Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Professor Boernes Brötchen.

Kategorie: Held der Arbeit

Es ist jeden Morgen das gleiche. „Professor Boerne“ habe ich so genannt, weil er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem von Jan-Josef Liefers gespielten Tatort-Dings, wenn auch weniger Stil als dieser hat.

Ich steige mit einer integrativen Kollegin am Bahnhof in denselben Bus ein wie Boerne, zwei weitere Kollegen steigen später hinzu. Boerne steht am Bahnhof mit seiner Tasche und noch etwas leerem Blick*1 und sitzt kurz darauf im Bus meist in unserer Sichtweite.

Nach einer Weile des Fahrens, immer aber noch innerhalb des Rings, kramt Boerne dann eine Papiertüte hervor. Eine Brötchentüte, indem ein Brötchen unbekannten Belags des Gefressenwerdens harrt. Und wenn er es frisst, dann packt er es nicht richtig aus, sondern zuppelt sein Brötchen eine halbe Ewigkeit umständlich und geräuschvoll raschelnd in der Tüte zurecht. Ist er mit der Ausrichtung des Brötchens zufrieden, steckt er seinen Kopf halb in die Tüte rein und beißt zu.

Anschließend kaut er, gründlich, wie man auch kauen sollte. Die Backen sind jedoch verhamstert, als habe er die gesamte Semmel auf einmal eingeführt.

Ich muss ja nicht hingucken.

Gleich wird er wieder zubeißen, denn dem Rascheln nach zu urteilen ist er demnächst mit der Neuausrichtung des Backwerkes fertig.

Verzapft am 03. November 2014, so um 20 Uhr 09

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Kommentare

Was sagt Frankfutt dazu?

03. November 2014 um 20 Uhr 49 (Permalink)

Salve, Ulf! Na... das ist mit Sicherheit pseud-akademisches Gehabe, die den Genuss des Entdeckens des Geschmacks symbolisiert.... Nu habe ich als "Frankfutt" mit AA meine Senfverdauung implementiert... wink Greetz Sabine

Eigenen Senf dazugeben?

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