Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Foie gras.

Kategorie: Mischmasch

Dass mein Psychiater mich nochmal sprechen wollte, wunderte mich nicht. Nachdem es mir doch neulich zunächst nicht so gut gegangen war und außerdem er mir kürzlich Blut abgenommen hatte. Wegen letzterem ging ich davon aus, dass mein Lithiumspiegel den Grünen Bereich verlassen hatte und entsprechend die Dosis angepasst werden sollte.

Aber nichts da: Er präsentierte mir meine Von Spritze attackierte Leber.Leberwerte. Ob ich viel getrunken hätte in letzter Zeit? Denn bis vor einigen Wochen waren sie sowas von normal gewesen, das ging schon wieder gar nicht.

Nun, seit fünf Jahren habe ich keinen Alkohol angerührt, die Medikamente sind auch schon ewig so, wie sie sind, mit hepatotoxischen*1 hatte ich auch nichts zu schaffen gehabt.

Der erste Gedanke: Die Stichverletzung! Im September 2010 hatte ich mich mit einer benutzten Kanüle verletzt, die dazugehörige Patientin hatte natürlich auch noch eine chronische Hepatitis B. Zwar wäre die Inkubationszeit etwas sehr lange gewesen, und außerdem bin ich geimpft, aber eine Garantie ist das nicht, dachte ich.

Naja, aber auch nicht gerade naheliegend. Wie wäre es also mit einer Echinokokkenzyste? Großartige Idee! Immerhin habe ich intensiven Hundekontakt (und meine Liebste auch, die müsste dann noch viel mehr von den Viechern haben...).

Also kam ich auf den wirklich nöchstliegenden Gedanken: eine Fettleber oder eine Fettleberhepatitis. Wenn etwa 25% der westlichen Menschen eine Steatosis hepatis haben, dann wäre es reichlich seltsam, hätte ich keine, bei meinem Frontalspeicher.

Den Bauch habe ich nach meinem ersten Suizidversuch 2007 bekommen, man stellte meine Medikamente um und machte mich dazu mit Risperidon platt, einem Medikament, welches stumpf macht und fett. Nach zweieinhalb Monaten war vom einstigen Marathonmann nicht mehr viel zu erkennen- dreißig Kilo hatte ich in dieser Zeit zugenommen.

Leider sind sie mir geblieben, denn auch wenn Methylphenidat*2 den Appetit hemmt- nix mit abnehmen.

So suchte ich nun mit der Überweisung durch meinen Psychiater einen Internisten auf. Praktischerweise habe ich einen recht rennomierten solchen um die Ecke residieren, und dank meiner arbeitslosen Flexibilität kam ich auch schnell an einen Termin.

Dr. Eisenkopf ist großartig, freundlich, cool! Ich glaue, ich werde jetzt öfter krank! smile

Ultraschall hamse gemacht. Ich wusste es: Die Leber hüpfte ihm schon entgegen!

Montag wird besprochen, dann ist auch das Blut fertig, aber ich weiß, was kommt: Das Fett muss weg! Nur- wie? So viel esse ich gar nicht, mit seltenen Ausnahmen. MPH hemmt den Appetit.

Ich werde mein Futterverhalten wohl sorgfältig beobachten müssen. Irgendwas übersehe ich da offensichtlich.

Verzapft am 06. Juni 2012, so um 13 Uhr 38

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Kommentare

Was sagt Michael dazu?

06. Juni 2012 um 14 Uhr 36 (Permalink)

Ich hatte auch mal ne Fettleber, und auch eine chronische Hepatitis C. Die Fettleber ist völlig weg, und die Hepatitis C ist ausgeheilt. Und rate mal durch welchr Ernahrungform das gekommen ist. Fleisch macht krank! Das habe ich bei mir 1991 erkannt. Seit 2 1/2 nichts tierisches mehr, so könntest auch du deine Leber kurieren. Mach dich ruhig lustig darüber, dein Körper vergisst nie.
Auf meinem Block findest du eine Anleitung zur Ernährungsumstellung.
Gruß Michael

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 06. Juni 2012 um 14 Uhr 41 (Permalink)

Habe ich mich jemals über Dich lustig gemacht?

Ich werde erstmal beobachten, was ich überhaupt so alles futtern tu. Irgendwo muss es ja auch zu viel sein, ohne dass es mir auffällt.

Was sagt Violine dazu?

06. Juni 2012 um 15 Uhr 12 (Permalink)

Na, da wünsche ich Dir schon mal viel Erfolg.

Eine Freundin von mir - MTA - hat sich im Beruf eine Hepatitis C zugegezogen. Sie bemüht sich ums vegane Essen. Und zieht das durch, wo auch immer das geht.

Aber es ist schon nervig, so aufs Essen achten zu müssen, finde ich.

Was sagt Michael dazu?

06. Juni 2012 um 15 Uhr 23 (Permalink)

Nein Ulf, lustig gemacht hast du dich nie über mich, zumindest nicht bewusst. Das war auch nicht so gemeint, aber in der Regel bekommen Veganer eine Menge ab. @Violine sich vegan zu ernähren ist überhaupt nicht anstrengend, ganz im Gegenteil, tierische Lebensmitel zu essen ist wesentlich anstrengender. Wenn man nur pflanzlich ist, fühlt man sich leichter im Körper. Hat aber auch einen Nachteil, man wird seelisch noch empfindsamer, aber in angenehmer Weise.
Eines darf man aber nicht vergessen, genügend Flüssigkeit in Form von Wasser und Tee zu trinken. Am Besten sind drei Liter.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 06. Juni 2012 um 15 Uhr 50 (Permalink)

Ich kloppe nur auf Veganer, die mich kloppen (zB indem sie mich als Mörder bezeichnen oder so, alles schon gehabt, dafür habe ich kein Verständnis).

Ist auf jeden Fall ein guter Grund, Gewicht zu reduzieren, wie auch immer.

Was sagt Violine dazu?

06. Juni 2012 um 16 Uhr 06 (Permalink)

Für mich wäre vegan schon anstrengend, denn ich mag Käse sehr gerne, und ich habe auch gerne Milch in meinem Getreidekaffee.

Mann wird seelisch noch empfindsamer? Huiuiuiuiui. Dann ist das nichts für mich. Ich bin schon hochsensibel und schaue zu, dass ich mir ein dickeres Fell zulege (indem ich seelisch auftanke).

Was sagt huntress dazu?

06. Juni 2012 um 18 Uhr 17 (Permalink)

Meine laienhafte Meinung: Du könntest doch auch deinen Stoffwechsel mal checken lassen so noch nicht geschehen. Wenn du den ankurbeln würdest, würde sich auch weniger Fett anlagern.
Vegane Ernährung ist schon ne echte Umstellung und Lebenseinstellung, glaube ich. Wenn du also mal ein paar Wochen ein Ess- und Aktivitäten-Tagebuch führt, wäre es auf keinen Fall verkehrt.

Ich persönlich würde eine Ernährungsumstellung nicht ohne ärztliche Beratung durchführen, weil ich überhaupt nicht wüßte, wo welche Nährstoffe drin sind und eventuelle Mangelerscheinungen sind nicht schön. Ich sehs bei mir selbst (Haut, Haare, Nägel, Stimmungsgedöns, Belastbarkeit und so).

Was sagt Achim dazu?

06. Juni 2012 um 21 Uhr 20 (Permalink)

Viele, die kenne, haben durch die Medis massiv an Gewicht zugelegt. Ich hatte schon vor meinem einzigen Medi mindestens 120 Kilo, das war vor 10 Jahren ungefähr, vielleicht auch 11.
Ach nee, seit geraumer Zeit nehme ich noch ein Schildkrötenhormon. Ich müsste mal wieder auf 125 Kilo runter, meine 130 Killo sind die magische Grenze, wo ich nen Knubbel an die Achillessehne kriege.

Sport kann helfen. Wenn du es dir leisten kannst, kauf dir gute Walkingschuhe und entsprechnende Kleidung. Als Läufer sehe ich dich nicht.

Die richtige Aminosäure als Nahrungsergänzung, Supplement, kann auch helfen, langsam abzunehmen.
Hier gibts recht neutrale Infos, aber auch Werbung:
http://www.aminosaeure.com/

Was sagt psychoMUELL dazu?

07. Juni 2012 um 07 Uhr 22 (Permalink)

Ich kenne das Problem leider auch.

Seit ich nicht mehr arbeite habe ich in Verbindung mit der Depression, wenig Bewegung und Pillentesterei auch so 15 kg zugenommen. Die ich bisher auch nicht weg bekommen habe.
Jetzt bin ich auch noch in irgendwie in den Wechseljahren.

Ich kann anderen natürlich gute Ratschläge geben, die bei mir selber nicht helfen wink

Ich würde mir eine zweite Meinung eines anderen Facharztes für Stoffwechselerkrankungen besorgen.

Dann versuchen mit Sport und bewusster Essen (etwas gesünder und weniger) mein Leben zu verändern.

Soweit zur Theorie.

Was sagt Achim dazu?

07. Juni 2012 um 16 Uhr 27 (Permalink)

Erstmal vorweg, dass das, was man isst, immer eine Diät ist.

Ob die richtige Diät wirklich hilft, ist so fraglich wie die Hilfe durch Aminosäuren, und die Aminosäure-Supplement kosten ja mindestens so einen Euro pro Tag.

Wenn man sich das leisten kann und will, kann man es ja versuchen.

Was sagt huntress dazu?

07. Juni 2012 um 20 Uhr 37 (Permalink)

@Achim Meinst du nicht eher, dass das was man NICHT isst, eine Diät ist? Wollte nicht klugscheißen, nur richtig verstehen.

Das mit den Aminosäuren werde ich mir mal durchlesen. Wobei ich mich frage, ob man es nicht auf natürliche Art zu sich nehmen kann oder ist eine Überdosierung nicht möglich?
Wahrscheinlich bringe ich viel durcheinander.

Achim, eine Frage erlaube mir noch: Wie beurteilst du Ernährung nach Säure-Basen-Plan? Einige schwören drauf, andere halten das für Quatsch. Ich bin verwirrt. Für mich hat das etwas von der mitteralterlichen Ansicht der vier Körper-Säfte oder?

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

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