Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Satz nach vorne.

Kategorie: Hausmusik

Die meisten Gitarrenstücke aus der Zeit der Renaissance wurden ursprünglich für Laute oder Vihuela geschrieben, und dies in entsprechender Tabulatur. Andere Saitenzahlen, andere Stimmung und auch die Tabulaturen sind meist um einiges anders als die heutigen.

Stehende Gitarre von obenDeshalb werden die Stücke entsprechend umgeschrieben. Dabei muss man gelegentlich auf den einen oder anderen Ton verzichten (oder diesen verschieben), damit das Stück überhaupt spielbar ist, denn vieles lässt sich nicht einfach 1:1 auf die Gitarre übertragen.

Lasst verschiedene Menschen das machen- mindestens ebensoviele verschiedene Transktriptionen entstehen dabei, die technisch zum Teil recht verschieden zu spielen sind. Das ist nur natürlich. Und manchmal sehr unterschiedlich schwer (ohne dass der musikalische Anspruch unterschiedlich wäre).

Dieses Problem hatte ich mit „Melancholy Galliard“ von John Dowland. Ich hatte zu Hause und damit zum Wiedereinstieg vergangene Woche die Bearbeitung von Michel Sadanowsky. Durchaus eine gute Bearbeitung, allerdings mit einigen unangenehmen Barrégriffen, die sauber zun unverkrampft spielen zu können noch einiges an Training für mich erfordert.

Gestern habe ich dann meine restlichen Noten, die noch auf dem Dachboden meiner Eltern lagen*1 wieder zu mir genommen. Und recht schnell gefunden, was ich jetzt gerade gebrauchen konnte: Die Noten, nach denen ich das damals® gelernt hatte. Zumal dort einige Notizen zu Technik und Gestaltung und dergleichen draufgekritzelt waren. Diese waren transkribiert durch Karl Scheidt (erhältlich z.B. Bei Amazon) und an einigen Stellen nicht nur vertrauter (an manches kann ich mich ja doch noch erinnern!), sondern auch bequemer zu greifen.

Natürlich musste ich erstmal wieder umdenken, aber das ging schnell. Und ich habe mit diesem Satz einen Satz nach vorne gemacht- es wird langsam flüssiger.

Verzapft am 09. August 2017, so um 10 Uhr 33

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