Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Verstaubtes

Kategorie: Literarisch

Die verschiedenen Geschlechter (immer noch zwei) haben offenbar unterschiedliche Vorstellungen davon, was warum wie sauber zu sein hat...

Silke vs. Ulf








Ulf:

-irgendwie putzig

Ich weiß nicht, aber irgendwie muß das eine genetisch angelegte Bestimmung sein:
Liegt irgendwo ein Staubkörnchen, grabscht sich die Frau rasch den Lappen. Oder den Besen. Oder den Mop. Nirgends darf die kleinste Spur von Leben und Gebrauch sein. Schon gar nicht in Bad oder Küche.

Das geht so weit, daß Sie den Kehricht nicht in den Mülleimer gibt, oh nein- selbst dieser sollte porentief rein sein! Nein, sie gibt ihn direkt in die Restmülltonne vor der Haustüre.
Anschließend mosert sie, daß der Mann ja auch mal putzen könne. Wie denn, wenn sie ihm immer zuvorkommt?

Außerdem stürtzt sie sich ja auch immer schon auf winzigste Spuren von Dreck (oder dem, was sie dafür hält). Frauen sind irgendwie rein emotionell gesteuert. Der Mann hingegen ist rational: Der Aufwand muß sich erst lohnen. Nur hat sie eine ganz andere Vorstellung von "sich lohnen"...

Aber das kann man ja auch mit Steinzeit begründen- der Jäger (männlich) war draußen, seiner Tätigkeit nachzugehen und Mammuts heimzubringen und die Höhle vor Säbelzahntigern zu schützen.
Währenddessen hielt sie Höhle und Nest warm und sauber und hütete die Brut. Machen Tiere ja auch. Soll sie es also auch weiterhin tun. Ist ja offenbar in ihrem Genprogramm drin. Und den Mann in Ruhe lassen damit.

Er hält das ohnehin nur für begrenzt nötig, sämtliche menschliche Spuren zu entfernen. Denn Säbelzahntiger, die das anlocken könnte, gibt es nicht mehr.

Und Mäuse finden ihren Weg auch so.

Silke:
Ich finde es echt erstaunlich, wie viele Dinge Männer mit Genetik erklären können. Paradebeispiel:
Sinn für Reinlichkeit
Wir Frauen besitzen ihn, Männer eben nicht. Punkt! Sagt der Mann. Schon komisch, daß zufälligerweise eben dieser die meisten Gründe für sogenannte "spontane Putz-Anfälle" liefert, über die er sich so maßlos aufregt. Er behauptet doch glatt, wenn er schon mal Saubermachen wolle, sei die Arbeit ja eh schon getan. Denn er macht nur dann sauber, wenn es sich auch lohnt. Das bedeutet, daß der Staub auf dem Regal erst eine Mindesthöhe von einem Zentimeter erreicht haben
muß, bevor er seine Anwesenheit überhaupt registriert. Auch Fenster werden erst geputzt, wenn ein Hindurchsehen nicht mehr möglich ist. Vorher ist das nun wirklich nicht nötig.
Für das nächste Beispiel zitiere ich Rüdiger Hoffmann. "Man kann den Duschvorhang verschimmeln lassen, muß man aber nicht!" Nie hat ein Mann es treffender zu formulieren verstanden. Oder? Es ist wahrscheinlich auch genetisch oder urgeschichtlich zu erklären, daß schmutzige Wäsche nie durch seine Hand den Weg in den Wäschekorb findet, sondern dort liegen bleibt, wo MANN sie auszieht. Und damit meine ich so ziemlich überall in der Wohnung. Besonders unangenehm ist es dann, noch mal eben die getragenen, streng riechenden Socken des Liebsten unter dem Wohnzimmertisch hervorzukramen. ...... Bevor der Besuch kommt!
Dieser lobt dann doch imnier wieder: "Bei euch sieht es immer wie geleckt aus."
Wem ist das wohl zu verdanken? Dem „Ordnungssinn" des lieben Hausherrn wohl kaum.
Ich vertrete ja eher die Theorie:
Männer sind Muttersöhnchen!
Er zieht zu Hause aus, um auf eigenen Beinen zu stehen......Aber einmal die Woche bringt er seine Schmutzwäsche zu Mutti. Kommt Mutti nicht regelmäßig zum Putzen (vorausgesetzt er kann keine Putzfrau leisten), erstickt "Söhnchen" in seinem eigenen Müll. In seine Augen ist Putzen, Kochen, Waschen, Bügeln "Frauensache", genetisch angelegt, von Forschern (aus) der Steinzeit belegt. Doch jagen die heutigen Männer allenfalls noch ihrer Jugend hinterher. Da bleibt doch wirklich genug Zeit, um neue Talente zu entdecken, oder?!

Verzapft am 19. April 2006, so um 10 Uhr 00

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Kommentare

Was sagt Lyrasia dazu?

21. April 2006 um 14 Uhr 07 (Permalink)

smile

ich stimme euch BEIDEN zu wink

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

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