Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Locomotive Breath.

Kategorie: Erlebtes

Teilzeithund Bruno mit Stock.Heute habe ich ihn fertiggemacht! Aber richtig!

Ein wenig Sport, so dachte ich, könnte Bruno gut tun. Die Kalorien vom Kuchen abstrampeln. Allerdings bin ich selbst nicht mehr so fit wie zu meinen Marathonzeiten. Also Stöckchen werfen. Klingt super. Ist bei Bruno aber so eine Sache- er holt zwar begeistert den Stock und kommt auch mit ihm zurück. Aber er gibt ihn nicht wieder her. Er verteidigt seine Beute, bis er etwas abseits tapert und den Stock auffrißt. Das sieht so aus und er guckt dabei auch so als sei es ein schöner Schinkenknochen.

Die Lösung ist, mit mehreren Stöcken zu operieren. Zumal ich als ungeübter Werfer nicht sehr weit komme. Also: Werfen in die eine Richtung, während er den Ast dann zu Tode hetzt einen weiteren suchen und sobald er wieder guckt in die Gegenrichtung schleudern.

Sinnvollerweise tut man das im Walde, denn in baumlosen Gegenden sind Stöcke erfahrungsgemäß eher selten. Ein Phänomen übrigens, welches weiter erforscht werden sollte. Ich vermute einen Zusammenhang mit der Größe der Baumvorkommen.
Bruno, kackend.
Also ab in den Wald mit Waldi, äh, Bruno. Natürlich nicht ohne das unvermeidliche Kacken. Diesmal aber machte er wie ein nomaler Hund und nicht gegen die Schwerkraft wie sonst. Und dann Schmeißwech! Meine Schulter tut weh, und Bruno liegt völlig platt auf seinem Platz und pennt. Hin und her habe ich ihn gejagt und kreuz und quer, eine Stunde lang, bis er schnaufte wie eine alte Schnellzug-Dampflokomotive. Doch Freude hatte er offensichtlich.

Lustig, als er zwei Stöckchen zusammengetragen hatte und ich versuchte, mir eines von diesen anzueignen. Schnapp! packte er es- und verlor dabei das andere. Wollte ich dieses, schnappte er es wieder zurück und ließ das erste fallen dabei. Und schaute dabei unglaublich überfordert.

Auch wenn er furchtbar furzt, unglaublich verfressen ist und penetrant-nervig dazu auffordert, ihn liebzuhaben- ich mag ihn ja doch.

Verzapft am 12. Oktober 2011, so um 14 Uhr 31

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Kommentare

Was sagt Ma Rode dazu?

12. Oktober 2011 um 15 Uhr 36 (Permalink)

Ja, der 2-Stöckchen-Trick funktioniert bei meinem vierbeinigem Mitbewohner auch hervorragend! Vorzugsweise im Wald ... Feld und Flur nur dann, wenn genügend hölzerne Reserve in meiner Tasche klappert.

Was sagt Big Al dazu?

12. Oktober 2011 um 18 Uhr 09 (Permalink)

"Er verteidigt seine Beute, bis er etwas abseits tapert und den Stock auffrißt."
Bruno ist ein Termitenhund, das ist die Lösung!

Was sagt Brutzler dazu?

13. Oktober 2011 um 04 Uhr 01 (Permalink)

dieser Tier hat ein "Kack Style"...ungeheuerlich...

Eigenen Senf dazugeben?

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