19.07.2010
Wie ein nasser Hund, der beim Kacken gestorben ist.
Diese Beschreibung trifft ihren Geruch ziemlich genau. Im Sommer 2007 auf der geschlossenen Kriseninterventionsstation waren wir alle im Ausnahmezustand, und normal war hier gar nichts. Sie zum Beispiel flennte praktisch ohne Unterlaß, was aber niemanden störte, schließlich waren wir alle gaga. Nur nahm sie das mit der Körperpflege nicht so genau, das heißt, eigentlich nahm sie es gar nicht, mit den entsprechenden Konsequenzen: sie stank. Nicht einfach nur nach Schweiß, nein. Sie roch in der Tat wie ein nasser Hund, der beim Kacken gestorben ist und nun neben seinem Haufen verwest.
Ihre bemitleidenswerte Zimmergenossin beschaffte sich diese kegelförmigen Ohropax-Dinger. Nicht wegen Schnarchens- sie steckte sie sich zur Nacht in der Tat in die Nase. Die Mahlzeiten waren für ihre TischgenossInnen demzufolge problematisch einzunehmen.
Psychische Krankheit kann alltägliche Handlungen wie Körperpflege geradezu unmöglich machen. Aber hier wäre es doch Sache des Pflegepersonals gewesen, dies zu regeln. Zumal man sich auf der Geschlossenen nicht unbedingt ausweichen kann.
tags: geruch, gestank, depression, krise, krisenintervention, psychose, psychiatrie, klapse, klapsmühle, geschlossene, körperpflege, kacke, schweiß, hund,
21:40:18 -
[ Ulf ] -
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