Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

BloggerInnen-Interview, Numero 25: Efka, der edle Heide.

Kategorie: Vernetzt

Auf Light Life Love Liberty stoßte ich im Rahmen meiner esoterischen Rescherschen*1. Gehört zur Kategorie Freundliche Menschen, finde ich.
 Screenshot von Efkas Blog.
1.: Wie bist Du zum Bloggen gekommen?
Ich hab auf meinen alten Websites immer einen Bereich gehabt mit Artikeln zu bestimmten Themen. Eigentlich die gleichen Rants wie heute. Blogs gabs damals noch nicht, wir hatten ja nüscht vor Nine Eleven wink . Daher hab ich irgendwann, als ich meine Forenprojekte aufgegeben hatte (einfach zuviel Zeit, Communities mit dreistelligen Usern zu betreuen ist auch zu nervenaufreibend), einfach Wordpress installiert und dort geschrieben. Da war ich freier.

Ich war immer politisch interessiert und aktiv. Früher haben wir Flyer verteilt, heute bloggt mensch halt. Und da ich mich für viele verschiedene Dinge interessiere ist sowas auch freier wie themengebundene Communities.

2.: Was war Deine ursprüngliche Motivation dazu, und was hat sich daran geändert, seit Du bloggst?
Ich will weder die Welt verändern (das war glatt gelogen wink ), noch objektiv über Dinge schreiben. Ich seh das eher als Ventil, und ich kenne auch einige, die meine Rants gerne lesen. Auch wenn ich die letzten 3 Wochen Krankheits- und Arbeitsbedingt nicht mehr bloggen konnte. Aber es gibt ja bald einen Feiertag biggrin

Geändert hat sich eigentlich nichts. Außer, daß ich vielleicht toleranter geworden bin. Ja, echt!

3.: Was willst Du mit Deinem Blog erreichen oder bewirken für Dich und andere?
Ich will eigentlich gar nichts erreichen. Wenn ich Menschen zum Nachdenken bewegen kann, dann ist das gut. Wenn Menschen die Sachen gefallen, dann gut. Wenn es Menschen gibt, die sich aufregen (von Nazis über besonders politisch Korrekte alles schon dagewesen), umso besser. Für mich ergibt sich natürlich auch der positive Effekt der Selbstreflektion. Wenn ich etwas runterschreibe (und ich schreibe einfach drauf los, meine strukturierten Essays sind nix fürs Web, würde eh kaum einer rallen, wobei, vielleicht kommen die auch mal rein als „Special“) dann kann ich mich selbst von Außen betrachten. Hat auch etwas. Und macht gelassener.

4.: Was ist Dir zu bloggen wichtiger: Meinung oder Sachinformation? Warum?
Es gibt keine reine Sachinformation. Und es muss nicht alles logisch sein, argumentativ stichhaltig. Emotion ist wichtig. Wir verleugnen unsere Emotionen viel zu sehr. Diese sind kaum etwas wert in der kapitalistischen Konsumgesellschaft. Emotion treiben Menschen an. Nicht Sachinformationen. Der Trick ist natürlich, beides zu verbinden. So wie Apple. Aber halt, sonst fang ich an zu ranten, und es heißt ja angeblich „über die Toten nur Gutes“ (wer hat sich eigentlich den Quatsch ausgedacht?)*2.

Emotionsgetriebene Sachinformation. Mit einem Augenzwinkern. Denn am wichtigsten ist für mich immer Humor. Auch wenn dieser für viele recht versteckt ist.

Ich zitiere mich mal selbst: „Ich bin weder Journalist, noch möchte ich einer sein. Ich schreibe keine objektiven Artikel, sondern nur meine Meinung zu gewissen Themen. Wer objektive Wahrheiten sucht soll sich selber ein Bild anhand verlinkter Quellen und dem Vergleich zwischen verschiedenen Positionen machen. Objektive Wahrheit und Neutralität ist eh eine Lebenslüge der Bourgeoisie wink .Die Artikel sind bewusst manchmal überspitzt formuliert. Wer alles bierernst nimmt hat Pech gehabt.“

5.: Welchen Artikel hältst Du persönlich für Deinen besten? Warum?
Puh. Das kann ich nicht sagen. Eigentlich find ich einige recht gut, manche ziemlich daneben. Sehr am Herzen liegt mir allerdings das Unions-Bashing.

Emotional, gehässig, aber wie heist es so schön:
Bis unsre Hand in Asche stiebt,
Soll sie vom Schwert nicht lassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!

Aus: Georg Herwegh, Das Lied vom Hasse

6.: Thema Blogroll: Nach welchen Kriterien wählst Du die Blogs aus, die Du liest? Sind diese alle in der Blogroll aufgeführt oder nur ein Teil?
Der Blogroll ist die vielleicht vernachlässigste Stelle im Blog. Die meisten dort verlinkten Blogs stammen von Menschen, welche ich entweder im Real Life kenne oder aber lange im Internet. Oder aber, sie gefallen mir einfach. Würde ich alle Blogs dort auflisten, welche ich regelmäßig lese, wäre die Liste viel zu lang.

7.: (Wie) versuchst Du, neue Leser und Abonnenten zu gewinnen?
Direkt gar nicht. Aber manchmal twittere ich einen Link, oder schick ihn über Google Plus oder früher auf Facebook. Das wars aber auch. Mich überrascht eh, daß mein Geschreibsel immer von ein paar hundert Leuten gelesen wird. Auch wenn die fast alle zu faul für Comments sind. Aber so ist das halt in einer Konsumgesellschaft wink

8.: Wie siehst Du die Entwicklung Deines Blogs bis zum Jahresende? Hast Du konkrete Ziele? Was wird sich ändern? Was willst Du verbessern?
Ein eigenes Theme machen. Das ganze hätte ich gerne auch in einem lesbaren Format für Smartphones, da werde ich mal schauen und selber was basteln. Und ich will mir feste Blog-Schreibtage einrichten. Aber das will ich schon seit Jahren.

Inhaltsverzeichnis Interviews

Verzapft am 30. November 2011, so um 07 Uhr 00

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