Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Nachtsonett

Kategorie: Literarisch

Ich wache einsam hier, auf stillem Flur.
Ein Schnarchen hier, und viel mehr hört man nicht,
Ganz leise brummt das schwache Neonlicht,
vom Rechner auch ein leises Summen nur.

Die dritte Nacht, und viertel nach zwölf Uhr-
Ich geh' zu Bett, wenn anderswo der Tag anbricht.
Sechs Stunden noch, dann endet meine Schicht,
Nach fünfe mach' ich eine letzte Tour.

Im fahlen Zwielicht friste ich die Zeit,
Ich wechsel hier und da 'ne Infusion
Und manchmal bringe ich auch wen aufs Klo.

Ein Schnarchen hier, ich wollt', ich wär so weit,
Ich sehne mich nach meinem Bette schon,
Doch heut' Nacht bin ich leider anderswo.

9.3.2003, 0:00-0:35

Verzapft am 09. März 2003, so um 12 Uhr 36

Auf Twitter teilenTwittern

« Voriger Artikel
Nächster Artikel»

Kommentare

Noch keine Kommentare - Schreibe etwas!

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

Kommentare können hier nur von Mitgliedern abgegeben werden