Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Redundanz.

Kategorie: Vernetzt

Fehlermeldung: Alarm.Konfigurationsoberfläche des Synology NAS.Als ich die DiskStation in Betrieb nahm, wollte sie konfiguriert werden. Ein Freund hatte mir geraten, die beiden Zwei-Terabyte-Platten als ein Vier-TB-Medium zu konfigurieren. Terabyte- ich erinnere noch Zeiten, in welchen ein Kumpel für seinen Commodore Amiga eine Festplatte erwarb mit dem sagenhaften Volumen von einem ganzen Megabyte. Und das für nur 999 Deutsche Mark. Heute würde ich dort nicht ein einziges mp3 unterkriegen. Höchstens eines von Sore Throat. Deren Titel sind ohnehin immer nur wenige Sekunden lang.

Heute ist Speicher ja vergleichsweise günstig. Zwei TB für 60 Schleifen... Wieviel brauche ich denn für unsere Zwecke? Da ich fast nur Musik und Sicherungsdingse mache ist das übersichtlich. Halb aus einer Laune heraus, halb aus Versehen und halb als Sicherheitsspieler (also zu 150%) klickte ich den Haken für RAID 1. Das bedeutet, beide Platten laufen parallel, auf beiden ist dasselbe drauf, wie gespiegelt. Wenn dann eine abraucht, dann lebt die andere weiter und die Kiste läuft weiter.

Auch wenn ich das niemals brauchen werde, dachte ich.

Dachte ich.

Die um eine HD beraubten Innereien der Synology DiskStation.Fehlermeldung: Alarm.Denn gestern um fünf Uhr früh erwachte ich. Weil Bruno herumwiggelte. Dies schien er wegen des nicht sehr lauten, aber ziemlich penetranten Piepsens zu tun, welches aus dem Wohnzimmer drang. Ich warf den Rechner an und guckte quasi ins Innere der DiskStation samt der Fehlermeldung. Aber erstmal das Piepsen aus! Und der Köter pennte sofort weiter, während ich lesen durfte, daß einer der beiden Harddisks defekt sei.

Die Reparaturversuche der Software schlugen fehl. Die Platte auszutauschen war letztlich die Empfehlung des Systems.
Dank RAID macht das nichts. Raus mit der Festplatte, wieder zuschrauben, verkabeln, weiter geht es, als wäre nix gewesen. Und das defekte Bauteil im Päckchen geschickt nach Notebooksbilliger.de - (Wenn die Annahmestelle öffnet. Dem Laden scheint es wirtschaftlich prima zu gehen, die leisten sich zwei Stunden Mittagspause!)

Ich bin eigentlich nicht unbedingt einer, der an verschiedenen Stellen alles doppelt und dreifach z.B. dokumentiert. Ist nur zusätzliche Arbeit. Einmal reicht. Manchmal.

Wäre das gesamte System im Arsch gewesen, dann hätte ich mich ein wenig geärgert. Denn dann wäre der Wiederherstellungsaufwand enorm gewesen. Und bis die Garantiemaßnahmen abgeschlossen gewesen wären hätte ich wieder mühsam aufstehen und CDs einlegen müssen.

Entsetzlich.

Verzapft am 27. September 2011, so um 18 Uhr 20

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Kommentare

Was sagt Waelti dazu?

27. September 2011 um 21 Uhr 00 (Permalink)

Was heißt da "entsetzlich"? Die Vorstellung CD's zu wechseln ist der blanke Horror!

Habe zwar kein Raid, aber alles wichtige mehrfach gesichert.

P.S.: Beim Aufstehen zum Wechseln hättest Du ja den Hund aufgeweckt...

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 27. September 2011 um 21 Uhr 08 (Permalink)

Da das nicht unser Hund ist, ist er auch nicht immer da. Allerdings haben wir ihn schon oft in Pension. Die Alternative zur DS wäre, ein Kabel vom PC zum Verstärker zu ziehen, über welches ich dann dauernd stolpere oder mit dem der doofe Hund, wenn er nach Fliegen schnappend hochschnellt, den Rechner vom Tisch reißt.

Aber so geht die Kiste noch, auch wenn ich im Frontend immer die Beschwerde lese, daß da was fehlt.

Eigenen Senf dazugeben?

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