Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Wie ein richtiger Mann! Teil 2: nichts für Einfaltspinsel.

Kategorie: Mischmasch

Das erste vorgestellte Utensil zur richtigen Rasur ist sicherlich das am besten unterschätzte. Denn die Unterschiede in der Qualität von Rasierpinseln sind in der Tat beträchtlich, und der Einfluß auf die Rasur ist viel größer als man denkt!
Mein Rasierpinsel mit Silberspitz.Einen Rasierpinsel besaß ich schon früh, schon mit zwanzig, trotz Systemrasierer. Eine leergeschäumte Rasierschaum-Sprühdose war mir zu viel Abfall. Ein Rasierseifendings hingegen hinterließ nur einen Plastiknippel, von der Umverpackung abgesehen. Als Schüler hatte ich natürlich wenig Geld und dachte wie viele andere, ein billiger für 12 Mark tut es auch. Er tat es jedoch irgendwann nicht mehr, nachdem er eine Weile unter Alopezie gelitten habend irgendwann kahl war.

Billige Pinsel sind aus Schweineborste. Nichts gegen Schweine, aber die Borsten sind relativ dick und hart und steif. Das spürt man nicht nur im Gesicht, auch der Schaum läßt sich nicht so schön aufschlagen. Und, wie erwähnt, der Schaum macht sehr viel aus! Je feiner der Schaum, desto leichter fällt die Selbstkastration.

Der eigentliche Standard und etwas weniger billig ist ein Pinsel aus Dachshaar. Als ich mir einen solchen für damals glaube ich vierzig Mark besorgte, war ich fasziniert von dem Unterschied zur Schweineborste. Natürlich gibt's auch hier noch Unterschiede. Ich habe mir neulich einen ziemlich sehr guten mit Silberspitz gekauft, der war schon sehr teuer, aber es hat sich für mich gelohnt! Allerdings sehe auch ich irgendwo eine Grenze, denn irgendwann finde ich den Zuwachs an Qualität nicht mehr den Zuwachs an Preis wert.

Dennoch- Je besser der Pinsel, desto besser die Rasur! Und Qualität kostet einfach. Basta.

  1. Selbstkastration.
  2. Nichts für Einfaltspinsel.
  3. Eingeseift.
  4. Abgezogen.
  5. Messerscharf.

Verzapft am 14. Februar 2012, so um 16 Uhr 30

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Kommentare

Was sagt Achim dazu?

14. Februar 2012 um 20 Uhr 15 (Permalink)

Seit deinem ersten Beitrag zum Thema schaue ich immer fasziniert im Kaufhaus die teuren Pinsel an.

Und ich glaube, der, den ich mal hatte, war zwar nicht teuer, aber dennoch Dachsborste.

Nur das Metalldings, in dem der eigentlich Pinsel war, also der Borstenhalter, verabschiedete sich schnell vom Holzgriff.

Und meine Geldosen halten so lange, das ist mir nicht zu viel Müll.

Und Dosenschaum geht sowieso nicht bis auf die Haut ums Barthaar, gar nicht erst kaufen.

Dein morgiges Thema habe ich heute in einer Vitrine entdeckt, oje, alle weit über 100 Euro!

Ebenfalls entdeckt habe ich heute teurere Rasierhobel, ein Wort, das vor wenigen Tagen prominent auf Wikipedia vertreten war. Hobelrasiert habe ich auch schon.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 14. Februar 2012 um 20 Uhr 17 (Permalink)

Es gibt verschiedene Qualitäten von Dachshaar. Im Grunde sollte es einfach ein ordentlicher Pinsel sein statt Schweineborste. So edel wie meiner muß es nicht sein, das ist zwar seeehr schön, aber auch ein wenig Luxus.

Was sagt kall dazu?

15. Februar 2012 um 13 Uhr 22 (Permalink)

Ordentliche Dachshaarpinsel halten aber auch ewig, wenn man sie gut behandelt.

Ich kenn allerdings auch Menschen, die reinigen mit dem Pinsel die verstopften Schlitze zwischen den Drei- bis Drölfzigklingenköpfen ihrer Rasierer. Ok, selber schuld ...

Eigenen Senf dazugeben?

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