Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Schleichwerbende Westfälische Nachrichten werden ihre Praktiken wohl niemals ändern.

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Die ehemalige Zeitung Westfälische "Nachrichten" wandelt sich in einer immer atemberaubenderen Abwärtsspirale von einer ehemals gar nicht so schlechten, nur sehr CDU-hörigen Zeitung zu einem täglich erscheinenden Werbemagazin im Spektrum der Regenbogenpresse.

Perfekt dazu paßt unsere heutige bzw. gestrige Schleichwerbung. Nicht die erste, die ich dem Deutschen Presserat gemeldet habe (und der letzte ist gerade erst eine Woche her, ich Querulant!). Aber da das matte Grunzen eines zahnlosen Tigers wenig Eindruck macht, wird das Käseblatt diese allgemein verpönten unlauteren Praktiken sicher nicht ändern. Und diese Beschwerde wohl nicht meine letzte bleiben.

Eine Geschäftsfrau, welche als Prinzessin bezeichnet wird, weil sie Vorfahren hat, die mal undemokratische Despoten waren, weshalb sie etwas besonders edles, vornehmes und besseres ist als andere Menschen, ist nun in der Führungsriege eines Modeunternehmens, welches drölfzig mal namentlich genannt und positiv dargestellt wird. Daß diese "Adelige", die ja etwas besonders elitäres ist von wegen ihrer Geburt, weshalb Leistung eigentlich auch egal wäre, trägt diesen Krempel selbst. Damit unterstreicht der Artikel die als solche nicht gekennzeichnete Werbeanzeige der Modefirma, wie toll und edel der Seich ist.

Muß ich mir das bieten lassen? Schleichwerbung ist ja schon schlimm genug, aber wenn ich irgendwelchen Klatsch über irgendwelche verkommenen Überbleibsel alter Herrscherfamilien inklusive Pipiprinz lesen will, dann lese ich dafür nicht die WN, sondern die "Freizeitliche Goldrevue", die "Gala der Echo-Frau" oder wie diese Blätter alle heißen.

Furchtbar. Da kann ich ja noch besser "stehlen und verschwenden"*1 lesen. Die tun wenigstens nicht so, als waren das Zeitungsartikel.

Verzapft am 21. August 2011, so um 18 Uhr 04

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