Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

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06.08.2010

Die Erde für die Blumenkübel wird aus dem Sommerloch geschaufelt.

Vor drei Tagen wurden ein paar Blumenkübel in einem Kaff bei Münster zerdeppert. Das war der noch schlechteren Zeitung von beiden tatsächlich eine Meldung wert.

Heute kam der Ersatz.

Nach neuesten Informationen wurde jetzt ein speziell ausgebildetes Sonderkommando des KSK aus Calw zum Schutz der Blumenkübel abgestellt.

Wirklich weltbewegend. Zur Einweihung dieser Kübel durch Bundespräser Wulff und Kanzel-Merkel wird Daniel Kübelkötz "singen" und dieses wird dann u.a. von CNN live übertragen.
Die Erde für die Blumenkübel wird aus dem Sommerloch geschaufelt.




Blogger-Marathon 2010

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16.07.2010

Westfälische Nachrichten schleichwerben für esoterische Socken.

Was unser lokales Käseblatt so als Nachricht verkauft: Die amtierende Mist Germany (die wie alle diese mit einem langweiligen 08/15-Gesicht gestraft ist) benutzt "Basische Strümpfe" einer mehrfach namentlich genannten Firma aus Münster-Roxel für derartigen Esoschrott. Die angebliche Wirkung dieses Erzeugnisses wird in den höchsten Tönen gepriesen, auch wenn dieser Basen-Kram einfach nur eines ist: Humbug. Betrug. Wissenschaftlich nicht haltbar. Damit dieser nicht als Anzeige gekennzeichnete "Artikel" nicht zu eindeutig als Werbung erkennbar ist, verzichten die Westfälischen Nachrichten wenigstens auf einen direkten Link zu den Geschäftemachern.

Betrug am Leser. Sogar bei Stefan Niggemeier gewürdigt. Ich habe Beschwerde beim Deutschen Presserat eingereicht. Dürft Ihr auch gerne machen.

Der Pressecodex: Ziffer 7 – Trennung von Werbung und Redaktion

Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein.


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07.07.2010

Alle Jahre wieder: Sommerloch bei den Westfälischen Nachrichten.

In jedem Sommer Sommerloch, in jedem Sommer die gleichen Blödsinnsmeldungen. Meistens, wie auch dieses Jahr, wurden angeblich Krokodile in irgendwelchen Gewässern gesichtet. Alternativ Riesenschlangen. Unser lokales Käseblatt stützt sich wieder auf irgendwelche Gerüchte, die irgendwelche Jugendlichen in die Welt gesetzt haben. Laut Polizeisprecher seien deren Aussagen glaubwürdig.
Naja, ich habe auch schon jemandem glaubwürdig erzählt, daß man vom Onanieren Haare an den Fingern bekommt oder daß man Katzen mit Hunden kreuzen kann.

Nun habe ich bisher nicht in einer einzigen seriösen Zeitung davon gelesen. Nicht mal in BLÖD. Aber die habe ich auch gar nicht erst angeguckt.

Journalismus geht anders.

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26.05.2010

Der Leser setzt Prioritäten. Die Tageszeitung auch.

Was wirklich gemeldet werden muß, entscheiden die Leser. Die Kommentare bringen die Interessen ans Licht: Ein Rettungswagen ist umgekippt, 50.000 Euro Schaden. Die ausführlichste Diskussion seit langem in der Onlineversion unseres lokalen Käseblattes entspinnt sich dort: und zwar darüber, zu welcher Organisation der verunglückte RTW gehört. Alles andere interessiert den doitschen Korintenkacker nicht.

Der geBILDete Bürger will bespaßt werden, nicht informiert. Dem paßt sich auch das Käseblatt an. Und entsprechend sind die Schlagzeilen:

-Busfahrer in Saudi-Arabien will gestillt werden
-Musikprofessor aus Münster: "Lena landet unter den ersten Fünf" (wer auch immer Lena ist)
-Bei Milch ist Tiger-Baby Max nicht zu bremsen
-Drama auf dem Traumschiff
-Preußen holen Chitsulo aus Essen
-Amsel brütet auf der Polizei-Toilette

So einen Schrott findet man bei den Westfälischen Nachrichten ganz oben. Aber das ist ja alles wirklich wichtig!


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16.05.2010

Tod den Laubbäumen! Her mit dem Nadelwald!

"Mädchen rutscht auf Blättern aus - Stadt will Baum nicht fällen" titelt unser lokales Käseblatt. Ein Mädchen mit Hüftschaden rutscht gelegentlich auf den Blättern einer Kastanie aus und verletzt sich. Also muß dieser böse Baum sterben! Am besten gleich alle Laubbäume. Denn unter anderem Laub kann man ja auch ausrutschen. Stattdessen könnten ja Nadelbäume gepflanzt werden, dann muß die Stadt auch nicht mehr mit diesen fiesen lauten Laubgebläsen rummachen. Die nerven auch total. Obwohl- auf den nunmehr nicht mehr Kastanien-, sondern Tannenalleen können Autofahrer sich immer noch um Bäume, nun eben Tannen, herumwickeln. Und dran aufhängen kann man sich auch noch. Bäume stehen immer im Weg herum. Weg mit dem Zeug. Komplett.

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27.01.2010

Ausbruch. Umbruch. Abbruch. Ehebruch.

Die Noroviren sind mal wieder unterwegs. Was wir auf unserer Station schon vor mehr als zwei Wochen wußten, hat nunmehr auch das größte münsteraner Käseblatt "Westfälische Nachrichten" erfahren. Vielleicht sollten die sich ihre Nachrichten nicht mehr vom Kiepenkerl bringen lassen, sondern von einer Presseagentur. Aber dafür braucht man einen Computer.

Schneller geht die Verbreitung von Gerüchten, wie ein "aktueller Artikel" über irgendein Paar von Hollywoodschauspielern bzw. deren Entpaarung zeigt. Für solches ist doch eigentlich die Regenbogenpresse da? Ich weiß schon, warum ich nicht abonniere.

Update zum 2.Absatz: Den Jolie-Pitt-Artikel haben die tatsächlich gelöscht. Ob wegen meines Kommentars dort?


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14.12.2009

Mist World. Schrecklich schön.

Da unser lokales Käseblatt, die Westfälischen Nachrichten (die ich natürlich nur im Internet kostenlos lese, dafür gebe ich kein Geld aus) sich immer weiter zum Boulevardblatt entwickelt, ist auch mir die hochinteressante Meldung nicht entgangen, daß die neue Miss World feststeht. Die (angeblich) schönste Frau der Welt also. Ich habe sie mir angesehen. Sterbenslangweilige Durchschnittsfresse. Schön ist anders. Schönheit ist nicht makellos. Schönheit ist markant. Hat Wiedererkennungswert. Wie mein geliebtes Krokofantilein. Sie sieht nicht aus wie ein Model. Sondern wie ein normaler Mensch. Kein glattpoliertes Einheitsgesicht, kein genormter Einheitskörper für den Einheitsgeschmack. Sie ist einzigartig. DAS ist schön.
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04.10.2009

Ist die virtuelle Leber wichtiger als die echte?

Es ist nicht die BLÖD-Zeitung, die so dämlich titelt, sondern das meistgelesene lokale Käseblatt, welches immer mehr darauf hinarbeitet, die Springerpresse qualitativ zu unterbieten:

"World of Warcraft unter Beschuss: Spiel ermuntert Jugendliche zum Alkoholexzess"

Von Word of Warcraft habe ich, wie von allen anderen Computerspielen auch, zwar gar keine Ahnung. Aber laut Erläuterung muß man sich in diesem Spiel virtuell besaufen, um irgendetwas zu erreichen. Und dies ist natürlich total böse, gesundheitsschädlich und verdorben und animiert zum echten Saufen.

Nimmt mich da nur Wunder, warum niemand sich über die alkoholverherrlichende Werbung, die noch präsenter ist als die für Tobak, erregt. Oder über die Tatsache, daß Werbung im Fernsehen für Tabak verboten ist, für Alk jedoch nicht. Doppelzüngig. Saufen ist dann schlecht, wenn es aus dem Computer kommt.

Ich könnte kotzen. Aber ich habe keinen Kater.

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24.09.2009

Filmstar?

In den Westfälischen Nachrichten (lokales Käseblatt) lasen wir, dass für den neuen Wilsberg-Krimi noch Komparsen gesucht werden. Warum nicht?

Sehr geehrte Damen und Herren
ich las in der Zeitung dass Sie für Dreharbeiten für die neunen Wilsbergfilme noch Komparsen suchen.

Ich habe etliche Wilsbergfilme gesehen und für gut befunden
und bin ausserdem gerade aus der Schweiz nach Münster gezogen und hätte von daher viel Freude bei soetwas mal mitzumachen.

Da Sie Körper und Kleidergrösse haben wollen da mal meine Daten

Grösse 166 cm
Kleidergrösse 50

über Nachricht würd ich mich freuen

Viele Grüsse
Krokofantilein


Und jetzt DAUMEN DRÜCKEN!!


Tach!

Ich bewerbe mich für eine Komparsenrolle in den kommenden
Wilsbergfilmen. Man sagt mir nach, ich sei witzig (obwohl ich nicht
daran glaube) und kann Leute belügen und den größten Mist erzählen, ohne
dabei auch nur ansatzweise rot zu werden. Und ich bin unmöglich.

Körpergröße: 168
Klamottengröße: XL

Ulf Hundeiker

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04.09.2009

Gaddafi soll haben angeblich

Nach der BLÖD-Zeitung haben jetzt auch die Westfälischen Nachrichen, unser lokales Käseblatt, die Gerüchteküche für sich entdeckt.

Libyens Diktator Gaddafi soll bei der UNO die Auflösung der Schweiz beantragt haben, so seine angeblichen Pläne.

Was sind das denn für Nachrichten?!?
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21.04.2009

Und in China fällt ein Sack Reis um.

Das Sommerloch tobt etwas verfrüht in unserem lokalen Käseblatt.

Samstag war ein Riesenaufmacher dort im Lokalteil, in welchem berichtet wurde von einer aus Münster stammenden Teilnehmerin irgendeiner komischen Castingshow auf irgendeinem Unterschichtsfernsehsender, in der mal wieder "Stars" mit minimaler Halbwertszeit produziert werden.

Ich besitze keinen Fernseher. Und ich vermisse nichts.

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