Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Der Sinn. Gute Nacht.

Kategorie: Mischmasch

Die Suche nach dem Sinn des Lebens habe ich längst aufgegeben. Nicht, daß ich das Leben für sinnlos erachte, doch habe ich den Sinn des Lebens zu suchen einfach nicht mehr nötig. Mir ist einfach egal, ob das Leben nun einen Sinn hat oder nicht. Ich lebe einfach. Was würde das schon ändern? Nichts. Ob das Leben einen Sinn hat und wenn ja, welchen ist insofern eine recht überflüssige Frage. Ich mache durchaus auch sinnlose Sachen ganz gerne, wie mit meiner Liebsten dummes Zeug reden oder meine Mitmenschen veräppeln.

Warum suchen alle immer nach Sinn, nach Transzendenz und einer Begründung für all die Katastrophen wie Tsunamis und Kernschmelzen (interessanterweise fragt kaum jemand nach dem Sinn von erfreulichen Ereignissen wie unserer Hochzeit oder dem Mauerfall). Das ist doch alles eigentlich scheißegal. Ich lebe, das ist nunmal so, daran kann ich nichts ändern. Naja, im Prinzip schon, aber das macht überhaupt keinen Sinn. Ich lebe also, also mache ich das einfach. Dafür brauche ich weder Sinn noch Transzendenz noch Spiritualität. Wenn ich immer nach sowas fragen würde, würde ich ja gar nimmer fertig werden mit irgendwas.

Wenn das Leben nun sinnlos sein sollte- so what? Irgendwann ist es ohnehin vorbei, und dann ist erst recht egal, obs sinnvoll war oder nicht.

Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist Unfug. Denn sie hält nur vom Leben an sich ab.

Verzapft am 23. April 2011, so um 21 Uhr 15

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Kommentare

Was sagt Ma Rode dazu?

26. April 2011 um 08 Uhr 05 (Permalink)

Der Sinn des Lebens? Du kennst die Antwort: 42.

Was sagt Ute dazu?

26. April 2011 um 11 Uhr 44 (Permalink)

Wer den Sinn des Lebens sucht, will im Grunde eine Handlungsanweisung, wie er sein Leben zu leben hat. Eigene Entscheidungen zu treffen und dafür geradezustehen, scheint solche Leute oft zu überfordern, ist mein Eindruck. Sie wollen einen Chef, der ihnen das Denken abnimmt.

Was sagt Ma Rode dazu?

26. April 2011 um 14 Uhr 56 (Permalink)

Nein, ich will keinen Chef, der mir das Denken abnimmt. Das kann ich immer noch allein und bin bislang gut damit zurecht gekommen. Schwierig wird´s, falls ich mal alt und dement werden sollte, dann muss jemand für mich denken ... *grusel*

Was sagt kall dazu?

26. April 2011 um 16 Uhr 58 (Permalink)

@Ute
Hm, ich glaube genau das Gegenteil:
Wer den Sinn des Lebens sucht, will eben gerade, dass NICHT andere für ihn denken. Er will SELBST der Grund seines Handelns sein, und deshalb muss er sich der Gründe seines Handelns zunächst mal bewusst werden. Ich gebe zu, es ist nicht immer unanstrengend. Aber für sich selbst ein (möglichst klares) Bild davon zu haben, was die Gründe für eigenes Handeln sind, ist für mich schon lohnenswert.

@Ulf: Dazu bedarf es im Übrigen nicht unbedingt der Transzendenz (was immer sich jemand, der sie als solche ablehnt, darunter vorstellen mag), aber Spiritualität (nicht = Transzendenz) ist dabei auch nicht hinderlich. Ob sie in jedem Falle nützlich ist, kann ich nicht beurteilen, da ich in dieser Hinsicht nur für mich selbst verantworltich sein kann.
Und Katastrophen mit dem Sinn des Lebens begründen zu wollen, ist schon reichlich abwegig, da ein solcher immer nur das eigene Individuum betreffen kann und auch immer nur vom einzelnen Idividuum für eben dieses gefunden werden kann. Insofern haben Katastrophen nichts mit dem Sinn des Lebens zu tun.
Allgemeingültig kann allenfalls der Versuch sein, eine Ethik zu definieren, die aber auch immer nur für Gruppen oder Teilbereiche gültig sein kann. Solche Definitionen pauschal abzulehnen bringt auch nichts, da jede Beurteilung der Handlung anderer, die jeder tagtäglich hundertfach bewusst oder unbewusst vornimmt, eben gerade die eigene ethischen Grundlagen zu Anwendung bringt. Und da ist mir ein Bewusstsein über die eigenen Werte, anhand derer ich die Handlungen anderer beurteile, lieber, als den Handlungen anderer eine zwar abgelehnte aber nicht desto trotz immer vorhandene unbewusste eigene Ethik überzustülpen.

Eigenen Senf dazugeben?

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