Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Die sichersten Mittel wider die Hämorrhoiden 2 - Verstopfung

Kategorie: Verschiedenes

Eine seiner Hauptplagen ist doch gewöhnlich Neigung zur Verstopfung und allzu harter Stuhlgang. Dadurch werden die Gefäße des Mastdarms immer von neuem gedrückt, das Blut häuft sich immer wieder neu in ihnen, und der Grund zu einem neuen Anfall der Krankheit ist gelegt. Geht das einige Zeit so fort, so ist das Uebel wirklich so eingewurzelt, daß es nicht mehr zu vertreiben ist. Nimmt nun der mit solcher Noth geplagte Kranke seine Zuflucht zu einer Laxans, so ist's ganz dasselbe. Die scharfen flüssigen Stühle, welche diese erregt, fressen die Mastdarmsgefässe an, und locken ebenfalls das Blut dahin. Ausserdem kömmt gewöhnlich nach einem Laxiermittel die Verstopfung ärger und hartnäckiger zurück, bis zuletzt die Natur sich ganz an künstliche Hilfe gewöhnt hat, und von freien Stücken keinen Schritt mehr thun mag. In Wahrheit, ein höchst erbärmlicher Zustand! Der lebendige Tod! Greift der Kranke zu Klystieren, so ist's auch nicht viel besser, ich habe eben gezeigt, wie auch diese, im Uebermaaß genommen, leicht Hämorrhoiden erzeugen, selbst, wo noch keine da waren - wie viel mehr sie befördern, wo sie schon vorhanden sind!

Die beste Laxans, das beste und wirksamste Klystier in dieser Noth ist - Bewegung in freier Luft.

(Anonymus: Die sichersten Mittel wider die Hämorrhoiden. Ausgewählt und mit eigenen Erfahrungen bereichert von einem sich selbst glücklich kurirten Menschenfreund. 3. Aufl.: Kephalides: Berlin-Leipzig 1822)

Verzapft am 07. April 2008, so um 10 Uhr 57

Auf Twitter teilenTwittern

« Voriger Artikel
Nächster Artikel»

Kommentare

Was sagt psychoMUELL dazu?

07. April 2008 um 11 Uhr 05 (Permalink)

scheiße und co. scheint dein momentanes lieblingsthema zu sein?

zum glück bin ich (noch) verschont von Hämorrhoiden wink

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 07. April 2008 um 11 Uhr 13 (Permalink)

Das ist es immer, schließlich arbeite ich auf einer gastroenterologischen Station. Seit vielen Jahren.

Was sagt psychoMUELL dazu?

08. April 2008 um 07 Uhr 49 (Permalink)

auf der anderen Seite finde ich es gut, dass du offen damit umgehst, das sind so Themen an die sich kaum einer rantraut!

Was sagt Mao-B dazu?

10. April 2008 um 14 Uhr 09 (Permalink)

jo, bewegung ist so ziemlich das beste was man seiner peristaltik gönnen kann. dazu noch ausreichend trinken und balaststoffe. dann flutscht dat auch und man kann es stressfrei hinter sich lassen wink

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

Kommentare können hier nur von Mitgliedern abgegeben werden