Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Trödeldödel. Kleines Teil auf langer Reise.

Kategorie: Vernetzt

Ein winziges Teilchen, so eine Micro-SD-Karte. Kaum zu glauben, was alles da draufpaßt.

Ich erinnere mich, wie ein Kumpel sich in den 1980ern für seinen Amiga 500 als Massenspeicher eine Festplatte kaufte- eintausend Mark kostete das Ding, für einen Schüler damals wie heute ein Vermögen, zumal damals das Geld noch mehr Wert war. Immerhin war das Gerät, welches ungefähr so groß wie eine Zigarrenkiste und doppelt so hoch war, gewaltig aufnahmefähig. Da paßte ein ganzes sagenhaftens MEGAbyte drauf! Unglaublich. Wie er das nur vollkriegen wollte?

Micro-SD-Karte auf Finger.Auf die größten derzeit erhältlichen fingernagelgroßen Dinger paßt das zweiunddreißigtausendfache. Verdoppelung ist in Arbeit. heute rechnet man Arbeitsspeicher in mehreren Gigabyte- damals eine Größe, die überhaupt erst noch erfunden werden mußte. Und Festplatten in Terabyte-Größe werden zur Regel.

Diese passen aber ziemlich schlecht in ein Mobiltelephon oder in den mp3-Player. Nun höre ich, wenn ich im Bus unterwegs bin, gerne Musik. Auf so einer kleinen micro-SD-Karte gespeichert.

Nun begab es sich zu beginn des vergangenen Monats, daß diese abkratzte und Reanimationsversuche erfolglos blieben. So bestellte ich bei einem gut bewerteten ebay-Händler, der versprach, alles immer zügig zu liefern. Zwei Tage nach Zahlungseingang.

Und wartete auf meine kleine 16-GB-Karte... und wartete... und wartete.... und wartete... Und bekam eine Woche später, am 17.9., ein Rundschreiben des Händlers, daß der Erzeuger offenbar nicht mit der Erzeugung hinterherkäme, weshalb sich das wahrscheinlich lt. Hersteller bis zum 28.9. hinzöge.

Na gut. Läuft nicht weg. Dachte ich. So lange ist das ja nicht mehr hinne.
Und hörte auch nichts mehr davon. Letzte Woche hatte ich dann aber eine ziemliche Krawatte. Neee, hätte er noch nicht, aber Alternativen hätter er diese und jene zum Umdisponieren. So disponierte ich um. Auf die angeblich sofort lieferbare 32 Gigabyte-Karte. Bekam die Meldung sogar, sie sei unterwegs. Und warte noch immer. Und bemerkte nebenher, daß er die mir nicht lieferbare Karte längst wieder im Angebot hatte, trotz gegenteiliger Angabe. für sechs Euro mehr. Ein Schelm und so weiter.

Artikel längst wieder im Verkauf!Kein Geschäft mehr mit diesem Händler, der seltsamerweise gut bewertet ist.

Trotzdem- faszinierend, wie klein und billig Speicherplatz geworden ist.

Verzapft am 10. Oktober 2011, so um 14 Uhr 23

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Kommentare

Was sagt Wiesodenn dazu?

10. Oktober 2011 um 22 Uhr 47 (Permalink)

Ich habe mir für meinen Amiga auch eine Festplatte aus Deutschland in die Schweiz schicken lassen.
Die machte einen Lärm wie ein Staubsauger.

Und wegen dieser Festplatte musste ich in Bern auch noch zum Zollinspektorat. Die wussten gar nicht was das für ein Apparat war.
Die blödeste Frage war: "Ist das Ding selbsttätig?"
Ich fragte zurück was er denn unter selbsttätig verstehen würde.
Na, ob das Ding denn selbsttätig sei.
Ich erklärte, dass man das an einen Computer anschliessen müsse.
Das verstand der dazumal noch Beamte wohl nicht und so ging das hin und her bis es ihm wohl zu bunt wurde, er mir noch ein wenig Geld für die Einfuhr abknöpfte und mich von dannen gehen liess.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 10. Oktober 2011 um 22 Uhr 54 (Permalink)

Naja, Du hattest damals wahrscheinlich den einzigen Computer in der Schweiz. Woher sollte der arme Mann so etwas also kennen?

Eigenen Senf dazugeben?

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