Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Fleisch. Aber Bio(un)logisches.

Kategorie: KuliNarrisch

Ich bin weder ein Öko noch ein Körnerfresser. Aber Biofleisch soll ja eine exzellente Qualität haben. Die Preise sind allerdings auch exzellent.

Biofleisch ist übrigens Fleisch von Tieren, die im Beisein einer Bezugsperson eines Natürlichen Todes gestorben sind.

Biofleisch ist unter anderem auch deshalb Bio, weil das Getier, welches einmal auf dem Teller landen soll, keine Medikamente bekommt. Auch dann nicht, wenn es krank ist und eigentlich Antibiotika bräuchte. Ob man die Viecher jetzt einfach qualvoll abkratzen läßt?

Man kann jedoch auch Fast-Biofleisch zu günstigeren Preisen bekommen. Mit selbsterzeugtem Futter und artgerechten Bedingungen. Die jedoch, wie die Menschlichkeit gebietet, bei eventuellen Krankheiten behandelt werden. Dafür ohne teure Lizenzen und Siegel. Aber mit Geschmack.

Der Wirt des Landgasthofes Wilhelmer bei Nienberge an der Gasselstiege, den ich hier mal lobend erwähnen möchte, da uns sein Essen und sein unaufdringlicher freundlicher Service sehr gut gefiel, als wir nach überstandener Verehelichung dort einkehrten, dieser Wirt also bezog sein Fleisch von einem Hof, der eigentlich alle Bioregeln befolgte, außer, daß seine Rinder bei Krankheiten vernünftigerweise behandelt wurden, damit sie nicht an Lungenentzündungen und ähnlichem verrecken. Über besagten Wirt kann man auch Fleisch vorbestellen.

Ich will Fleisch!
-von streßfrei aufgezogenen Viechern, denn Streß läßt das Fleisch wäßrig werden und ist außerdem unzumutbar.
-von Viechern, die gesundes Futter bekommen und keine zermanschten, granulierten Kadaver namens Tiermehl.
-Von Viechern, die langsam wachsen durften (gibt mehr Geschmack!) und nicht völlig auf Turbo gezüchtet und dann noch mit Beschleuniger traktiert wurden, um noch schneller und geschmackloser und labberiger und wäßriger zu wachsen.
-Von Viechern, deren Leben sich auch draußen abspielte, die so natürlich aufwuchsen, daß sie nicht beim ersten ungewohnten Geräusch tot umfallen
-von Viechern, die im Krankheitsfall auch angemessen therapiert werden und nicht um jeden Preis lebensnotwendige Medikmente vorenthalten bekommen, nur, damit das Biosiegel draufdarf.

Fleisch soll schmecken.
Ob da nun Bio draufsteht oder nicht, das ist mir Scheißegal.

Verzapft am 25. April 2010, so um 06 Uhr 46

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Kommentare

Was sagt psychoMUELL dazu?

25. April 2010 um 07 Uhr 28 (Permalink)

ich stimme dir fast zu, ab und an esse ich auch Fleisch, aber wenn ich selber schlachten müsste, dann würde ich darauf verzichten. Wäre sicher was anderes, wenn ich kurz vor dem Verhungern wäre, aber das passiert in der Zivilisation nicht so leicht - zumindest hier.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 25. April 2010 um 07 Uhr 36 (Permalink)

Ich bin prinzipiell für Fleisch zu töten bereit, allein fehlt es mir an Fachkenntnis. Außer bei Fischen, diese abzumurksen und küchenfertig auszuweiden brachte mein Opa mir so mit vier, fünf Jahren bei.

Eigenen Senf dazugeben?

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