Er brauchte mich für wissenschaftliche Experimente!
Das einzig schlimme daran war: Keinen Kaffee vorher. Den durfte ich dann nachher im Aufenthaltsraum mit die anderen Strahlendokters und den Radiologieassistentinnen zu mir nehmen. Leider schmeckte er nicht gut.
Er holte mich am Osteingang des Zentralklinikums ab, weil klar war, daß ich von alleine niemals den Atombunker finden würde. Immer tiefer stiegen wir in die Untergeschosse des haßgeliebten Wahrzeichens Münsters hinab. Hinter tausenden von Stahltüren empfing mich ein Höllenlärm: Dort wurde unmgebaut. Und alles war aus Beton. Er hatte mir wegen der Dauer der Untersuchung einen Walkman mitzunehmen geraten, doch dies wäre wohl sinnlos gewesen. Drum stellte ich mir vor, ich sei auf einem Konzert der Einstürzenden Neubauten. Er legte mir einen venösen Zugang. Dann kam ich in die Röhre eines Positronenemissionscomputertomographen. Durch einen Schlauch war ich mit dem Teilchenbeschleuniger eine Etage tiefer verbunden, von wo radioaktiv markiertes Wasser in mich strömte. Gelegentlich bekam ich Eisbeutel auf die Arme, ansonsten pennte ich trotz des Lärms. Nach einer Stunde war es vorbei, und ich wurde geweckt. Und bekam endlich Kaffee, nachdem wir aus dem Bunker heraus waren.
Danach gab es erstmal 16.000 Meter Intervalltraining für mich.
Meine Meßergebnisse liegen in irgendeiner Schublade. Mein Freund hatte sie mir erklärt, auch was das für eine Studie war. Ich habs vergessen. Ich werde alt.
tags: atom nuklear nuklearmedizin strahlen strahlenheilkunde medizinische studie wissenschaft bunker atombunker
07:07:24 -
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30.12.2009
Freud rockt Penisneid.
Meine erste Band, die ich in den Achtzigern gründete, hieß Penisneid (ich war ja auch mal jung...) und existierte nie. Ich gründete sie mit meinem besten Freund. Und gleichzeitig schufen wir einen neuen Musikstil: Freud-Rock. Jedoch hatten wir überhaupt keine Ahnung, wie das klingen sollte, woran das Projekt dann auch scheiterte. Außerdem fehlten noch geeignete Musiker.
Immerhin hatten wir für die erste Platte schon einen Titel: Masturbationsprophylaxe.
Das wäre bestimmt ein Riesenhit geworden. Wenn wir ihn je geschrieben hätten.
tags: musik band siegmund freud rock rockt penisneid masturbation
22:43:48 -
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26.12.2009
Gesegnete Reise. Gesegnetes Paar.
Juli 2009. Ein trauriges Krokofantilein und ein zotteliger Freak finden mühsam einen Platz im Zug von Winterthur nach Zürich, wo der Nachtzug wartet. Gegenüber sitzt ein Paar in den besten Jahren, etwa Mitte vierzig.
Ich mußte damals mein geliebtes Krokofantilein sehr trösten, denn immer wieder flossen Abschiedstränen. Der Nachtzug wartete auf mich und sollte mich in die Heimat bringen, und sie mußte zurückbleiben. Da sprach uns der Mann an, daß wir so schön verliebt seien. Und dann auf die Tränen. Ich verstand damals weniger Schwiizerdüütsch als heute und bekam nur wenig mit, aber irgendetwas erzählte er von Gottes großem Plan und unserem Platz darin. -Oha, ein Evangelikaler, dachte ich.- Und auch mit uns habe er großes vor und sie beide würde für uns beten, daß wir eine Lösung fänden, daß wir zusammenbleiben können, es gebe immer eine Lösung, und Gott und so weiter.
Naja, auch wenn wir nicht unbedingt einen Vertrag mit Gott haben, irgendwie tröstete uns das doch. Wir waren wildfremden Menschen anscheinend nicht scheißegal.
In Zürich stiegen wir dann aus und verloren die beiden schon im Zug aus den Augen. Doch prallten wir auf dem Bahnsteig wieder mit ihnen zusammen. Er legte uns beiden die Arme um die Schultern und sprach noch etwas. Soweit ich verstand einen Segen.
Irgendwie nett.
tags: krokofantilein freak liebe fernbeziehung reise winterthur zürich münster gott segen
06:45:00 -
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15.12.2009
wir haben kein Schampoo zu Hause
Klein Krokofantilein, nicht älter als sechs Jahre alt,
ging bei den Nachbarn klingeln:“guten Tag . Darf ich bei Ihnen meine Haare waschen? Wir haben kein Schampoo zu Hause“
und genau das selbe hab ich mit dem WC gemacht.
Klein Krokofantilein wieder mal besonders kreativ in Märchen erzählen ging zu den Nachbarn
„hallo kann ich bei Ihnen aufs WC? Wir haben zu Hause keines“
und zur strafe hatte ich 10 Jahre WIRKLICH DAS WC IM TREPPENHAUS....
tags: Schampoo, Nachbarn, WC,
06:39:00 -
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12.12.2009
Meine kriminelle Vergangenheit.
Ich ging ja auch mal zur Schule war auch mal ein Kind und Kinder können ja schon sehr wie soll ich sagen sehr gemein sein...
wie ich damals...
Ich ging mit einem Miroslav oder wie der hiess, zur schule.
Er hatte immer ein lecker Pausenbrot mit. Und da ich immer hunger hatte in der grossen Pause weil ich mein Pausenbrot jeweils schon in der neun Uhrpause gegessen hatte, ging ich zu ihm hin. Und sagte:“gib mir dein Pausenbrot sonst schlag ich Dich ab“ er natürlich eingeschüchtert gab es mir.
Iwann kamm dann der Tag wo er sich von mir nicht mehr so behandeln lassen wollte und es seiner Mutter erzählte. Diese tauchte in der Schule auf und rufte noch meiner Mutter an. Ich tat natürlich als ob ich nichts wüsste, rückte dann aber schon bald mit der Wahrheit.
Ich muste mich dann entschuldigen bei ihm und versprechen dass ich das nicht mehr tue. Ich hab Wort gehalten..
denn eigentlich ist er ein ganz lieber Kerl gewesen....
Ps das ist für Björn
tags: Miroslav Pausenbrot Mutter
05:33:00 -
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01.12.2009
Ulf, der Landtagskandidat.
Ich war mal Kandidat für den Nordrhein-Westfälischen Landtag.
Das war im Jahr 2000 und eher zufällig. Ein Friedensfreund hatte Kontakt zu einer Partei, die von uns ihre Friedenspolitik bearbeiten ließ, woraufhin er und ich irgendwie als parteilose Kandidaten ganz weit oben auf deren Kandidatenliste landeten. Wären die tatsächlich in den Landtag eingezogen, wäre ich auf alle Fälle drin gewesen. Hätten die eine echte Chance gehabt, dann hätte ich aber auch nicht mitgemacht.
So begann ich einen recht halbherzigen Wahlkampf. Der bestand bei mir eigentlich nur daraus, daß ich die für meine Kandidatur erforderlichen Unterschriften einsammelte und mich über meine eigene Kandidatur kaputtlachte.
Wir bekamen 0,3%.
tags: landtag kandidat kandidatur landtagskandidat partei frieden nrw
06:35:00 -
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08.09.2009
Dackelbier
Wer erinnert sich noch an KARLSQUELL, das gute Dosenbier aus dem Aldi für 49 Pfennig, das immer palettenweise erworben wurde? Die Dosen wurden durchnumeriert, daß man am nächsten Tag, wenn der Pegel genug gesunken war, nachschauen konnte, bis zu welcher Dose man gekommen war. Das Bier paßte nicht in Kühlschränke oder dergleichen, es war schlicht zu viel. Deshalb war es warm wie Katzenurin. Das paßte allerdings recht gut, denn es schmeckte auch wie welcher.
Unsere Karlsquellparties fanden zumeist bei Wolle statt, und dieses sehr ausführlich. Mit allem, was dazugehört. Feiern bis zum Reihern.
Wolle besaß einen dezent betagten Dackelrüden, dessen Name mir leider entfallen ist. Er war unglaublich geil. Andauernd. Aber schwul. Die Hündin konnte noch so heiß, rollig oder wie man dat sonst nennen tut, sein, es interessierte ihn gar nicht. Viel lieber sodomierte er eifrig unsere Schienbeine, jedenfalls die der anwesenden männlichen Geschlechts. Manchmal jedoch kam eine alte, ziemlich zerfledderte und fleckige Nackenrolle ins Spiel, seine Gummisusi, die er noch mehr liebte als haarige Männerbeine. Letztere waren dann abgemeldet, und ohne Unterlaß fickte er dieses Schlafutensil, dessen Hülle deutliche Gebrauchsspuren aufwies. Dies sehr zur Freude des völlig besoffenen Publikums.
Andy saß irgendwann in der Küche, besoffen wie wir alle, und verspeiste eine Dose Chappi. Die Party hatte sich mal wieder über das ganze Haus verteilt. Mangels ausreichend vorhandener Sitzmöbel saßen die meisten auf dem Boden, und die Tische waren schlecht erreichbar. Doch stellte man wie sonst üblich seine Dose vor sich auf den Boden dann kam der Dackel von der Rolle und trank sie einem leer.
Konsequenterweise verstarb er irgendwann an Leberkrebs.
tags: dackel bier dosenbier karlsquell leberkrebs sex geil ficken sodomie
06:42:00 -
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02.05.2009
Höchste Eisenbahn
Ich fahre eigentlich recht gerne Eisenbahn. Manchmal nervt mich zwar, daß grundsätzlich etwa 2/3 der Fernverkehrszüge, die ich nutze, mindestens fünfzehn Minuten Verspätung haben. Naja, meistens habe ich Zeit, wenn ich reise, und die Mobiltelephone sind ja mittlerweile auch erfunden worden. Blöd jedoch, wenn ich dringend einen Anschlußzug erwischen muß.
Zu zweit waren wir gen München aufgebrochen, um dort m Bundeskongreß der Deutschen Friedensgesellschaft teilzunehmen. Wegen der Entfernung hatte ich einen Nachtzug herausgepickt, der von Köln aus fuhr, mit Liegewagen (privat nehme ich dann doch lieber einen etwas komfortableren Schlafwagen samt Frühstück-ans-Bett-Service in Anspruch). Nach Köln nahmen wir den damals noch existenten Interregio, dem natürlich mitten auf der Strecke die Lokomotive abkackte. Leider kann man die nicht mal eben so in der Pampa wechseln, das dauert etwas länger. Die stehen da ja nicht rum und warten da auf eventuell kaputtgehende Loks. Ziemlich bald war daher abzusehen, daß wir den Nachtzug so niemals erreichen würden.
Als Geschäftsführer unserer kleinen Ortsgruppe sah ich mich gezwungen, zu handeln. Wie? Nicht mein Problem! Ich suchte den Zugchef in seinem Abteil auf und schilderte ihm etwas sehr schillernd meine Situation.
Ich und ein Kollege seien unterwegs zu einem sehr wichtigen Kongreß nach München, den wir unbedingt pünktlich und ausgeruht erreichen müßten, zumal ich einen ungeheuer wichtigen Vortrag halten müsse und das noch als einer der ersten auf dem Programm. Wie das gehen solle sei mir gleichgültig, aber diesen Zug müßten wir unbedingt erreichen.
(Wenigstens der Kongreß an sich war nicht gelogen)
Er telephonierte kurz.
Der Nachtzug fuhr ab. Eine halbe Stunde später als geplant. Aber mit uns.
tags: eisenbahn bahn nachtzug zug verspätung pünktlich kongress
05:53:00 -
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20.04.2009
Zwergenaufstand
Ich mochte die herkömmlichen, phantasielosen, angelnden oder harkenden Gartenzwerge nicht. Und dennoch konnte ich mich 1985 als Dreizehnjähriger der Faszination des Grauens nicht völlig entzziehen und erschuf diese beiden Kreaturen:
tags: gartenzwerg zwerg grauen untot
05:52:00 -
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16.04.2009
Kleine Freuden im Tierknast
Neulich war ich im Tierknast. Pardon, Zoo. Wir hatten eine Menge Spaß, besonders, als Mama Orang, die mit Baby Orang in einer Art Netzhängematte döste, von einem weiteren Orang, der sich dazu eindrucksvoll aufrichtete, mit dem Finger in den Hintern (oder wo auch immer) gebohrt wurde. Während der Bohrer seinen Finger beschnupperte, pinkelte sie ihm auf den Kopf.
Ein Junge meinte recht lautstark, der sei verliebt und habe ihr deshalb den Finger in die Scheide gesteckt. Original Wortwahl. Das fand die Mutter des Knaben angesichts der zahlreichen Zuhörer weniger komisch und mußte ihn zurechtweisen
tags: zoo tier tierknast orang utan scheide pinkeln natursekt kaviar
04:42:00 -
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05.04.2009
Eine starke Truppe!
So warb damals, um 1990 herum, unsere ehrenvolle, ruhmreiche und ausgezeichnet ausgebildete Bundeswehr.
Wir wohnten damals weit außerhalb am Stadtrand von Münster, gegenüber der Fachklinik Hornheide. Außer dem Haus, in welchem wir residierten, gab es sonst nur noch drei in der Nachbarschaft. In einem davon ist übrigens jetzt ein Hospiz. Rundherum nur Ackerland, Wald, Truppenübungsplatz und die Eisenbahntrasse nach Hamburg.
Der Herr des Hauses gegenüber stolperte eines Tages über einen grünberockten und schwer bewaffneten Herrn. Und fand derer mehrere im Rosenbeet. Dies verwunderte ihn doch erheblich- ein Trupp Soldaten der Bundeswehr hatte sich dort verschanzt.
Sie hatten die Karte verkehrt herum gehalten.
tags: bundeswehr armee heer schanze rosenbeet
18:42:00 -
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04.04.2009
Fetisch
Ich weiß nicht mehr, wie er hieß, der alternde Dackelrüde von Wolle, einem Schulkameraden, der mir einiges auf der Gitarre beigebracht hatte, ehe ich klassischen Unterricht bekam. Bei ihm, also dem Herrchen, fanden meist unsere Karlsquell-Parties statt, Besäufnisse mit dem damals billigsten Dosenbier vom ALDI, neunundvierzig Pfennig pro Dose. Es wurde Palettenweise erworben und durchnumeriert und schmeckte zum Kotzen. Am Morgen danach schaute man nach, bis zu welcher Dose man gekommen war. Wilde Zeiten. Gehört wurden The Who, Small Faces, The Jam und watweißichnichnochalles.
Der Dackel jedenfalls war, äh, nicht ganz konventionell. Er trank sehr gerne Bier- wer seine Dose unachtsamerweise auf den Fußboden stellte, konnte recht sicher sein, daß sie ziemlich schnell leer war. Konsequenterweise starb das Tier auch an Leberzirrhose. Außerdem sodomierte er gerne Schienbeine, aber schwulerweise nur die von Männern. Noch mehr jedoch liebte er eine (mittlerweile ziemlich fleckige) Nackenrolle, die er während unserer Gelage regelmäßig besprang, bis er abspritzte.
Das war sein Fetisch. War die Nackenrolle erreichbar, war alles gut, und alle Schienbeine und läufigen Hündinnen der Welt vergessen.
tags: fetisch abspritzen cumshot dackel teckel besäufnis betrinken gelage bier dosenbier karlsquell
20:59:25 -
[ Ulf ] -
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25.03.2009
Rechts abbiegen.
Er hatte mich mit seinem Auto abgeholt, denn wir wollten zu ihm, um mein Notebook etwas aufzumöbeln. "Sach ma, Dein Mobiltelephon ist doch im Arsch. Wir fahren jetzt zum %$Elektronikdiscounter%, eins kaufen für Dich!" Sprachs, gab die Adresse in sein Mobiltelephon ein, welches gleichzeitig ein Navigationsgerät beinhaltete, und ließ sich davon den Weg diktieren. Es funktionierte prima, fand ich. Es SAGTE sogar, wo man abbiegen und vorsichtig sein mußte oder umkehren.
Das Telefon war schnell gefunden und gekauft, und zurück im Auto meinte er, wir sollten auch noch etwas zu essen kochen, schließlich hätten wir bis jetzt noch nichts zu uns genommen und seien dementsprechend hungrig. Das Navigationsmobiltelephon führte uns zum Supermarkt und dann zu seinem Stammfleischer, bei dem wir für einen noch vernünftigen Preis eine halbe Rinderleiche erwarben, und schließlich zu ihm nach Hause, wo wir dann einen Rinderbraten erzeugten.
Während das Gerät uns regelmäßig dazu aufforderte, rechts abzubiegen.
tags: mobiltelefon handy navi navigationsgerät auto navigation rinderbraten rechts abbiegen
01:27:53 -
[ Ulf ] -
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17.02.2009
Hurgh!
1997
Unser neuer Zivi gefiel mir damals recht schnell. Und er hatte einen ansprechenden Musikgeschmack. Kurz vor Weihnachten lieh er mir jedenfalls eine CD mit Weihnachtsliedern in Heavy-Metal-Versionen. Am Heiligen Abend hatten wir beide Spätschicht, und wie jedes Jahr kam ein Chor durchs Haus und sang Weihnachtslieder.
Wir hatten unsere liebe Not, nicht vor Lachen zusammenzubrechen.
Wir planten, mit einer Metal-Band die Welt zu erobern. Ein paar der geplanten Titel fallen mir noch ein:
-Diarrhoea Demon
-Satan's Private Toilet In Hell
-Infernal Overshit
Wir leerten in unserer Freizeit so manche Flasche Wein und verständigten uns (sehr zum Leidwesen der KollegInnen) überwiegend mit Grunzlauten. Während des Studiums verschlug es ihn dann nach Aachen, und wir verloren uns aus den Augen.
tags: diarrhea satan shit scheisse toilet grunz zivildienst
20:16:44 -
[ Ulf ] -
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