Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Wie funktioniert körperliche Abhängigkeit beim Alkohol?

Kategorie: Erlebtes

Als diese Frage kam, mußte ich erstmal recherchieren. Ich war erstaunt, wie einfach das ist:

Alkohol beeinflusst den Stoffwechsel im Gehirn erheblich. Er stimuliert dabei die GABA-Rezeptoren in Gehirn und Nervensystem und hemmt die NMDA-Rezeptoren, wodurch Alkohol entspannend und angstlösend wirken kann. Da die GABA-Rezeptoren allerdings bei ständiger Stimulation eine Toleranz entwickeln, werden bei längerfristigem Alkoholmissbrauch immer größere Mengen benötigt, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Diese Effekte beruhen auch auf der erhöhten Produktion von Dopamin und Endorphinen. Aber auch die starken Entzugssymptome begünstigen eine einmal vorhandene Abhängigkeit.

Wird der Alkohol plötzlich nicht mehr zugeführt, fehlt die „Regulierung“ der verschiedenen Rezeptoren. Dies erklärt die verschiedenen Symptome des körperlichen Entzugs. Durch die nicht mehr vorhandene Unterdrückung der Nervenzellen entstehen durch deren Übererregung Angstgefühle, Zittern, Halluzinationen bis hin zu Krampfanfällen. Deshalb trinkt der Alkoholkranke frühzeitig wieder Alkohol, um die quälenden Symptome zu beseitigen.

(geschrieben für Wikipedia)

Verzapft am 16. Oktober 2010, so um 09 Uhr 22

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Kommentare

Was sagt Marcus Etzinger dazu?

28. Oktober 2010 um 14 Uhr 31 (Permalink)

Manches ist tatsächlich gar nicht so komplex, wenn man es auf die wichtigsten Details runterbricht. Der Bund hat ne Alkohol-Kampagne unter http://www.kenn-dein-limit.de am Laufen zur Zeit in der das gleiche Prinzip angewandt wird, wie ich finde. Falls Du noch gute Infos zum Thmea brauchst, wird man dort ganz gut fündig. Da gibt es auch so ne (wie sie es nennen) Alkohol-Bodymap die zeigt wo ALkohol was im Körper anstellt. Grüße! Genug zu dem Thema gibt es ja immer zu schreiben... und das sollte auch so bleiben, bis vielleicht irgendwann nicht mehr so sehr mit dem Feuer gespielt wird mit Blick auf diese Droge...

Eigenen Senf dazugeben?

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