Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Sibirien.

Kategorie: Held der Arbeit

Finchen, der Firmendackel.Schuld waren nur diese beiden fetten Gören, die sich auf den beiden Notsitzen breitgemacht hatten*1.

Vorab, die im Bild links zu sehende Betriebsdackeldame Finchen hat gar nichts damit zu tun. Das Bild stelle ich ein, weil ich es kann.

Sibirien, Norwegen und so haben sicherlich etwas mehr Schnee und etwas mehr kalt, und als GULAG empfinde ich meinen Job auch nicht, doch heute war ein harter Tag. Durch relatiefen Schnee gestapft seiend erreichte ich den -natürlich sehr vollen- Bus. Ich habe kein Problem mit vollen Bussen, und darin zu stehen wäre auch nicht wirklich ein Problem für mich. Wenn ich nicht so klein wäre*2 und damit Probleme hätte, mich festzuhalten. Die Stangen an der Decke sind zu hoch. Die Schlaufen immer entweder besetzt oder außer meiner Reichweite, die senkrechten Stangen sind ebenfalls immer irgendwo, nur nicht dort, wo ich sie ergreifen könnte. So bleibt mir meist nur, einen Pseudohalt zu suchen, der regelmäßig beweist, wie beschissen die Hebelgesetze sein können im Zusammenwirken mit der Massenträgheit von immerhin zwei Zentnern. Bei jedem Manöver des Fahrers musste ich mühsam verhindern, andere Menschen mit meinem Körper zu zermalmen.

Diese beiden eingangs erwähnten Gören hatten die ausklappbaren Sitze gekapert und benötigten damit dreimal so viel Platz wie stehenderweise nötig gewesen wäre*3 ohne mir unaufgefordert Platz zu machen, dass ich mich hätte setzen können, wo sich mir doch gestern eine junge Frau mit ihrem Absatz auf meinen linken Großzeh gestellt hatte, ohne sich zzu entschuldigen. Der sieht ziemlich übel aus jetzt*4.
Maschine zum Aufrütteln von Farbeimern.
So hatte ich bereits Muskelkater im Quadrizeps beidseits, als ich die Firma erreichte. Diese freizuschaufeln war nun meine erste Aufgabe, welche mich immerhin zweieinhalb Stunden beschäftigte. Inklusive Entfernen Auto-matisch verdichteten Schnees und Eis und abschließender Salzung der Räumfläche. Meine Arme sind mehrfach abgefallen. Dabei kann ich noch froh sein, derzeit nicht für unser Haus räumen zu dürfen!

Meine Abschiedsvorstellung nach seit heute fünf Stunden Maloche bestand aus dem maschinellen Aufschütteln mehrer Ein-Liter-Plastikflaschen mit Dispersionsfarbe der Variante „Angetrocknetes Menschenblut“. Wobei ich den Rekord brach, indem ich 6 von 10 Flaschen zerstörte, was eine ziemliche Sauerei hervorrief, während ich so aussah, als hätte ich wie immer in irgendwelchen Gedärmen herumgematscht.

Jammer. Plärr. Mimimi. Bemitleidet mich.

Verzapft am 21. Januar 2013, so um 17 Uhr 55

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Kommentare

Was sagt Morgaine620 dazu?

22. Januar 2013 um 11 Uhr 21 (Permalink)

Dickes Mitleid fuer Dich uebern Kanal smile

Eigenen Senf dazugeben?

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