Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Natursekt für Alternativlinge.

Kategorie: Erlebtes

Keiner kann mir erzählen, daß die sogenannte Eigenurintherapie etwas anderem dient als perverse Neigungen gesellschaftsfähig zu maskieren. Statt sich im Geheimen anzupissen, tun sie es mehr oder minder öffentlich und bezeichnen es einfach als Therapie. Diese ist natürlich, wie so vieles obskur-alternatives gegen jegliche Krankheiten gut, von Neurodermitis bis Krebs.

Natürlich ist das Quark. Warum sollte etwas, was der Körper unbedingt loswerden will, was aus einem Organ kommt, welches der Entgiftung des Körpers dient und voller ausgefilterter Gift- und Abfallstoffe ist, gesund sein?

Die Pinkelheiler trinken das Zeug sogar. Wie diese Typinnen und Typen da hinten in der hintersten Ecke da hinten in dem Raum hinter dem Vorhang in der Videothek. Das muß doch der eigentliche Sinn sein...

n.b.: Ist denn noch niemand auf die Idee, mit Eigenkacke zu therapieren?

Verzapft am 09. Dezember 2009, so um 04 Uhr 53

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Kommentare

Was sagt cohen dazu?

09. Dezember 2009 um 13 Uhr 46 (Permalink)

Nicht Eigenkacke, die von anderen Menschen, nämlich von Priestern:

"" Prächtig blühte das lamaistische Apothekerwesen. Ausscheidungen (Kot und Urin) hoher Tulkus wurden als wertvolle Medikamente zu Pillen verarbeitet und verkauft. Auch heute verkaufen die Lamas im Westen Hunderttausende kleiner Pillen als Heilmittel, deren Grundsubstanz Tierkost darstellt, die aber als eine Mischung aus gemahlenen Edelsteinen angepriesen werden.. Als höchstes Palliativ galt selbstverständlich der Kot des "lebenden Buddha". Als sich der XIV Dalai Lama in China aufhielt, sammelte sein Kammerherr täglich seine Exkremente in einem goldenen Topf, um sie anschließend nach Lhasa zu schicken und dort zu einem Medikament zu verarbeiten."
http://www.iivs.de/~iivs01311/med16.html

Was sagt Ly dazu?

09. Dezember 2009 um 15 Uhr 23 (Permalink)

meine schwester, gelernte krankenschwester und lange im beruf gewesen, hat mal eine hartnäckige halsentzündung mit eigenuringurgeln versucht in den griff zu bekommen. nachteilig war es jedenfalls nicht für ihre gesundheit, allerdings trug das von mir dann vorgeschlagene salbeisud-gurgeln eher zur gesundung bei.

was die inhaltsstoffe von urin angeht, bin ich jetzt etwas verwundert, da selbst in der wikipedia eingeräumt wird, das "nur" eine gefahr durch bakterielle kontaminierung des urin bei blasenentzündung und durch verunreinigung der harnwege besteht, soweit mir bekannt landen die eher gefährlichen abfallprodukte des stoffwechsels in kot.

ich meine mal, das zb pinkeln auf frische wunden, ein altes mittelchen zur erstbehandlung ist weit und breit nix anderes greifbar, schon irgendeinen effekt haben muss, wenn es doch in früheren zeiten mangels heutiger alternativen in den kriegslazaretten eingesetzt wurde.

ansonsten denk ich auch, das regelmässiges trinken von frischem urin nix bringt. frischer urin schmeckt ganz leicht salzig, sonst nach nix. aber umbringen tut es einen glaub ich auch nich.

wann warst du das letzte mal in einer videothek mit pornoangebot, klar ist porno grundsätzlich hinter vorhang, wegen jugendschutz, aber da steht dann letztlich alles kunterbunt beieinander, natursekt neben kaviar neben sandwich neben kuschelsex. was solls auch, warum nicht.

letztlich neigt weder mein schwesterherz, da bin ich ziemlich sicher, noch ich, ich habs damals solidarisch auch mal auf der zunge gehabt, den eigenen, versteht sich, zu natursektspielen. da schwelt auch nix rum, an untergründig unterschwelligem.

natursektspiele sind, so finde ich, nicht direkt pervers, sondern uralt. den perversionsbegriff brachte erst die jüngere psychogeschichte rein, etwa ab der zeit der aufklärung, aus welcher sie eigenlich auch wieder raus ist oder raus sein sollte. Meines wissens nach werden sexuelle spielarten erst krankhaft und damit als behandlungsbedürftig angesehen, wenn der betroffene auf keine andere weise mehr sex haben kann bzw stimuliert werden kann als durch den jeweiligen fetisch, was naturelment nicht ohne leiden von statten geht dann in der folge.

auch ist natursekt per se eher ein ding von geben und nehmen (können). in der bdsm-szene kommen andere vielschichtige aspekte hinzu.

solange die leute dabei spass haben, was solls. nichts, was im gegenseitigen einvernehmen geschieht, sollte als pervers gebrandmarkt werden.

wer es nicht will, lässt es eben.

peace
Ly

Was sagt Krokofantilein dazu?

09. Dezember 2009 um 15 Uhr 34 (Permalink)

@cohen ich ha auch schon gehört, dass der eigene Urin gegen ekzeme helfen soll... konnte ich mir aber nie so recht vorstellen...
danke, für Deinen Beitrag, cohen
herzlichst krokofantilein smile ))

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 09. Dezember 2009 um 15 Uhr 57 (Permalink)

@Liebste: Urin enthält Harnstoff. Der dürfte dafür verantwortlich sein. In einer Salbe finde ich den allerdings appetitlicher. Außerdem hast Du dann eine standartisierte Menge, während in der Pisse die Konzentration stark schwühankt. smile

Was sagt nggalai dazu?

09. Dezember 2009 um 19 Uhr 08 (Permalink)

Ja, das habe ich mich auch schon gefragt … Ich mein, Nieren und so sind froh, daß das Zeug weg ist, und dann schluck man’s nochmals?

Homöopathie oder so? „Das ist eigentlich ungut, aber wurde durch meinen Körper so weit verdünnt, daß es ein Heilmittel ist!“ oder so?

Was sagt maik dazu?

09. Dezember 2009 um 19 Uhr 09 (Permalink)

Eigentlich interessiert es mich nicht, aus was Urin besteht und noch weniger wie er schmeckt.
Mein Körper will diese Brühe loswerden, also tue ich Ihm den Gefallen.

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

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