Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten, Teil 3: Wählen für Nichtwähler.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Kaiser Ulf der Erste.Neulich tat ich bereits kund zu wissen, dass gar nicht zur Wahl zu gehen am wenigsten bringt, auch nicht für Anarchisten. Wenn ich wenigstens einen leeren oder ungültigen Stimmzettel abgebe, zeigt das, dass ich mich immerhin ins Wahllokal bemüht habe.

Ich plädiere immer dafür, nur die Partei zu wählen, die einen wirklich und am besten überzeugt. Nur so entsteht ein vernünftiges Meinungsbild nach der Wahl, und nur so haben auch Zwergparteien überhaupt eine Chance. Wenn alle eine Partei deshalb nicht wählen, weil man dieser keine Chance zuspricht, dann hat sie auch gar keine. Wenn ich eine Partei wähle, welche mir zu großen Teilen nicht behagt, dann sollte ich mich auch nicht beschweren über deren Politik.

Was also tun?

Möglichkeit 1: Protestwahl.
Protest kann ich äußern zum Beispiel wie erwähnt mit einer ungültigen Stimme. Oder aber besser, indem ich eine geeignete Partei wähle. Jede Stimme für eine Nonsenspartei wie meine geliebte PARTEI oder eine Protestpartei wie NEIN-Idee ist eine Ohrfeige für die Etablierten. Nur braucht's recht viele Backpfeifen, um jemanden k.o. zu bekommen.

Möglichkeit 2: Es ganz genau nehmen.
Ich kann natürlich auch alle Programme aller auf meinem Wahlzettel auftauchenden Parteien vergleichen und Tools zur Hilfe nehmen*1 wie den Wahl-O-Mat, Wen wählen? etc. und die Partei wählen, die meine Meinung am besten zu vertreten den Anschen macht.

Möglichkeit 3: Wahlstrategie für Nichtwähler.
Eine ausführliche Anleitung gibt es extern. Kurz von dort zusammengefasst beziehungsweise zitiert:

  1. Die „Geht-gar-nicht“-Liste: zunächst notiert man all jene Parteien, die keinesfalls drankommen sollen, oder zumindest wegen Wählerverarschung eine Abstrafung (für eine Wahlperiode) verdienen.
  2. Die „Geht-gerade-so“-Liste: Das sind gewissermaßen alle anderen. Parteien, die man zwar nicht unterstützen möchte, die aber als kleineres Übel erscheinen.
  3. Die Stimm-Verteilaktion: Schließlich teilt man seine auf diese „Kleineres-Übel-Parteien“ auf. Jede Partei bekommt nur eine, bis die Stimmen halt alle sind. Notfalls muss man auslosen/knobeln.

Alles besser, als durch Nichtwahl das System zu unterstützen! Es sei denn natürlich, man wird wirklich aktiv gegen das System.

Verzapft am 17. September 2013, so um 18 Uhr 01

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Kommentare

Was sagt Kröte dazu?

18. September 2013 um 08 Uhr 39 (Permalink)

Tja, ich habe schon vor 10 Tagen gewählt,
denn aus Waikiki würde die Briefwahl zu lange dauern.
Wir senden Euch auf diesem Wege ganz liebe Urlaubsgrüße

Eigenen Senf dazugeben?

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