Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Die Krankenhäuser und der Pleitegeier.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Auch Kliniken in „kirchlicher Trägerschaft“ geben an, fast Pleite zu gehen und deshalb sparen zu müssen. Vor allem natürlich am Personal. Dem wird das dann entsprechend verkauft, weil, wir wollen ja nicht unseren einstmals so sicheren Arbeitsplatz gefährden. Also werden Stellen gestrichen, Nullrunden gefahren und Arbeitszeiten erhöht, ohne daß es dafür entsprechend mehr Lohn gibt. Überstunden, natürlich nicht bezahlte, sollen mit Freizeit abgegolten werden, was natürlich nicht passiert. Geht nicht.

Die Pflege liegt tot im Krankenhausbett.Doch wir müssen den Gürtel enger schnallen, sonst geht unser Brötchengeber pleite.
Deshalb werden auch die Kunden der Krankenhäuser, den heutigen Qualitätsstandards entsprechend, mit Höchstgeschwindigkeit abgefertigt. Falls sie nicht gerade Privatpatienten sind, die wie überall hofiert werden, denn für die gibt es das meiste Geld. Denn manhce sind eben gleicher als andere, unabhängig von der Religion.

Wenn ich den Text recht verstanden habe, hat der Barmherzige Samariter den Wirt für die Pflege des Überfallopfers bezahlt, also paßt das, wenn die Kirche für die Pflege die Hand aufhält. Oder?

Vielleicht sollten mal die Kirchen ihrer angeblichen Nächstenliebe nachkommen und zum Beispiel die Krankenhäuser bezuschussen? Denn nein, die kirchlich getragenen Betriebe sehen eigentlich nichts von der Kirchensteuer, für die beiden großen Kirchen zusammen immerhin 9,7 Milliarden Euro. Weil die nämlich davon ihre Geistlichen Beamten bezahlen müssen? Neneneneneeee, die bezahlt der Staat aus seinem Säckel! Auch Atheisten, Juden, Muslime. Alle Steuerzahler. Für die christlichen Würdenträger macht das per anna domina mehr als 400 Millionen Euro.

Euro-Münzen.Im Endeffekt bezahlt nicht nur der Kirchensteuerpflichtige diese Vereine, sondern auch diejenigen, die daran nicht glauben, dies ablehnen oder gar geschädigt wurden. Und zwar etwa 19 Milliarden aus dem staatlichen Topf. Auch wenn dem Staat für alles Geld fehlt. Außerdem gibt es nochmals Geld für Diakonie und Caritas für ihre Arbeit. Und zwar 45 Milliarden*1.

Begründet wird das mit einem Vertrag zum Ausgleich der Säkularisierung und Enteignung durch Napoleon Bonaparte. Aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Kein Geld?
9,7 Mrd. Kirchensteuer
19 Mrd. weitere Staatsleistungen
keine Ahnung wie viel Geld aus Grundbesitz und Kircheneigenen Betrieben....

Da könnte man doch auch „seinen“ kleinen Krankenhäusern etwas abgeben? Oder gesundbeten.

Verzapft am 10. Oktober 2011, so um 17 Uhr 55

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