Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Tanz der Teufel. Teil I: Angetanzt.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

...denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Lukas 2:7


Montag abend trafen wir in Winterthur ein und betraten nach mehrstündiger Reise uns nach dem Bette sehnend unser Hotel, welches wir gebucht hatten. Eine grenzwertig sympathische Empfangsdame begrüßte uns leidlich höflich an der Rezeption der Absteige, die den Charme eines alten Ostblock-Krankenhauses versprühte. Wir sollten natürlich sofort bezahlen, und ich zückte meine Kreditkarte. Damit geht so etwas immer am Besten, dachten wir. Dachten. Denn irgendetwas funktionierte nicht so wirklich dabei, denn das Lesegerät akzeptierte eine der meistverbreiteten Kreditkarten Europas nicht. Sie wurde spürbar genervter, obgleich wir dachten, das ginge gar nicht mehr. Ich bot mehrere Bezahlungsalternativen an, doch das akzeptierte die Frontfrau des Hotel Zentrum Töss, welches wir nicht empfehlen können, nicht. Wir baten sie, sich mit dem Chef kurzzuschließen, also verschwand sie kurz. Und kam nach kurzer Zeit wieder. So kurz, daß wir daran zweifeln, daß sie in dieser Zeit auch nur einen Satz gesagt haben konnte.

Telephon im Hotel SplendidWas sollten wir nun tun? Krokofantilein rief kurzerhand ihre Schwester an, bei der wir dann auf dem Sofa erstmal unterkamen. Das war eine Erleichterung, irgendwo anzukommen und willkommen zu sein. Von dort fanden wir dann eine Alternative in Zürich. Uralt, Vierzigerjahrestil, und außerdem mit freundlichem Personal. Ich gab ihnen meine Karte. Fertig. Sie funktionierte.

Fortsetzung folgt.

Verzapft am 23. Januar 2010, so um 10 Uhr 23

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Kommentare

Was sagt Dr. No dazu?

23. Januar 2010 um 14 Uhr 32 (Permalink)

Cooles Telefon... da kann man ja froh sein, dass die überhaupt so was Modernes wie ein Kartenlesegerät haben.

Was sagt oldman dazu?

23. Januar 2010 um 14 Uhr 55 (Permalink)

Hab' ich Dir schon erzählt, dass ich am 29.September 1980 von der
Rezeption des Hotels "Bayerischer Hof" in eine Absteige schräg
gegenüber verwiesen wurde, weil ich keinen Schweinslederkoffer
am langen Arm hinein schleppte sondern einen Einsatzrucksack?

Ausserdem bestand meine Kleidung aus strapazierfähigem Material,
das auch mal eine Fortbewegung auf allen Vieren zuließ.
Was tat man damals nicht alles für seinen Dienstherrn.
Ich aß dadurch zu Abend und frühstückte mit hübschen jungen Damen,
denen in ihrer Freizeitkleidung niemand ansah, dass sie ihr Geld
in der Waagerechten verdienten.
Unter anderem, je nach Freier, auch im Bayerischen Hof.

Eine Aufklärung an der Rezeption Bayerischer Hof unterließ ich.
Man hatte ja auch seinen Stolz.

Meine Genugtuung zog ich später aus einer Aktion, von der ich hier
nicht berichten möchte.

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Wußtest Du übrigens, daß Angler oft mit Fliegenmaden angeln?
Ohne Haken im Bauch, locker unter Möbeln / in Polsterritzen
verteilt, schlüpfen daraus dicke fette Brummer.
Eine wahre Wonne, schon nach ein paar Tagen dem Gesummse
und Gebrumme mit einem guten Cognac in der Hand, in der Lobby
sitzend, zuzuschauen und zuzuhören, während die Rezeptionisten
mit ungeeigneten Fang- und Schlagmethoden langsam verzweifelten
und vom Eingesprungenen Lutz bis zum Dreifachen Rittberger
Neuankömmlinge erheiterten.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 23. Januar 2010 um 23 Uhr 05 (Permalink)

Tja. Wenn ich zahlungswillige Gäste bekommen würde, würde ich sie nehmen. Solange sie nicht andere Gäste vergraulen. Geld stinkt nicht.

Was sagt christian erb dazu?

24. Januar 2010 um 13 Uhr 50 (Permalink)

als eigentümer kenne ich den Pächter recht gut kann dazu nur sagen dass das hotel bekannt ist für zechpreller und der Pächter hat schon über 300000 Fr verloren in den letzten Jahren. Das die Kreditkarte nicht ging kann ich kaum glauben im ersten stock keine 30 meter zum laufen hat es zwei verschiedene Bankautomaton meine deutsche karte funktioniert dort auch, also hätte man sicher eine lösung finden können.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 24. Januar 2010 um 19 Uhr 35 (Permalink)

@Christian: Fakt ist: Ich habe mehrere Lösungen zum Geldtransfer angeboten. Keine wurde akzeptiert. Ich habe mich mit amtlichem Bundespersonalausweis und so weiter ausgewiesen. Die Kreditkarte funktionierte im Hotel Splendid in Zürich, in diversen Bars und Restaurants. Und die Dame am Empfang war nicht nett. Und dabei bleibe ich.

Eigenen Senf dazugeben?

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