Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

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07.09.2010

Hier hast n Buckel!

Zwei Freunde sind um die Häuser gezogen und nun auf dem Heimweg. Der eine hat ein Hinkebein, der andere hat einen Buckel. Auf dem Weg nach Hause kommen sie am Friedhof vorbei, da sagt der Buckelige:
"Komm, laß uns die Abkürzung über den Friedhof nehmen, das ist mir sonst zu viel zum Latschen!"
Sagt der mit dem Hinkebein:
"Nee, Du, das ist mir viel zu gruselig. Ich möchte lieber außen herum."

Sie können sich nicht einigen, und so trennen sie sich, und der Buckelige geht über den Gottesacker.
Da schlägt es Mitternacht! Und die Toten kommen aus ihren Gräbern, und sie beginnen zu tanzen, und sie tanzen einen Reigen um den schreckensstarren Buckeligen herum. Da löst sich ein Geist aus der Gruppe und spricht ihn mit unheimlicher dünner Stimme an:

"Was hast Du da auf Deinem Rücken? Was hast Du da auf Deinem Rücken?"

Der Buckelige, etwas irritiert:
"Ääääh, einen Buckel?"

"Gib ihn mir!" spricht der Geist, greift nach dem Buckeligen- und der Buckel ist weg.

Es schlägt eins, die Toten verschwinden in ihren Gräbern.

Am folgenden Tag in der Kneipe fragt der mit dem Hinkebein:
"Sag mal, wo um alles in der Welt hast Du Deinen Buckel gelassen?"

Die Geschichte erstaunt ihn sehr, und er beschließt, es auch zu versuchen. Zu Mitternacht geht diesmal er auf den Friedhof.

Es schlägt Mitternacht! Und die Toten kommen aus ihren Gräbern, und sie beginnen zu tanzen, und sie tanzen einen Reigen um den schreckensstarren Hinkenden herum. Da löst sich ein Geist aus der Gruppe und spricht ihn mit unheimlicher dünner Stimme an:

"Was hast Du da auf Deinem Rücken? Was hast Du da auf Deinem Rücken?"

Der Hinkende, etwas irritiert:
"Ääääh, nichts?"

Darauf der Geist:
"Hier hast n Buckel!"

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17.08.2010

Unlesbar.

Weil man als Büromensch ständig vor dem Rechner sitzt, greift kaum noch jemand zu Stift und Papier. Folge: Die Handschrift verkümmert. Unser Autor hat inzwischen sogar Schwierigkeiten, seine eigene Klaue zu entziffern. Kann man dagegen gar nichts tun? (FTD online 16.08.2010)

Ich weiß nicht, ob ich mich dem anschließen soll, war meine Handschrift doch schon immer ziemlich übel. In der Grundschule hatten wir als Fach "Schönschreiben", ich weiß nicht, ob es das heute noch gibt. Damals war ich schon der Schlechteste. Vor etlichen Jahren hatte meine Mama mal ein Schönschreib-Heft von damals ausgegraben. Freilich sah meine Schrift damals sehr anders aus als heute, doch furchtbar war sie schon immer.Grausam. Augenkrebs! Und damals war noch nichts mit computergesteuerter Schriftverkümmerung. Und seit ich viel am Rechner schreibe, ist meine Schrift auch nicht grausamer geworden, sie hält sich vielmehr seit ewigen Zeiten auf diesem Niveau:

Schriftprobe von Ulf, grausam anzusehen.

Ich verkrampfte mich schon immer beim Schreiben, bekam regelrechte Druckstellen von Füllfederhalter oder Kugelschreiber im Sinne eines Dekubitus 1. Grades. Deshalb schreibe ich, wo es geht, mit dem Computer. Um meine Mitmenschen zu schonen.

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14.08.2010

Telefonterror.

Ich erhielt soeben einen Anruf auf meinem Mobiltelephon. Ich hätte ihn in der vergangenen Nacht ab drei Uhr sechs bis sieben mal angerufen. Ein Blick in meine Anrufliste bestätigte dieses. Nur- ich kannte ihn nicht und hatte auch seine Nummer nicht gehabt. Da mußte ich wohl die Displaysperre nicht eingeschaltet gehabt haben und das in meiner Hosentasche befindliche Smartphone irgendwie zufällig seine Nummer gewählt und immer wieder Wahlwiederholung gemacht haben. :-/

Das tat mir ziemlich leid, das ist ja nun eine wirklich unmögliche Uhrzeit. Naja, sagte er, er dachte zuerst, es wäre einer seiner Söhne gewesen, aber die Nummer hätte nicht gepaßt. Oder jemand von deren Freunden.

Ob ich das irgendwie wieder gut machen könne?
Neinnein, das sei nicht nötig. Ich solle nur in der kommenden Nacht die Tastensperre aktivieren.

Mich wundert, daß der Mann so freundlich war und gar nicht sauer. Sehr angenehm, bei aller Peinlichkeit.


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02.08.2010

Anonymität der Großstadt.

Trotz des Wetters ist die Eisdiele gut gefüllt. Es wird gescherzt, gelacht und Eis geschleckt.

Mittendrin hält jemand seine Liebste im Arm und versucht sie zu trösten, denn sie hat gerade erfahren, daß ein alter Freund von ihr gestorben ist.

Niemand nimmt Notiz davon.






Ruhe in Frieden, Guido. Gell Du?

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01.08.2010

Die Rättin.

Nicht jeder findet sie possierlich, seien sie lebendig oder tot: Ratten.

Zwischen Zwinger und Maximilianstraße führt ein Weg an der Aa entlang, auf welchem meine Liebste plötzlich angewidert stehenblieb und nicht mehr weitergehen wollte: Da war eine Ratte. Sie lief nicht fort und Schmeißfliegen umschwirrten sie, also war sie tot. Mir graust ja nun vor nichts, und so plante ich, den Kadaver am Schwanz zu packen und in die Aa zu schleudern, daß der Weg für meine Liebste frei sei. Doch da- sie rührte sich ein wenig, langsam und schwach.

Da mußte ich mir etwas anderes einfallen lassen, denn von einer dreivierteltoten Ratte gebissen zu werden mußte auch ich nicht unbedingt haben. Nachher wird man davon zum Zombie, das finde ich wenig erstrebenswert.

So nahm ich ein Zweiglein zu Hilfe, um die Ratte fort zu schleudern.

Im Nachhinein fiel mir dann ein, daß ich sie vielleicht mit einem beherzten Fußtritt hätte erlösen können.


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08.07.2010

Typischer Dialog:

Krokofantilein: Warum hat Laschatler das Neillslig?
Ulf: Das hat GOtt ihm gegeben.

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06.07.2010

Anleitung für besseren Sex.

Nachdem das Piratenweib sich zu dem Thema ausführlich geäußert hat, äußere ich mich auch zum Thema "Perfekter Sex":

Guter Sex ist, wenn beide Spaß haben. Also redet miteinander über Eure Bedürfnisse.

Fertig.

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20:10:43 - [ Ulf ] - [ 8 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
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03.07.2010

Des Türmers Vuvuzela.

VuvuzelaAuf dem Turm der St. Lamberti-Kirche in Münster bläst seit Jahrhunderten ein Türmer. Nur noch sehr wenige Städte haben einen solchen, und doch scheint er nicht nur für Touristen nützlich zu sein: Er war in den vergangenen Jahren mehrmals der Erste, der Brände entdeckt hat. In seiner beschaulichen Stube mit Campingklo hat er ansonsten viel Zeit zum Lesen, wenn er nicht gerade tröten muß. Dies passiert halbstündlich zwischen neun Uhr abends und Mitternacht. Der Klang seines Horns ist einer Vuvuzela nicht unähnlich, nur tiefer. Da nimmt mich Wunder, ob er nicht schon heute Nachmittag aufsteigt und ab sechzehn Uhr dauertrötet.

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09:35:28 - [ Ulf ] - [ 2 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
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27.06.2010

In den Verliesen von Hamburg.

Ulf wird geköpftIch hatte schon arge Bedenken, meine Liebste in den Dungeon zu schleifen. Vorsichtshalber und schäbigerweise sagte ich ihr nichts von dem, was uns dort erwarten würde. Ich wußte es eigentlich auch nicht richtig, ich war nur einmal mit meinem besten Freund auf Interrail im York Dungeon gewesen, das war am ehesten ein Foltermuseum, aber dies war auch schon fast genau zwanzig Jahre her.

Schon der Empfang war gruselig- siehe Bild. Und dann kam etwas a la Geisterbahn trifft Theater. Eingebunden in eine Tour durch die grauslichen Geschichten Hamburgs wurden Szenen gespielt und das Publikum eingebunden. Zum Beispiel wollte ein Folterknecht einem mittlerweile gefesselten Schüler den Pimmel abzwacken. Tat er zum Glück nicht, sonst hätten die hysterischen pubertierenden Weibsen der leider dazugehörigen Schulklasse noch schriller herumgekreischt wie abgestochen. Mein ohnehin schon defektes rechtes Ohr streikte für eineinhalb Tage. Nach der Tour, die immerhin eineinhalb Stunden dauerte, schnappte ich mir die Lehrerin und geigte ihr die Meinung empfahl ihr, ihren Gören bitte beizubringen, in tieferen Tonlagen zu kreischen.

Amüsante Schockeffekte mit zuckenden Moorleichen und Theaternebel führten zu einer Art Wildwasserbahn, in der diese hysterischen Zicken leider nicht ertranken. Zum Abschluß gab es noch freien Fall in so einer Art Astronautentrainingsmaschine. Darauf verzichteten wir allerdings lieber.

Der Eintrittspreis hatte mich zunächst geschockt- doch hat er sich gelohnt. Sogar die Kasse war prima besetzt: nachdem wir Kinderkarten verlangten, wollte sie Bestechungsgeld, von wegen ohne Erziehungsberechtigte gekommen.

Empfehlenswerter Ausflug. Allerdings dringend mitzunehmen: Valium Raumspray für hysterische Teenies.

Ich glaube, ich mache hier auch so einen Dungeon auf. Ich bräuchte mich nicht einmal groß zu verkleiden oder zu schauspielern, und die Sache mit den Wiedertäufern läßt sich erstklassig verwursten: Die werden immerhin am Schluß mit glühenden Zangen totgezwickt. Ich fürchte nur, nicht genug Wiedertäufer-Darsteller zu bekommen.

Hier ist der Ort.

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26.06.2010

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins.



Mir war der Trick zwar bekannt, wie den Gästen eines Nachtlokals das Geld aus der Tasche gezogen wird. Aber erlebt hatte ich das noch nicht, da ich mich sonst nicht in derartigen Gegenden herumtreibe.
Nun, irgendwie gehört ja die Reeperbahn zu Hamburg dazu, und so gingen wir denn am vergangenen Dienstag Abend dort entlang. Vor etlichen Tabledance-Lokalen standen nette Menschen, die uns mit Sonderangeboten und der Versicherung, dies sei das einzige Lokal, in das auch Frauen dürften (ne, is klar, mindestens fünf Schuppen waren das schon!) hereinzulocken versuchten. Irgendwo mußten wir dann ja rein. Ich hatte schon eine größere Summe einkalkuliert. Wir saßen da mit unserer Cola, starrend auf eine Darbietung, die eher so aussah, als müsse die leichtbekleidete Dame noch erst auf ihren sonderbaren Schuhen laufen lernen und sich daher an der glücklicherweise vorhandenen Stange festhalten.

Die Animierdame war schneller da, als ich dachte. Und begann, uns auszuquetschen. Als meine Liebste ihr irgendwann erzählte, wir hätten kürzlich geheiratet, schnappte die Falle zu: "Darauf müssen wir ja anstoßen!". Die konkrete Formulierung, daß das auf unsere Kosten ginge, habe ich leider vergessen.

Die Investition hat sich aber gelohnt: Ein rascher Blick aufs Motörhead-T-Shirt, die Einkaufstüte, den Akzent, schon war neuer Stoff da.

Die Damen an den anderen Tischen haben meist an ihrem Sekt nur genippt, dafür den Gästen desto mehr eingetrichtert.
Und als ich dann sozusagen den Vertrag nicht verlängern wollte per Nachbestellung, war sie dann auch schnell wieder weg.

Nennt mich bescheuert, daß ich wider besseren Wissens da hinein bin, aber ich war schon neugierig, wie das genau funktioniert.

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14.06.2010

Keine Fehlfarben: Ein Jahr - Geschichte wird gemacht.

Ein Jahr. Viel hat sich getan. Passend zu unserem Jahrestag bekam meine Liebste auch noch ausgezeichnete Nachrichten.

Zur Erinnerung:
Glück
Vollzeitbeschäftigt
The Ballad of Ulf and Kroki I
The Ballad of Ulf and Kroki II
Countdown
Bürokratie. Ich liebe das. WIR lieben das.
Liebeserklärung.
Liebe ist ein großes Wort.

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10:33:49 - [ Ulf ] - [ Noch kein Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
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10.06.2010

All in one is all es shice.

Ich hasse Programme, die alles können. Geräte auch. Die können dann alles machen, nur kann ich sie dann kaum noch bedienen, ohne die Pimpernellen (nix mit Pimpern zu tun) zu kriegen. Unsere PatientInnentelephone sind solche Dinger, da wurde auch ich lange nicht mit fertig. Software kann das auch prima. Lange habe ich Amarok als Mediaplayer genutzt. Aber je weiter Amarok entwickelt wurde und damit mehr konnte, desto weniger kam ich damit zurecht. Und sieht zunehmend beschissener aus. Momentan versuche ich Banshee.

Und selbst "denkendes" Zeug erst! Automatische Rechtschreibprüfungen benötigen ein Informatikstudium, um sie abschalten zu können! Diese absurden Korrekturvorschläge für völlig richtige Wörter (besonders Fachausdrücke). Und ohne die richtige Rechtschreibung, die mich nie verlassen hat...

Mit einem iPhone wäre ich schlicht überfordert.

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23:55:00 - [ Ulf ] - [ 3 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
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31.05.2010

Ich sage DANKE allen GratulantInnen und PäckchenschickerInnnen!

Für die vielen Glückwünsche per Kommentar, Gesichtsbuch, Twitter, Mail, SMS, Telephon und wat da noch für Kontaktmethoden gibt. Auch für ein paar Pakete, die noch auf der Post sind, weil wir unterwegs sind. Ihr seid ein großartiges Publikum!

11:52:44 - [ Ulf ] - [ 1 Kommentar ] [ Trackbacks: 0 ]
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24.05.2010

Mein Rechner kann jetzt auch Tibetanisch.

Oder Tibetisch oder wie auch immer.

Nicht, daß ich das wirklich bräuchte, aber mich nervt sehr, wenn statt richtiger Schriftzeichen nur komische langweilige Platzhalter angezeigt werden.

བོད་ཡིག་བརྡ་ཚད་ལྡན་དུ་སྒྱུར་བའི་ལས་དོན་ཨུ་ཡོན་ལྷན་ཁང་གིས་བསྒྲིགས

Unter Ubuntu ist nur dieser Befehlt im Terminal nötig:
sudo apt-get install ttf-tmuni

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10:53:43 - [ Ulf ] - [ 5 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
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22.05.2010

Heute in acht Tagen.

Der 30. Mai ist ein besonderer Tag, weil nämlich, da ist der Weltuntergang. Und noch etwas.

15:05:48 - [ Ulf ] - [ 2 Kommentare ] [ Trackbacks: 0 ]
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