Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

NichtraucherIn - trotz Allen Carr!

Kategorie: Erlebtes

Vorwort
Am Tage nach meiner letzten Zigarette kaufte ich mir das viel gepriesene Buch „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr. Ich erhoffte mir Unterstützung davon, redeten doch alle von diesem Buch und wurden die Kosten (von immerhin mehreren hundert Euro) für Nichtraucherseminare nach der Methode Carrs von meiner Krankenkasse getragen. Na gut, die bezahlt sogar Homöopathie.
Nach über vierzig Seiten (von knapp 190) warf ich die Nichtraucherbibel genervt in die Ecke, in der sie heute immer noch liegt. Mir ging das selbstverliebte Geseihere des Mis­ter Carr erheblich auf den Sack. Selbstherrlich pries er seine Methode als die einzig rich­tige und sichere an, er lobhudelte sich selbst, wie vielen Menschen er schon geholfen habe und daß man sich lediglich ganz genau an seine Anweisungen halten müsse. Dann würde seine Methode garantiert helfen.
Allerdings hatte der vor einigen Jahren abgekratzte Carr auf über vierzig Seiten Selbstlobhudelei nicht einen Hinweis darauf gegeben, wie das Nichtrauchen nun gemacht werden müsse. Und so etwas hasse ich: wenn jemand überhaupt nicht auch den Punkt kommt, sondern über zig Seiten sich an sich selbst aufgeilt.
Das Buch kostet acht Euro. Da bekommst Du knapp zwei Päckchen Kippen für. Hast Du mehr von!
Ich spare mir das Eigenlob und schreibe einfach, wie ich es gemacht habe: Ich habe ein­fach aufgehört.

Und hier ist mein Meisterwerk zum Download: „NichtraucherIn trotz Allen Carr!“
Das überflüssige Buch.

Verzapft am 07. November 2010, so um 14 Uhr 28

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Kommentare

Was sagt Conny dazu?

07. November 2010 um 14 Uhr 38 (Permalink)

Also ich habe dank des Buches ohne Entzugserscheinungen aufgehört. Keine Probleme, keinen Hibe auf ne Kippe, nix einfach nur gelöstes Nichtraucherdasein ohne Bedürfnisse nach Kippen. Das Geseiere ist im Buch ja genau das was im Kopf den Schalter umlegt smile Es geht dabei nicht um die Methode an sich sondern darum beim Raucher ein Umdenken zu erreichen und Aha Effekte zu verankern und das klappt.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 07. November 2010 um 14 Uhr 46 (Permalink)

Nun, aufhören kann man ohne dieses Buch billiger und weniger langweilig. Solche selbstherrlichen, selbstverliebten Typen regen mich außerdem auf, so daß ich erst recht nicht auf sie höre.

Was sagt Austro dazu?

07. November 2010 um 15 Uhr 13 (Permalink)

Mache brauchen einen, der sagt wo's lang geht, manche nicht.

Ich hab vor 1,5 Jahren aufgehört. Wie Ulf ganz ohne Carr. Einfach weil ich es nicht mehr wollte. Unbewusst hat es mich schon veil länger gestört, das Rauchen.

Heute kommt mir Rauchen seltsam pubertär und albern vor. Man macht sich seltsam klein damit und ist noch stolz drauf.

Meine Kondition ist wieder da, mein Geschmackssinn, und da ist (eigentlich banal) die Freude, eine Wohnung zu betreten, die nach frischem Holz duftet und Gewürzen, die aber nicht wie eine Bahnhofspinte stinkt.

Klare Winterluft ohne Rauch ist wunderschön.

Was sagt Andre dazu?

07. November 2010 um 15 Uhr 29 (Permalink)

Hätte ich nicht mit dem Rauchen aufgehört wäre ich an der Lungenembolie die ich ein Jahr später hatte gestorben.
Die durch das Nichtrauchen gewonnenen Sauperstoffprozente haben mir auf dem Weg ins Krankenhaus das Leben gerettet!

Was sagt kall dazu?

07. November 2010 um 15 Uhr 34 (Permalink)

ja, einfach aufhören.
Anfangs muss man noch immer wieder sagen, "nein, das will ich nicht mehr", dann irgendwann "nein, das brauch ich nicht mehr" und irgendwann verschwindet es langsam völlig aus dem Bewusstsein.
Ich weiß, DASS ich irgendwann vor fast 30 Jahren mal Raucher war, aber ich weiß gar nicht mehr so recht WIE das eigentlich war.

Was sagt Benedicta dazu?

08. November 2010 um 01 Uhr 20 (Permalink)

Ulf, du hast letztens irgendwann mal geschrieben, dass du erst als Erwachsener mit dem Rauchen angefangen hast.

Das macht einen Unterschied - es macht dir das Aufhören tatsächlich leichter!

(Hat irgendwas mit dem Hirnstoffwechsel im jugendlichen Gehirn zu tun - kommt man schon als Jugendlicher mit Nikotin in Kontakt, entsteht leichter und schwerer Sucht. Beim Erwachsenen ist das alles schon etabliert, darum bilden sich gar nicht erst so schlimme Abhängigkeiten.)

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 08. November 2010 um 07 Uhr 02 (Permalink)

Naja, bei mir kommen noch ein paar spezielle Einzelheiten dazu, die ich öffentlich nicht ausbreite. Das heißt schon was wink

Ich glaube jedenfalls nicht, daß Frühraucher durch das dünnflüssige Geseihere des toten Herrn Carr mehr Vorteile haben als meinereiner...

Was sagt Ma Rode dazu?

08. November 2010 um 12 Uhr 40 (Permalink)

Ulf, Daumen hoch!

Was sagt Manuela dazu?

08. November 2010 um 15 Uhr 48 (Permalink)

Ichhabeirgendwann imApril diesen jahres mit dem Rauchen aufgehört, als 18-jährige angefangen (noch jugendlich oder schon erwachsen?). Ohne Buch, ohne Therapie, einfach beschlossen nicht mehr zu rauchen. Klappte bei mir prima. Mein Mann hat im September aufgehört, von heute auf morgen (er rauchte seit seinem 14 Lebensjahr), er ist nicht rückfällig geworden bisher, aber oft träumt er, er hätte geraucht und ärgert sich dann darüber. Meiner Meinung nach ist es reine Willensache.

Was sagt dutu dazu?

08. November 2010 um 21 Uhr 43 (Permalink)

iwie dooof mit ulfi kannste keinen saufen gehen und jetzt auch nimmer mal in ruhe eine rauchen...er ist trotzdem mein bester freund smile

ich sollte mir vielleicht ein beispiel an dir nehmen

Eigenen Senf dazugeben?

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