Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Nennt es „Katharsis“.

Kategorie: Verrueckt

So widerlich, so grauenhaft meine letzte depressive Episode samt ihrer Begleiterscheinungen war- ich bin gestärkt daraus hervorgegangen.

Statt mich bei jeder Gelegenheit damit zu beschäftigen, wie ich mich selbst entleiben könnte, kann ich nun Probleme lösen. Oder wenigstens lösen lassen. Ich stecke nicht mehr den Kopf in den Sand, ich igele mich nicht mehr ein. Ich tu etwas.

Meine Neurotransmitter sind zurechtgerückt durch eine Handvoll Pillen. Mein Denken durch eine lange, effektive Psychotherapie.

Und heute, wenn jemand versucht, mir ans Bein zu pinkeln, wehre ich mich. Merke ich, daß ich das allein nicht schaffe, hole ich mir eben Hilfe. Wo ist das Problem? Warum wußte ich das früher nicht?

Wenn jemand anmerkt, ich hätte dieses oder jenes vergessen oder nicht ordentlich gemacht- entschuldigen, vornemen, es besser hinzubekommen. Früher war ich da einfach ein Versager. Heute habe ich einfach einen Fehler gemacht.

Ich glaube manchmes Mal, ich komme besser mit meinem Leben zurecht, als dies mancher „Gesunde“ tut. Weil ich alles Übel von mir fernhalte. Fernhalten muß. Denn es könnte tödlich sein. Aber so, so lebe ich prima und Mopsfidel.

Auf das Grauen von 2007 +/- hätte ich jedoch gerne verzichtet. Aber nun, es ist vorbei. Ich denke ohne Groll zurück.

Verzapft am 28. Oktober 2010, so um 10 Uhr 14

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Kommentare

Was sagt Big Al dazu?

28. Oktober 2010 um 10 Uhr 33 (Permalink)

Auch als vermeintlich "Gesunder" lebt es sich besser wenn man sich das Übel vom Leib hält.
Ich kann diese Welt nicht aus den Angeln heben, ich kann nicht das Elend beseitigen.
Hat bei mir auch zu lange gedauert bis ich soweit war.
B. A.

Eigenen Senf dazugeben?

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