Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Aufgeschlitzt.

Kategorie: Held der Arbeit

Gestern.
Gleich zu Beginn der Arbeit musste ich erstmal Material auspacken. Karton mit Akkukabeln aufgeschlitzt. Plastiktüten aufgeschlitzt. Fingerkuppe aufgeschlitzt.

Mit blauem Pflaster versorgte Fingerkuppe.Fingerkuppen sind fürs Tasten ausgelegt und entsprechend mit sensiblen Nerven versehen. Zum Glück dauert der Schmerz nicht sehr lange, aber meinen Fluch hat wohl die gesamte Produktion gehört.

Der Karton sah nach üblem Gemetzel aus- wenn auch die Menge des geflossenen Blutes überschaubar blieb, war ich mit der linken Hand heftig zurückgezuckt, wodurch sich die Suppe spritzenderweise verteilte.

Fürs erste hatten wir am Platz so etwas wie eine Rolle Küchenkrepp, nur etwas fester und viel größer.

Betriebsunfälle sollten gemeldet werden, und ein Pflaster brauchte ich auch. Ich habe mich zwar schon schlimmer verletzt, aber die Stelle und die Tiefe der Wunde (nicht sehr tief, aber zu tief um damit ungeschützt weiterzuarbeiten- Außerdem wollen die KundInnen wohl kaum Fahrräder mit BlutspritzerInnen...) machte Versorgung nötig.

Fingerkuppe mit Schnittwunde, erster Tag.Ab in die Verwaltung zur zuständigen Kollegin. Sie gab mir ein Fingerkuppenpflaster (Die vorrätige Menge deutete auf häufige Fingerferletzungen hin). Ich pappte es mir mit etwas Zug drauf, ich mag Schnittwunden nicht zu locker verbunden. Das Material aber war eindrucksvoll. Irgendwaas zwischen Leukoplast und Panzertape. Ich konnte es abends gerade noch entfernen, ohne den Finger dabei zu häuten.

Wahrscheinlich wurde es für den Einsatz mit Kernbrennstäben und Nitriersäure entwickelt.

Mit den Fingern der linken Hand greife ich beim Gitarrespielen die Saiten, das heißt, ich drücke sie auf das Griffbrett herunter. Mit den Fingerkuppen.

Die Verletzung wäre Pipifax. Wenn sie mich nicht am musizieren hindern würde.
:-/

Ich denke, in zwei, drei Tagen ist die Stelle zumindest stabil genug. Ob es wehtut ist egal.

Verzapft am 14. Oktober 2017, so um 10 Uhr 34

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