Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Held der Hauswirtschaft V.: Rehabilitierendes Catering.

Kategorie: Verrueckt

Leider habe ich in der Aufregung vergessen, mein Werk abzulichten, obgleich, jüngeren KommentarInnen zufolge zumindest, Futter-Fotos sehr erwünscht sind.

Ich hatte also irgendein Gremium irgendwie wichtiger Leute zu bekochen. Vier Portionen. Auberginen anbraten, darauf Tomaten und noch darauf gebratenes Hähnchenbrustfilet, überbacken mit Mozzarella*1 und dazwischen etwas herumwürzen. Eigentlich einfach, aber die Augen werden mitgegessen. Ich fand tatsächlich Teller, die etwas hertaten: Rechteckig und dunkelgrau, kein Standardgeschirr. Aus den Tomaten (beziehungsweise aus deren Schale) fertigte ich zur Dekoration Rosenblüten. Geht ganz einfach, sieht irre gut aus und macht schwer Eindruck! Wegen der dunklen Teller sorgte ich für etwas mehr Kontrast, indem ich die Rosen jeweils in einer Ecke des Tellers mit Créme fraiche festklebte, woaruf ich noch etwas Tiefkühl-Basilikum gestreut hatte. Hätte ich frische Blätter gehabt, dann hätte ich diese sozusagen als Sepalen genommen, was noch besser aussieht.

In die gegenüberliegende Ecke pappte ich, ebenfalls mit Créme fraiche als Kleister und Kontrastgeber, ein Stück Rosmarin. Da dazu ohnehin Salat von Rauke*2 gereicht werden sollte, mopste ich mir noch ein paar Blättlein davon für die andere Achse der Teller.

Mit den fertigen Dingern sah das ziemlich gut aus. Die anderen waren beeindruckt und ließen mich erstmal das mit der Rose zeigen. Just in time ready to serve- allerdings wurden doch fünf Portionen gebraucht. Hatte keiner von uns gewußt, die Meisterin auch nicht. So schaltete ich um von Streß pur auf Streß total, obgleich wir zwei Teile mehr zubereitet hatten, weil sonst Material übriggebleibt wäre. Aber meine Deko!

Die Heilerziehungspflegepraktikantin flitzte nach einem fünften Teller, die Meisterin flitzte in den Garten um Rosmarin und ich räumte mein weggeräumtes Dekozeugs wieder aus und schnitzte in höchster Eile noch eine Tomate zurecht.

Wenige Augenblicke später war der Teller bereit. Hoffentlich wissen die hohen Herr- und Damschaften das auch entsprechend zu würdigen! Immerhin ist das nicht einfach nur gekocht von mir, sondern kostete mich auch etliche Nerven.

Und ich, endgültig erledigt, verspeiste trotz keinen Appetits das übriggebliebene Dingsda.

Verzapft am 06. Dezember 2011, so um 12 Uhr 43

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Kommentare

Was sagt Ma_Rode dazu?

06. Dezember 2011 um 13 Uhr 03 (Permalink)

Na, wenn das mal nicht der Einstieg in die Hundeikersche neue Erlebnisgastronomie war ... Gratulation!

Was sagt psychoMUELL dazu?

06. Dezember 2011 um 13 Uhr 12 (Permalink)

Pass bloß auf, die stecken dich in die Koch und Co. Schublade!

Schichtarbeit, schlechte Bezahlung, Nachtarbeit, wenig Freizeit, sehr viel Stress - da kannst du auch Pfleger bleiben!

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 06. Dezember 2011 um 13 Uhr 13 (Permalink)

Naja, den Zustand danach habe se auch gesehen...
@Ma Rode: Du kannst Dich aber durchaus anmelden!

Eigenen Senf dazugeben?

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