Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Muß ich das verstehen? Am Suizid gehindert, dann hingerichtet.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Ich bin ja aus vielen Gründen gegen die Todesstrafe. Aber was sich da in einem Knast in Amiland abgespielt hat ist absurd:

Brandon Joseph Rhode, der im Jahr 2000 wegen dreifachen Mordes zum Tode verurteilt worden war, hatte sich mit einer Rasierklinge (wie auch immer er da drangekommen sein mag) die Halsschlagader aufgeschnitten.

Das Gefängnispersonal hat zunächst alles getan, ihn am Leben zu erhalten, und ihn dann hingerichtet. (SPON)

Wenn er ohnehin sterben sollte- warum hat man ihn dann nicht einfach sterben lassen?

Das erinnert mich an das finstere Mittelalter, als man, wenn man sich suizidiert hatte, als Selbstmörder nachträglich hingerichtet wurde, egal wie tot man war.

Oder darf ein Mörder sich nicht selbst richten, um sich nicht so der Todesstrafe zu entziehen?

Nun, jetzt ist es auf jeden Fall ganz tot, nachdem man ewig eine Vene suchen mußte, um Thiopental (ein Barbiturat) und anderes Zeugs zu spritzen. Dafür haben die sein Leben gerettet. Verrückt.

Verzapft am 28. September 2010, so um 20 Uhr 35

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Kommentare

Was sagt kall dazu?

28. September 2010 um 23 Uhr 55 (Permalink)

Nee, musst Du nicht verstehen.
Todesstrafe muss man sowieso nicht verstehen.
Aber die Amis sind da eigen. Wenn beschlossen wurde, dass der Staat jemanden umbringen soll, dann darf das eben nur der Staat, basta.
Wo kämen denn die hin, wenn das jeder Todeskandidat machen würde, hätten die Governors, die die Gnadegesuche abgelehnt haben ja gar keinen Spaß mehr dran.

Eigenen Senf dazugeben?

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