Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Alles Memmen heutzutage!

Kategorie: Erlebtes

Ich lebte bekanntlich® bis zu meinem dreizehnten Lebensjahr, also bis 1985, im Gießener Stadtteil Kleinlinden. Ein beschauliches Dorf, ruckzuck war man in der Wildnis. Oder im Freibad. Weit war es nicht zu gehen, und teuer war es damals® auch nicht. So verbrachten wir den Sommer, wenn wir uns nicht gerade im Wald skalpierten oder Friedenspfeife rauchten, abwechselnd im kühlenden Wasser oder auf der Liegewiese oder umgekehrt.

Es war herrlich erfrischend. Wir fanden es jedenfalls klasse. Und so brandete ein Sturm der Empörung los, als bekannt wurde, daß man das immer überfüllte Bad zu schließen gedachte. Die Bevölkerung stand geschlossen auf gegen dieses Ansinnen, und ich stand mit. Demonstrationen, Anhörungen, überall waren auch wir Kinder dabei, auch wenn manche Veranstaltung mehr als langweilig war.

Der Einsatz lohnte sich- das Bad gibt es noch heute. Und es ist bis heute ungeheizt. Wie damals®, als wir uns wunderten, wenn das Wasser mehr als siebzehn Grad hatte.

Nun hat man in Münster Stapelskotten saniert, geheizt mit Sorlardingens. Nicht sehr effektiv in diesem Winter Sommer. Und alle mosern wie bekloppt, auch in den Leserkommentaren im Käseblatt-Artikel darüber, daß die Leute mosern wie bekloppt über kaltes Wasser im Freibad. Wollen die Leute gekocht werden im Hochsommer (wenn es denn einer wäre, so daß die Anlage auch heizte) oder sich abkühlen?

Memmen.

Verzapft am 01. August 2011, so um 22 Uhr 40

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Kommentare

Was sagt Ma Rode dazu?

02. August 2011 um 07 Uhr 21 (Permalink)

Brief und Siegel; wenn geheizt wäre im Bad, würde gemosert werden, dass es doch Energieverschwendung sei, dass im Sommer (!) das Wasser erwärmt würde, dass man doch besser sparen solle und das Geld für Sozialleistungen ausgeben solle u.s.w.u.s.f.

Wetten?

Eigenen Senf dazugeben?

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