Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Tanz der Totenköpfe. Oder wie?

Kategorie: Kultur

DVD-Hülle: Tanz der TotenköpfeDer Filmtitel klingt ja an und für sich recht vielversprechend, doch die Altersfreigabe „ab 16“ war schon sehr verdächtig, so wagte ich es, den Film zusammen mit meiner Liebsten zu gucken, die auf meinen Zombie-und-Splatter-Kram nicht so steht. Obwohl das Titelbild einiges an blutigen Geschehnissen suggeriert, geschieht in dieser Hinsicht fast nichts. Leider, sage ich, zum Glück, sagt meine Liebste.

„Tanz der Totenköpfe“ impliziert ja eigentlich sich rhythmisch bewegende Schädel in relevanter Anzahl, vorkommen tut jedoch nicht ein einziger Knochen. Brauchts auch nicht, der Film ist auch so unterhaltsam, und wer den englischen Originaltitel „The Legend Of Hell House“ (der ja nun in der Tat ewas anders ist, ne?) nimmt, fährt damit auch richtig, im Film wird immer vom „Höllenhaus“ gesprochen, und höllisch isses da auch.

Story: klassisch. Spukhaus soll entspukt werden. Entspukungsmannschaft wird im Rahmen der Handlung bespukt und außerdem allmählich dezimiert durch mechanische Spukfolgen, sprich: Telekinese.

Ein Physiker und Parapsychologe nebst Gattin (wie finanzieren die bloß einen riesigen Rolls Royce samt Chauffeur?), ein psychisches (?!?) Medium (weiblich, ledig, jung) und ein physisches (?!?) Medium (männlich, ledig, nicht mehr jung und einziger Überlebender der letzten Untersuchung im „Hell House“) machen sich zu diesem Zweck auf die Socken. Der derzeitige Besitzer will jedem 100.000 Pfund zahlen, 1973 ganz viel Geld. Na gut, heute auch noch, aber nicht ganz so viel. Vielleicht sollte ich Geisterjäger werden.

Zwischendrin gibts ein paar Séancen und Visionen vom Sohn des legendär-unheimlichen Erbauers, Emeric Belasco. Letzterer spukt aber in Wirklichkeit selbst herum, frag nicht nach Sonnenschein, wird letzendlich aber von den beiden Überlebenden, dem Mediummann und der Physikergattin, unter zuhilfenahme von Telepathie und einer Entgeisterungsmaschine (vom mittlerweile unschön dahingeschiedenen uns sich neben der ebenso unschön dahingeschiedenen Leiche des Mediummädchens liegenden Physiker entwickelt) erledigt. Die etwas absurde Erklärung der Funktionsweise der Maschine lasse ich mal weg. Spuk ist irgendwie negative elektromagnetische Energie und die Maschine produziert das Gegenteil.

Die wissenschaftlichen Teile sind zum Piepen anregendes Wortgeklingel, ansonsten gruselt der Film angenehm, nicht zu schlimm und hält sich mit brutalen Schockeffekten ein wenig zurück.

Prädikat: nicht langweilig, unterhaltsam. Für meinen Geschmack etwas zu zart.

Verzapft am 31. März 2011, so um 22 Uhr 14

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