Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Who the fuck put the UN in Unwetterwarnung?

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Neenee, keine Angst, dies wird kein Wettermotzpost. Ich mecker ja nicht so über das Wetter, ich nehme es, wie es kommt. Was bleibt mir übrig? Was bringt's mir, mich zu grämen? Davon werden weder Wetter noch Stimmung fröhlicher.

Zeichnung Unwetter, wie üblich mißlungen. Mich irritiert "Unwetter", also, nur das Wort jetzt, nicht das Geschehen als in der Regel Stürme mit Regen, Hagel, Schnee und so. Natürlich braucht ein Wetter, welches mit diversen, bestimmten Gefahren einhergeht, eine knappe Bezeichnung. Aber warum Unwetter?

Üblicherweise bedeutet die Vorsilbe "Un-", daß das Wort genau das Gegenteil von dem ist, was nach dem "Un-" kommt. Zum Beispiel ist ein Unhold alles andere als jemand holdes (wobei, da fällt mir ja auf, den Hold als Subjekt gibt es gar nicht! Aber das wäre ein anderes Kapitel), eine Untiefe ist eine flache und nicht tiefe Stelle im Wasser und unfair ist brav das Gegenteil zu fair ohne "Un-".

Aber das Unwetter ist eben nicht das Gegenteil von Wetter! Denn ein Unwetter ist einfach nur besonders schlechtes Wetter (falls es überhaupt schlechtes Wetter gibt). Was wäre denn das Gegenteil von Wetter? Am ehesten gar kein Wetter, wie zum Beispiel auf dem Mond, der mangels Atmosphäre kein Wetter haben kann. Aber nein, der unlogische Mensch brutzelte sich da wieder einen unlogischen Sonderweg und verwirrt mich. Eine Wetterwarnung würde doch dasselbe aussagen!

Zum Haare raufen, dieses Ungegenteil!

Verzapft am 24. August 2011, so um 11 Uhr 57

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Kommentare

Was sagt jana dazu?

24. August 2011 um 12 Uhr 05 (Permalink)

Vielleicht sollte man Unwetter einfach als Abkürzung für ungeheuerliches Wetter sehen und schon passts wieder smile

Was sagt cimddwc dazu?

24. August 2011 um 13 Uhr 47 (Permalink)

Untiefe bezeichnet durchaus auch tiefe Stellen. Und um mal aus dem Duden Universalwörterbuch zu zitieren:

Un­-: 1. drückt in Bildungen mit Substantiven eine Verneinung aus: Unabhängigkeit, Unvermögen.

2. drückt in Bildungen mit Substantiven aus, daß eine Person oder Sache nicht [mehr] jmd., etw. ist, daß man die Person oder Sache nicht [mehr] als jmdn., etw. bezeichnen kann: Unkünstler, Unleben, Untext.

3. kennzeichnet in Bildungen mit Substantiven etw. als schlecht, schlimm, falsch, verkehrt: Unding, Ungeist.

4. «Bildungen häufig emotional verstärkend» drückt in Bildungen mit Mengenbezeichnungen eine Verstärkung aus: Unmenge, Unsumme.

(c) Dudenverlag


So, genug kluggeschissen für heute. biggrin

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