Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Dinge, die mir im Netz ewig nicht mehr begegnet sind Nr. 1: Der Webring.

Kategorie: Vernetzt

Lange, lange liegt die Zeit zurück, in der Webringe*1 recht verbreitet waren. Ich war damals® auch in einem, ich weiß aber gar nicht mehr, was für einer.

Screenshot Webring.de.Ich erinnere mich, daß es welche für Koch- und sonstige Rezepte gab, für "Tagebücher" (Anfänge des Bloggens). Das war auf jeden Fall 2002 oder 03, als noch nicht jeder ein Blog hatte. Die meisten gelisteten Seiten waren auch statisch.

Mir scheint, da ich die Buttons nicht mehr sehe, das ganze sei zumindest in Deutschland unüblich geworden. Vermutlich ersetzt zunächst durch die Blogroll, später auch durch Twitter und andere mehr oder minder Sozialen Netze. Die Domain webring.de ist jedenfalls, wie es scheint, seit 2008 im Relauch (oder auch nicht).

Wirklich vermisse sie nicht. Damals, denke ich, hatten Webringe schon eine wichtige Funktion. Doch heute läuft Vernetzung anders. Und flexibler. In einen Ring mußte man sich eintragen, gegebenenfalls wurde dann die Seite auf Murx und Spam geprüft, dann bekam man den Kot in der Regel per Mail zugestellt, und der mußte dann auf einer ganz bestimmten Seite des Projektes, nämlich der verlinkten (und nur dort!) eingebaut werden. Unmodern.

Heute gibt's die Follower auf Twitter, die Kontakte auf Google plus und die Fanseiten auf Fratzebuch, die man auch relativ einfach auch wieder loswird. Und, nicht zu vergessen: die RSS-Feeds, die mittlerweile in jedem Blog vorhanden sind. Das ist schon praktischer.

Ich denke, das Blog mitsamt den dazugehörigen Vernetzungsmethoden hat den Webring gekillt. Der machte dann doch auf statischen Seiten mehr Sinn, und wer hat heute noch eine private Homepage statt eines Blogs?

Irgendwie fiel mir der Webring vorhin ins Gedächtnis. Und ich glaube, er fällt genauso plötzlich wieder heraus. In diesem Sinne: Guten Abend!



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Verzapft am 21. Juli 2011, so um 19 Uhr 00

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