16.07.2010
Westfälische Nachrichten schleichwerben für esoterische Socken.
Was unser lokales Käseblatt so als Nachricht verkauft: Die amtierende Mist Germany (die wie alle diese mit einem langweiligen 08/15-Gesicht gestraft ist) benutzt "Basische Strümpfe" einer mehrfach namentlich genannten Firma aus Münster-Roxel für derartigen Esoschrott. Die angebliche Wirkung dieses Erzeugnisses wird in den höchsten Tönen gepriesen, auch wenn dieser Basen-Kram einfach nur eines ist: Humbug. Betrug. Wissenschaftlich nicht haltbar. Damit dieser nicht als Anzeige gekennzeichnete "Artikel" nicht zu eindeutig als Werbung erkennbar ist, verzichten die Westfälischen Nachrichten wenigstens auf einen direkten Link zu den Geschäftemachern.
Betrug am Leser. Sogar bei Stefan Niggemeier gewürdigt. Ich habe Beschwerde beim Deutschen Presserat eingereicht. Dürft Ihr auch gerne machen.
Der Pressecodex: Ziffer 7 – Trennung von Werbung und Redaktion
Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein.
tags: käseblatt, westfälische, nachrichten, miss, germany, esoterik, basisch, strümpfe, betrug, schleichwerbung, journalismus, niggemeyer,
18:47:40 -
[ Ulf ] -
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<- Guter Artikel? Klick!
Nieder mit der Schwarzen Lady!
Die Schwarze Lady ist ein echtes Miststück. Hat sie Dich in ihrem Würgegriff, dann hat sie Dich. Dann macht sie Dich fertig. Aber so richtig. Einen grauschwarzen Schleier legt sie über alles, was Dir begegnet, sei es schlecht oder sei es auch gut. Macht Dich jemand auf etwas aufmerksam, was Du verbessern könntest, oder gar einen Fehler, sagt sie Dir, Du bist ein Versager. Fallen Dir nicht alle um den Hals, dann wirst Du ausgeschlossen, weil keiner Dich wirklich mag. Passiert etwas gutes, dann ist das Zufall, verdient hast Du das auf keinen Fall. Außerdem sucht die Schwarze Lady Dir schon etwas schlechtes darin heraus.
Als ich vor zweieinhalb Jahren das hoffentlich letzte Mal aus der Klapse entlassen wurde, nach siebeneinhalb Monaten und drei Suizidversuchen war das schon etwas besser. Funktionierte aber noch teilweise recht gut.
Und heute? Ich bin lebensfroh, optimistisch und vielleicht zwar nicht besser als die Gesunden, aber besser drauf. Denn ich mußte mir eine Umgebung schaffen lernen, die mir Schutz vor dieser verfickten Naziarschdepression bietet. Das wichtigste, was mein Therapeut mir beibrachte, war sicherlich, anders zu bewerten als zuvor. Nicht mehr: "Ich bin ein Versager" sondern "Das ist ein Ansporn, es besser zu machen." etc.
Nicht dieses idiotische Positive Denken, wo krampfhaft in jedem Scheiß noch etwas gutes gesucht wird. Sondern echte, realistisch-optimistische Umbewertung.
Neulich habe ich für ziemlichen Bockmist mir etwas entsprechendes anhören müssen. Wegen einmal Bockmist bin ich allerdings noch lange kein Versager (sieht auch niemand anderes so!). Die Standpauke war ein Arschtritt. Natürlich tut das weh. Aber ich nahm das als das, was es war: Konkrete Kritik an einer konkreten Situation, die ich verbessern mußte. Früher hätte ich den Kopf in den Sand gesteckt. Heute: Packen wir's an.
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Auch wichtig sind Strukturen, die das Wohlfühlen erleichtern und Frust vermeiden. Ich war nie besonders ordentlich, und in meinen schlechten Zeiten war ich ziemlich sehr unglaublich unordentlich, weil ich nicht anders konnte, Stand vor einem gewaltigen Berg und war gefrustet. Das wäre heute noch eine Gefahrenquelle für mich in Sachen Depression. Das wichtigste dabei war für mich, gar keine Berge wachsen zu lassen. Post sofort erledigen. Rechnungen sofort bezahlen. Keine Prokrastination (Aufschieberitis) mehr! Und die Bude ordentlich halten. Ich machte mir einen Plan, wann ich was im Haushalt erledige. Und siehe da: Wo war der Berg? Die tägliche Dosis Ordnung kostet bis heute selten mehr als eine halbe Stunde täglich.
Nur zwei Beispiele. Aber die vielleicht wichtigsten.
tags: schwarze, lady, depression, depressiv, strategie, therapie, psychotherapie, psychiatrie, struktur, ordnung, prokrastination, haushalt,
16:46:19 -
[ Ulf ] -
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<- Guter Artikel? Klick!

























