Alles in Dortmund.
Kategorie: Mischmasch
Ich hasse diese Verhunzungen wie „zum Bleistift“, „in Dortmund“ oder „herzlichen Glühstrumpf“. Aber ich war ja nun in Dortmund gewesen gestern. Aus Gründen.
Irgendwofür mußte sie Saarbrücken-Sache ja gut sein. Und wenn mir und der Rentenversicherung das Gutachten empfiehlt, zur weiteren Aufpäppelung und zum Erlangen der vollständigen Ausbeutbarkeit Arbeitsfähigkeit ein Berufliches Trainingszentrum zu nutzen, dann mache ich das wohl auch. Der Sozialarbeiter in Saarbrücken hatte mich da schon informiert, und das am besten von Münster aus zu erreichende Zentrum wäre eben in Dortmund. Gleichzeitig
wäre dieses genau passend, da es von der Ausrichtung schwerpünktlich psychiatrisch ist. Ich solle mal hinfahren und es angucken.
Gut, mit Bruno ging das erstmal nicht, dann hatte ich andere Termine, und einmal wollte ich zwar, aber der Intercity hatte natürlich wieder einmal derart viel Verspätung, daß ich gar nicht erst einzusteigen brauchte.
Gestern fuhr ich dann früher los und nahm den Bummelzug. Der braucht zwar nahezu doppelt so lang wie der Intercity, nämlich fünfzig statt dreißig Minuten, aber dafür ist er ziemlich zuverlässig. Beim Einsteigen guckte ich auf die Bahn-App: Der Intercity hatte schon wieder fast so viel Verspätung wie beim letzten Mal. Grinsend pflanzte ich mich auf einen freien Platz.
Das BTZ hatte zwar eine Beschreibung, wie man dort hinkommt, leider jedoch nicht, wie man dorthin kommn, von wo aus man da hinkommt. Zwei U-Bahn-Stationen waren genannt, allerdings nicht die des Hauptbahnhofes. Nachdem ich mich erst einmal verlaufen hatte, rannte ich draußen ziemlich desorientiert herum wie ein frisch enthauptetes Suppenhuhn. Stellte schnell fest: Vor lauter nun aufgebautem Streß würde ich mich nur noch mehr verwirren. Vom Hbf sollte man doch auch auf die passenden Haltestellen kommen für diese?
Nur wurde die Zeit knapper. Ich bin nicht gerne unpünktlich. Und schließlich wollte ich auch etwas erreichen. Muß ja mal weitergehen mit mir. Hektisch fand ich dann die U-Bahn-Station des etwas unübersichtlichen Bahnhofes, dort einen Plan und auf selbigem dann die Verbindung. Daneben ein Fahrkartenautomat. Natürlich mußte ich mir einen Fahrschein aussuchen. Erwachsen ist klar, aber welcher Streckentarif?
Die Haltestelle war dann in Sichtweite des BTZ. Und wo geht's da rein? Einmal drumrumgelaufen fand ich einen Wegweiser, der mir aufgrund meiner Körperkleine zuerst hinter einem anderen Schild verborgen gewesen war. Ich fand die Pforte- ein Glück! 13:58h war es. Ungefähr jedenfalls, meine Uhr geht nicht so genau. „Da gerade aus, bei den Sesseln links bis ans Ende des Ganges und da rechts die Tür!“
Ich flitzte und fand etwas, was zumindest nicht nach einer Informationsveranstaltung aussehte. „Ist das nicht dort raus und dann dahinten rechts in der Nähe der Kantine?“ Frantic-tic-tic-tic-tic-tic-toc.
Wenigstens fand ich dort einen Schont*1 und erleichterte mich zumindest vom Blaseninhalt. Der Streßpegel ging gegen unendlich, ich wollte schon die Flucht ergreifen. Nach Hause fahren, Situation verlassen, aufgeben.
Ich ging doch nochmals zur Pforte. Diesmal wurde ich geführt- wobei sich herausstellte, daß es eben nicht am Ende des wichtigsten Flusses Indiens war, sondern eine Tür vorher. Dort kam nämlich die Zuständige samt meinen Gleichsinnigen soeben zwecks Führung heraus.
Wie bekamen den Schuppen samt Angebot und Organisation vorgestellt, das will ich nicht zu detailliert schildern, machte aber einen guten Eindruck auf mich. Nachher gab's Kaffee und ein paar Infos, wie es weiterginge. Ich konnte mich zwar wieder schlecht konzentieren, aber es blieb pappen. Ich füllte meine Anmeldung direkt aus. Und werde dieser Tage mal nach einem Berufsförderungswerk umsehen. Und so.
Orientiert! Ich!
Verzapft am 16. Februar 2012, so um 14 Uhr 07
Kommentare 
Noch keine Kommentare - Schreibe etwas!




Gegen die Moderation hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen.