Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Warum ich PARTEIgenosse wurde.

Kategorie: PARTEIisch

Mein Engagement für die Partei „Die PARTEI“ wurde von etlichen eher skeptisch beäugt. Das kann ich durchaus verstehen, aber dahinter steckt bei mir deutlich mehr als reine Albernheit. Auch wenn es manchmal so wirkt.

Ihre Existenz war mir zwar grundsätzlich bekannt, doch in meinem Resthirn weniger präsent. Bis ich im vergangenen Jahr den Wahl-O-Maten betätigte, bei dem ich sehr ernst- und gewissenhaft meine Angaben machte- und der mir als mit meinen Zielen am meisten übereinstimmende Partei eben die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ ausspuckte. Was mich zunächst etwas verwirrte.

Plakat Die Partei - Ulf Hundeiker - Ihr werdet Augen machen!Doch dann offenbarte sich mir die Konsequenz dieses Ergebnisses: Sämtliche mehr oder minder etablierten Parteien machen letztlich ganz anderes als sie zuvor versprochen hatten, und produzieren letzthin nur noch eine lächerliche Karikatur einer Demokratie. Dann doch lieber eine ehrliche Satire.

Die CDU verbietet sich von selbst. Die Finanzmärkte sind wichtiger als die Menschen. Nebenbei werden eigene Überwachung gefordert und fremde Überwachung letztlich toleriert (oder wie man Pofallas Äußerungen verstehen mag). Aus ähnlichen Gründen scheidet die FDP aus. Wenn Phillip Rösler meint, vier Euro Mindestlohn seien genug, dann sollte er ihn mal eine Weile bekommen. Die derzeitige Regierung erweist sich immer wieder als unfähig.

Jäger90/Die Olivgrünen hielten zwar einst Kongresse ab unter dem Motto „Bundeswehr abschaffen“, stimmen aber mittlerweile munter Kriegseinsätzen zu und spielen unter anderem mit den Mullahs.

Die Geschichte der SED LINKEN habe ich auch nicht vergessen. Den Sozialabbau samt Hartz4 der SPD auch nicht.

Und so weiter.
Haben wir eine Wahl?

Ja, haben wir! Und die sollten wir nutzen und nicht verdrossen auf dem Sofa sitzenbleiben, wenn die Wahllokale am 22. September geöffnet werden. Wählen wir, was wir für richtig halten. Unabhängig davon, ab die jeweilige Partei eine Chance hat. Eine Wahl bildet nur den Willen des Volkes ab, wenn der Wähler seinen wirklichen Willen äußert.

Und wenn der Wähler verdrossen auf dem Sofa sitzenbleibt, dann ist das Signal: „Mir ist alles egal! Macht doch was Ihr wollt!“

Kann Euch Eure eigene Meinung wirklich so gleichgültig sein?

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Verzapft am 26. August 2013, so um 18 Uhr 25

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Kommentare

Was sagt Michael Drews dazu?

26. August 2013 um 21 Uhr 50 (Permalink)

Es gibt auch Nichtwähler, die wollen den Parteien damit ihren Widerstand zum Ausdruck bringen. Also nicht zu r Wahl gehen muss nicht heißen dem Nichtwähler sind die Wahlen egal. Dazu gibt es viele Möglichkleiten der Interpretation. Gestern bei Günter Jauch war über das Nichtwählen eine interessante Diskussion. es sind mehr Politikinteressierte Menschen Nichtwähler als ich dachte. Darunter sogar einer der Söhne von Helmut Kohl. Da die Parteien sowieso nur Platitüden von sich gäben, gehen viele Menschen heute nicht mehr wählen. Müssen also nicht nur desinteressierte sein.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 26. August 2013 um 22 Uhr 00 (Permalink)

OK, stimmt natürlich. Aber ich finde zumindest sollte man sich bewusst für etwas entscheiden. Von mir aus auch zum Nichtwählen. Aber ENTSCHEIDEN sollte man sich. Und ich fürchte, viele oder gar die meisten interessieren sich schlicht und ergreifend gar nicht. Und das ist fatal.

Nicht zu wählen bewirkt allerdings wohl am wenigsten. Weil nicht erkennbar ist, warum. Und es gibt genug Parteien. Lieber eine, die keine Chance hat, aber meine Meinung vertritt.

Was sagt Michael Drews dazu?

26. August 2013 um 23 Uhr 18 (Permalink)

Das stimmt.

Eigenen Senf dazugeben?

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