Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Hurra (?) wir leben noch

Kategorie: Psycho?!?

Noch bin ich stationär. Gerade wieder auf Belastungserprobung wieder bei meinen Eltern, wie von Mittwoch auf Donnerstag.

Diesmal war es besonders schlimm. Lebenswille gleich null inkl. versuchter Konsequenzen. Manchmal ist das Leben nicht schön, sondern sehr anstrengend. Aber ich habe das schlimmste jetzt überstanden. (Hoffentlich)

Wenigstens darf ich mittlerweile wieder raus, das bedeutet, ich kann mir Eis holen smile
Was FENIZUGDAH betrifft, habe ich einen gewaltigen Rückschritt gemacht. Von meinen neuen Pillen habe ich NOCH mehr zugelegt. Wieviel sag ich aber nicht wink

Verzapft am 01. September 2007, so um 16 Uhr 15

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Kommentare

Was sagt Opa dazu?

01. September 2007 um 18 Uhr 56 (Permalink)

Thumbs up!

Was sagt Ly dazu?

02. September 2007 um 18 Uhr 58 (Permalink)

wurscht, wieviele Pfunde du mehr drauf hast, hauptsache, du weilst unter uns und deine versuchten Konsequenzen gingen daneben. Puh, Schwein gehabt !

Ich hatte mal nen Horrortrip, eine Fahrt im Winter alleine mit PKW von weit hinter Berlin zurück nach Hause, und man, mir gings sowas von Scheiße, ich wollte nicht mehr, und die gesamte Fahrt hatte ich vor Augen, wie ich das Lenkrad verreiße und Adios. Was mich abhielt im schlimmsten Moment, war ein Baum am Rande der Autobahn, winterlich, und darauf saß ein Greifvogel. Ich dachte nur: sowas Schönes kannst du dann nicht mehr sehen...

Diesen Gedanken spulte ich dann immer wieder ab. Damit ich bloss keinen Unsinn anstelle. Als ich endlich zuhause war ( es sind so 700 km gewesen) war ich fix und alle und auch irgendwie geschockt von mir selbst, aber die lebensgefährliche Krise war vorüber.

In der Folge hatte ich nochmal damit zu kämpfen, aber genau das tat ich, kämpfen, eine Schlacht schlagen. Die Gedanken es zu tun, oder das planende, dann sind einfach nur Gedanken, egal wie ich mich fühle. Und von Gedanken, shit drauf woher sie gerade kommen, was sie bedeuten, was sie mir sagen wollen, lasse ich mich nicht mehr unterkriegen. Sie gehen wieder. Ich bleibe. ICH bin stärker.

Über den Dreh gehts bei mir dann.
Ich glaube ziemlich viele Leute erleben sowas in ihren Leben, mindestens einmal.

Das frappierende ist, Ulf, ich hab normalerweise ziemliche Angst vorm Tod, wenn ich mal an den denke, mir ist die Endlichkeit meiner Existenz dann voll bewußt. Auch das geht wohl den allermeisten von uns kleinen Menschlein so.

Am liebsten würd ich 250 Jahre alt und die Besiedelung des terra-geformten Mars erleben, am eigenen Leib. Das ist, wenn nicht dunkle Schatten nach mir greifen, und sie tun es kaum noch.

Nach ner tiefen Krise kann es nur nach oben gehen. Tiefer gehts nicht mehr. Das ist Gesetz. Nach dem Tal darfs dann gerne eine weite Ebene sein, zum luftholen und ausruhen, und irgendwann gehts dann wieder den Berg rauf.
Wir "fühlen" uns manchmal allein.
Du bist nicht allein, Ulf.
Danke für deine Offenheit.

hdl

Ly

Was sagt Thiemo dazu?

02. September 2007 um 21 Uhr 34 (Permalink)

@ulf...hier schreibt jemand von suizid...und ich wunder mich gerade, was das mit DIR zu tun hat? ich will den gedanken gar nicht zuende führen.

Was sagt Ly dazu?

03. September 2007 um 19 Uhr 28 (Permalink)

@ Thiemo,

du kannst mich ruhig direkt ansprechen.

Ulf schreibt oben

"Lebenswille gleich null inkl. versuchter Konsequenzen. "

und da lese ich heraus, das er es versuchte. zudem weiß ich, das er auf der geschlossenen ist/war, und derzeit, wie hier zu lesen, eine Belastungserprobung macht.

Das sind eindeutige Kriterien für einen Suizidversuch. Auf eine geschlossene kommt man nicht unbedingt, weil man Depressionen hat, sondern wenn die Depression eine solche Macht über einen Menschen erlangen, das er sich was antat oder es vorhatte sich was anzutun. Man kommt dahin, damit die Selbstgefährdung durch Beobachtung ausgeklammert werden kann, zudem, um einen geschützen Rahmen zu geben, in dem der Betroffene wieder zu sich kommen kann.

Wenn ich falsch liegen sollte, wird Ulf das sicher richtig stellen.

Anstonsten ist überhaupt nichts dabei, dies offen anzusprechen, statt das Thema zu tabuisieren. Letzteres bringt nicht viel, nur nachteile.

Es ist ein großer Nachteil in unserer Gesellschaft, das dies Thema nur hinter vorgehaltener Hand besprochen wird. Wäre das nicht so, würde man viel eher erfahren, wieviele Menschen in ihrem Leben sowas mal erlebten, diese Grenzwertigkeit der Gedanken, dieses Gefühl, es geht nicht mehr weiter, ich will nicht mehr, ich halt es nicht aus. Es sind sehr viel mehr, als man glaubt, und keinesfalls sind alle diese Menschen dauerhaft depressiv, es ist manchmal eben ein ( auch kurzer ) Teil des Lebens, das für viele aus vielerlei Gründen nicht einfach ist.

ein unverkrampfter Umgang macht es sehr viel einfacher. Und unterschätze bitte nicht eine tiefe Depression. Ist der Tiefpunkt in einer Depressiven Episode erreicht, ich nenne es Phase 0, gehören Suizid-Gedanken bis hin zum Versuch es in die Realität umzusetzen dazu. Es hat Schlüsselfunktion, ist u.A. DAS Kriterium zum feststellen einer tiefgreifenden Depression.

Ulf war sehr ernsthaft gefährdet für einen Moment, so sehe ich das, und insofern habe ich mir erlaubt offen zu schreiben in der Hoffnung das er es als dargereichte Hand wahrnimmt, weiterhin offen, soweit ihm möglich, und mit etwas Leichtigkeit vieleicht sein Thema zu verarbeiten, was natürlich kein muss ist.

Grüße
Ly

Was sagt Ly dazu?

03. September 2007 um 20 Uhr 13 (Permalink)

Nachtrag

@ Thiemo

hatte mich gerade indirekt ansprochen gefühlt.. deshalb das Schreiben so wie geschrieben geschrieben.

Ulf wird es klarstellen auf die eine oder andere Weise.

Für Menschen die noch nie in einer solchen Situation waren mag sowas ganz furchtbar klingen ( was es ja auch für den Betroffenen in den Moment ist ).

Jedoch ist soetwas eine von vielen Facetten des menschlichen Lebens, die der Akzeptanz bedarf, und ich finde, es ist ok so, zumindest wenn es gut geht, wenns schief geht, (also mit Erfolg... ) rege ich mich furchtbar auf über diese Verschwendung, von anderen Gefühlen mag ich jetzt nicht reden, weil ja auch alles gut gegangen ist.

Und bei Ulf wäre es eine Verschwendung gewesen, an Persönlichkeit mit Prädikat: Besonders wertvoll.

Man, ich weiß im moment gar nicht ob ich mich aufregen soll darüber, oder am liebsten Ulf einfach mal in den Arm nehmen. wink

am liebsten möcht ich glaub ich sagen:
keine Angst, alles wird gut !

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 04. September 2007 um 13 Uhr 40 (Permalink)

@Ly: Du liegst mit Deiner Vermutung schon ganz richtig.
Es war recht knapp. Mittlerweile bin ich wieder halbwegs lebensfähig.
Danke für die guten Wünsche, die geschriebenen und die gedachten.

Leider kann ich nur unregelmäßig schreiben, hier gibt es nur einen INet-PC, und der ist meist besetzt...

Was sagt Ly dazu?

04. September 2007 um 20 Uhr 55 (Permalink)

@ Ulf

Humor hilft, davon hast du ne ziemlich große und gesunde Portion.

Ich hab mittlerweile sowas wie galgenhumor parat, spätestens wenns etwas besser geht.
Man kann dem gevatter tod auch mal die Zunge rausstrecken und sagen: ätschibätsch, du kriegst mich nicht wink

du schaukelst das schiff schon, Ulf, da bin ich sicher.

Was sagt -meta dazu?

05. September 2007 um 01 Uhr 40 (Permalink)

Na, sicher bin ich nicht, doch es sieht so aus, als hättest Du es noch (wieder mal) geschafft, fürs erste jedenfalls, ich hoffe, Deine Liebste hält zu Dir, weißt Du, ich bin froh und unendlich dankbar, dass ich schon ziemlich zeitig ein Kind wollte und auch bekommen habe, das diszipliniert ohne Ende, man kann einfach nicht gehen, auch, wenn man es noch so sehr will, nicht mal jetzt, wo er schon groß ist...man muß verdammt noch mal stark sein, um nicht die Ängste weiterzugeben, kostet Kraft, ohne Ende, hält aber lebendig und keine Chance auf sich davon machen. logisch, kein Patentrezept, doch mein eigener Überlebensweg, liebe Grüße, m

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 05. September 2007 um 10 Uhr 18 (Permalink)

Mal gucken, was die Reha von meiner Depri übrig läßt wink

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