Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Der wahre Ursprung des Dackels.

Kategorie: Literarisch

Dackel werden heute bekanntlich gerne zur Jagd mitgenommen, um Füchse und Dachse aus ihren Höhlen zu scheuchen, daß der Waidmann sie besser vermittels seiner Flinte abmurksen kann.

Die erste schriftliche Erwähnung dieser Hunderasse war gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts. Denn sie wurden gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges zu züchten begonnen. Das verwüstete Europa, besser: dessen Reste, litten Not und Hunger. Das Vieh war abgeschlachtet, die Menschen auch- nichts war da, was man essen konnte. Auch keine Würste. Die Wurstmaschinen waren auch alle zerstört, und die Därme für die Pelle war mit dem Vieh geschwunden.

Doch ein jeder liebt Würste. So verlegten sich die Menschen darauf, Hunde umzuzüchten in eine recht wurstige Form. Damit alles in diese Dackelwurst kam, züchtete man die Beine so kurz wie möglich, damit beim Abschneiden derselben wenig Abfall blieb. Dann mußten nur noch Rute und Kopf ab, und die Wurst war fertig. Nur rasieren mußte man die Wurst noch, denn niemand hat gern Haare auf den Zähnen.

Dieses lang unterdrückte Wissen soll nun wieder publik werden. Denn des Dackels Kern wird gern verkannt.

Verzapft am 20. April 2010, so um 23 Uhr 49

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Kommentare

Was sagt burro dazu?

21. April 2010 um 09 Uhr 19 (Permalink)

Deshalb heissen diese Hunde im Spanischen auch "perro salchicha" (Wursthund)

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 21. April 2010 um 09 Uhr 39 (Permalink)

Wichtig ist, wenn man Dackel-Chorizo haben will, früh genug Paprika beizufüttern.

Was sagt faehr_mann dazu?

09. August 2011 um 22 Uhr 01 (Permalink)

Leckerleckerlecker! Und scharf müssen sie sein. Ich bin für Zwangsmästung mit Chilli.

Eigenen Senf dazugeben?

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