Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Bilinguale Ehe.

Kategorie: Mischmasch

Meine LiebsteAls ich meine künftige Liebste das erste Mal besuchte, war ich auch das erste Mal bewußt in der Schweiz. Ich stieg am Bahnhof in Zürich in der deutschsprachigen Schweiz um, als mich eine Dame ansprach. Und ich verstand kein Wort.

Später übersetzte meine Liebste im Ernstfall, denn auch, wenn offiziell in Behörden und Schulen Hochdeutsch gesprochen wird, außerhalb gilt wieder: Muttersprache. Und diese ist Schweizerdeutsch.

Nach einigen Wochen regen Pendelverkehrs zwischen Münster und Winterthur, lesen von Schweizerdeutschen Texten und dergleichen sprach ich diesen zuerst vollkommen unverständlichen Dialekt zwar nicht (und kann es bis heute nicht), aber ich verstand ihn gut genug, um meiner Liebsten Sippe und Freunden sagen zu können, daß sie ruhig sprechen können, wie sie es gewohnt sind, ich würde dann einfach auf Hochdeutsch antworten.

Und so ist es noch heute. Wenn wir beide unter uns sind, wenn keiner außer mir meine Liebeste verstehen muß, spreche ich Hochdeutsch und sie Schwiizerdüütsch, jeweils gespickt mit einigen speziellen Vokabeln, die außer uns ohnehin niemand versteht.

Das ist angenehm für uns beide. Und andere raffen gar nichts.

Verzapft am 07. Mai 2011, so um 23 Uhr 38

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