Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 1: Grundlagen zum Verständnis

Kategorie: Literarisch

von Ulf Hundeiker
Forderungen bestimmen unser Leben. Unser Leben, unser Da-sein ist eine Forderung, eine Behauptung ein Axiom. Wie wollten wir beweisen, daß wir da sind? Der geneigte Leser (so er denn existiert) mag dagegenhalten, daß wir ja denken, wahrnehmen und fühlen. Selbst schuld ist er.



Dadurch, daß der Mensch seine Wahrnehmungen als real existierendes Weltbild fordert, erspart er sich eine Menge Arbeit und Unsicherheit, bleibt aber außerordentlich beschränkt durch sein Filter. Zusätzlich engen die gesellschaftlichen Forderungen an ihn und sein Verhalten und seine Berechenbarkeit ein; von diesen jedoch soll hier nicht die Rede sein.

Durch diese Faktoren ist die Vorstellungskraft des Menschen zum Beispiel auf einen dreidimensionalen Raum beschränkt, auch Mathematiker und Physiker müssen sich in der Regel an Formeln festhalten. Höhe, Breite, Tiefe: Mit seinen entwickelten Organen sind ihm nur diese Dimensionen wahrzunehmen möglich. Die Zeit ist schon bedeutend abstrakter; und die Zeit als solche kann nicht wahrgenommen werden. Die Zeit wird über ihre Auswirkungen und über Uhren festgestellt. Betrachteten wir die Zeit als vierte Dimension: Was und wie wäre eine fünfte?

Interessant könnte in diesem Zusammenhang folgende Erörterung werden: Wäre nicht vorstellbar, daß der Mensch sich gegenseitig oder gar selbst halluziniert und in Wirklichkeit gar nicht existiert? Dies klingt zwar unlogisch: Wie soll jemand, der nicht existiert, sich etwas einbilden? Aber: Logik ist zum Einen langweilig und zum Anderen selbst Axiom.

Aus alledem ergibt sich die Absurdität des Seins: Die Möglichkeit, die eigene Existenz zu ignorieren, öffnet neue Wege für das Bewußtsein beziehungsweise der Bewußtwerdung.
Durch die Distanz zur Realität erhält man die Freiheit zu wählen, ob man sie annimmt oder eben nicht. Weiß ich denn, ob ich nicht in Wirklichkeit mir dies alles nur vorstelle?

Das bisher geschriebene scheint absurd. Vielleicht ist es das auch. Doch forderte irgendjemand dieses, erklärt dabei, es sei Unfug und allein das Gegenteil davon wahr, müßte er folgende materiezentrierte Antithese als alleinige Wahrheit annehmen:



Der Mensch als Maschine! Für Schuld, Seele oder Gottheiten ist in diesem Weltbild kein Platz. Soll der Mensch jedoch frei sein können, muß er auch die Freiheit haben, die vorgenannten Dinge zu denken.

Folgende Thesen seien kurz aufgestellt:



Dies als kurze Einführung in die Thematik.

Verzapft am 17. Februar 2008, so um 13 Uhr 48

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Kommentare

Was sagt thiemo dazu?

17. Februar 2008 um 16 Uhr 02 (Permalink)

zu viel Descartes gelesen hm?

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 17. Februar 2008 um 16 Uhr 23 (Permalink)

Das ist eine Einführung in die Grundlagen der paranoiden Philo(sophie?).

Das ist übrigens schon vor etlichen Jahren entstanden.

Was sagt Ly dazu?

17. Februar 2008 um 16 Uhr 36 (Permalink)

ist eh allet subjektiv wink

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 17. Februar 2008 um 16 Uhr 39 (Permalink)

Ich weiß nicht. Was weiß ich schon? Nicht mal, daß ich nichts weiß.

Was sagt thiemo dazu?

17. Februar 2008 um 16 Uhr 44 (Permalink)

cogito ergo sum

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 17. Februar 2008 um 16 Uhr 47 (Permalink)

Sei Dir da mal nicht zu sicher, Thiemo.

Eigenen Senf dazugeben?

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