Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Nur Amis dürfen foltern, ohne Schurken zu sein.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Die brutalen Folterknechte der US-Armee, die der Welt angeblich Frieden und Demokratie bringen soll, jedoch gnadenlos alles niedermetzelt, was zur falschen Zeit am falschen Ort ist, werden nicht bestraft.

Anleitung zum Foltern mit WaterboardingDas, was man heute als Waterboarding kennt, kannte auch schon die gefürchtete spanische Inquisition. Das Opfer bekommt das Gefühl, zu ertrinken. Weiße Folter nennt man das, wenn keine körperlichen Spuren zurückbleiben. Das seelische Trauma ist unermeßlich.

Zumal schon zu Zeiten der Hexenverfolgung Kritiker erkannten, daß Gefolterte alles gestehen, was die Folterknechte hören wollen, nur damit die Qualen ein Ende nehmen. Die Amis legalisieren Methoden, die schon 1597 von Anton Praetorius als unsinnig erkannt wurden.

Andersherum reden die selbsternannten Weltverbesserer vom "Krieg gegen den Terror" - und terrorisieren selbst die Welt.

Verzapft am 21. Februar 2010, so um 18 Uhr 49

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Kommentare

Was sagt Barbara dazu?

22. Februar 2010 um 05 Uhr 25 (Permalink)

Es gab mal eine Zeit, da sah ich Amerika wirklich noch als grossartiges Land mit tollen Möglichkeiten. Sicherlich ist es das immer noch, aber seit ich weiss, was gerade Politiker, CIA oder Angehörige des Militärs schon so getan haben, ist meine Symphatie für dieses Land praktisch auf Null gesunken. Ich rede nicht von irgendwelchen Amerikanern, denn sicherlich gibt es sehr viele, die unglaublich gutes und schönes geleistet haben. Aber ich rede von den korrupten Drecksfolterern und Mörder.

Das es sowas wie Guantanamo überhaupt gibt, ist eine Schande der Menschheit, eine Schande für Amerika! Wobei es ja nicht "nur" bei Waterbording blieb: Man weiss von den Fotos, die publik wurden, Vergewaltigungen gab es auch...

Und jetzt kommt das töllste:
Auf einer öffentlichen Veranstaltung wurde Condoleezza Rice von zwei junge Leuten auf Folter angesprochen. Sie dementierte und sagte: "Die USA folter nicht, die USA kennt keine Folter". Die Jungen blieben hart und konfrontierten sie wiederholt damit. Die "gute" Frau Rice wurde ärgerlich und wollte nicht mehr weiter reden. So einfach ist das. Einfach dementieren: Wir Amerikaner machen sowas ja nicht. Ja wo lebt die Frau denn? Die Fotos von Guantanamo: einfach nur erfunden? Die Verurteilung von Soldaten die dort waren: einfach nur erfunden?
Fuck America! Echt. Ich hab keinerlei Lust mehr, in diese Land zu reisen. Nicht nur wegen den Folterdingen. Sovieles was einfach nicht stimmt. Auch der Umgang mit Leuten aus östlichen Ländern. Turban auf? Aha, möglicher Terrorist! Dunkle Hautfarbe und aus dem Iran? Aha, sehr verdächtig! u.s.w. Gläubiger Moslem? Nanana, was treiben wir denn so heimlich in der Moschee?

...

Was sagt Barbara dazu?

22. Februar 2010 um 08 Uhr 32 (Permalink)

So, ich nochmals. Habe grade ein Video gekuckt, dass zwar nicht direkt mit Folter zu tun hat, wie sie klassischerweise definiert wird, aber es geht auch in diese Richtung.

Es geht um einen 67 jährigen Mann, der sich aus Notwehr im Bus selbst verteidigt hat. Später wird er während einer Sportverantstaltung festgenommen. Oder besser gesagt mit einem Taser "flachgelegt", obwohl überhaupt kein Grund dazu besteht. Er wurde gegen die Polizisten in keiner Weise gewalttätig. Aber so ein Wixer von Polizist schleicht sich von hinten an ihn ran und versetzt ihm wohl aus purem Sadismus einen "Schock" mit diesem Taser. *kofpschüttel*... der Mann liegt flach und kann sich vorläufig noch nicht mal aufrichten...

http://www.youtube.com/watch?v=KcEJcEUnN7Q

Was sagt Jaycee aus dem Atomlabor Wuppertal dazu?

22. Februar 2010 um 09 Uhr 20 (Permalink)

ich finde ein telefonbuch auf den schädel hauen reicht vollkommen aus (weiße Folter) und nimmt nicht so viel Platz ein wie ein Waterboard !

Gruß vom BND

Was sagt Ly dazu?

23. Februar 2010 um 10 Uhr 47 (Permalink)

Ui, Barbara richtig in Fahrt.

Zu Recht. Wobei noch anzumerken ist, das die Rice so ziemlich das abgewichsteste Weibstück ist/war, mit Verlaub, ich bin selbst eine Frau, das mir/uns je vor die Telelinse kam. Ich glaub nicht, das die Frage ist: "ja wo lebt die Frau denn?", sondern eher, wie ihr gut mögliches Kalkül aufging, das viele US-Bürger ein Bedrängen einer hochgestellten Politikerin gut möglicherweise für ungehörig fanden, dazu kommt ein gutes Quantum Verdrängung, und dazu noch: Es ist doch (moralisches) Recht, schließlich gehts ja um 9/11, die große große Wunde, geschlagen in ein Volk, das sich zuhause auf ihrem Kontinent absolut sicher fühlte, was seither vorbei ist und in regelrechte Phobien ausartet/e.

Mich würde, sachlich, interessieren, was eigenlich die Verfassung und weitergehende Gesetzgebung der USA zu Folter grundsätzlich, und in einem evtl. erweiterten Sinne, zu sagen hat.

Findet da, ich meine das so wie ich es schreibe, eine Art Rechtsbeugung statt, Ulfs Artikel meinend, das die Herren Juristen der Regierung ungeschoren davon kommen mit ihrem Memo?
Oder gibt es da gesetzliche Möglichkeiten, es eben nicht zu ahnden?

Es gibt bestimmt in USA auch Stimmen, die dies nicht ganz so prikelnd finden, aber, dennoch:

Ich finde die USA, trotz der sicher unbestreitbaren Aussage eines sehr lieben und nahen Freundes, das es dort sehr freundliche, gastfreundliche, liebenswürdige Menschen gibt, immer merkwürdiger, zb das "nur" 26 % die Evolutionstheorie für gegeben halten, ok, der große Rest sind nicht alles Kreationisten, aber es ist frappierend für ein Land, dass man, auf dem Dreh bin ich inzwischen, immer weniger und weniger mit unserem vergleichen kann, Westen hin, Westen her.
Mal ganz unabhängig von sowieso USA-kritischer Haltung, die hierzuland eine gewisse Tradition hat.

Was Jaycee schreibt, stimmt sicher ebenso irgendwann, irgendwie, irgendwo.

In meiner Jugend, Ende der 70er, Anfang der 80er, gabs zb auch den einen oder anderen Anwalt in der BRD, der sich spezialisiert hatte, Gewaltausübung auf Polizeiwachen betreffend. Lange her, keinen Schimmer was da heute geht.

Aber: Bei allen Spannungen, bei allen Schwierigkeiten, bei allem wo man achtsam sein muss, bin ich inzwischen froh, in Good Old Europe geboren zu sein, für mich hat es sich schon länger ausgeweltbürgert.

Der Zweck heiligt, inbesondere was Folter angeht, nicht die Mittel.

WENN hierzuland die Sachen rauskommen, WERDEN Sie, soviel Vertrauen hab ich zu unserem Rechtssystem, geahndet.

Beispiel diese Sache wo es um ein entführtes Kind ging, und dem Entführer, um das Kindesleben zu retten, Folter angedroht wurde auch von höherer Stelle bei der Polizei, ausführend, sicher nicht ohne freien Willen, waren dann, wenn ich mich recht entsinne, zwei ermittelnde Beamte.

Moralisch menschlich scheint uns das, so rein affektiv, es geht um ein Kindesleben, verständlich.

So vieleicht auch für so einige US-Leute moralisch gesehen Folter "möglich" sein könnte, auch wenn das von uns hier ganz fern ist, da wir emotional nicht tangiert sind von dem Wandel im Bewußtsein, das auch USA kein sicheres Land sind, so geschehen nach 9/11 und, glaubt man den vielen damaligen Berichten, für viele US-Bürger nahezu traumatisch.

Aber: Die entsprechenden Polizisten, die im Entführungsfall Folter angedroht haben, da sind Köpfe gerollt, bzw es gab Strafen, was die Beamten vieleicht sogar einkalkuliert hatten, wer weiß, eine haarige Geschichte.

Das war eine heiß debattierte Sache, aber das ist Rechtsstaatlichkeit, gemäß unserer Verfassung, ständig nach dem Staat schreien halt ich zwar auch für Dumpfsinn, aber was Grundrechte von Menschen angeht, ist es massiv wichtig, das, spätestens wenn die Sachen bekannt werden, aus welchen Gründen auch immer für andere nachvollziehbar oder nicht, auch etwas passiert.

Fakt ist doch, das es so einige Menschen gibt, das zeigten auch Bilder aus US-Gefängnissen, die bei Möglichkeit so richtig die Sau rauslassen. Die gibts überall, was auch unsere eigene Geschichte zeigt.
Umso deutlicher klar ist, Folter ist absolutes NO_GO, umso besser.

Dieses teilweise biggotte, ab und an dermaßen offen verlogene Pack da überm Teich.

Uff. Jetzt hab ich mich auch grad total aufgeregt.

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen.

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